Tulpensonntagszug

Damit es am Sonntag in Voerde ordentlich Kamelle regnet

Viele Hände, schnelles Ende: Von Helfer zu Helfer wurden die Popcorn-Gebinde zum Beladen des Anhängers weitergereicht.

Foto: Lars Fröhlich

Viele Hände, schnelles Ende: Von Helfer zu Helfer wurden die Popcorn-Gebinde zum Beladen des Anhängers weitergereicht. Foto: Lars Fröhlich

Voerde.   Allein der VKV hat für den Tulpensonntagszug fast einen Lkw voll Wurfmaterial für vier Karnevalswagen und zwei Fußgruppen geordert.

Beim Tulpensonntagszug in Voerde soll es wieder Kamelle und Co. regnen – und damit das so ist, haben die teilnehmenden Gruppen vorher Großeinkauf gemacht. Einen ganzen Lastwagen füllt das Wurfmaterial, das allein der 1. Voerder Karnevalsverein (VKV) für sich und einige andere bei einem Bocholter Großhändler geordert hat. An diesem kalten Winterabend harren die Helfer darauf, dass der Lkw endlich vorfährt – schließlich muss die süße Ladung entsprechend aufgeteilt, also kommissioniert werden. Und das dauert nun mal seine Zeit und ist angesichts der eisigen Temperaturen in der nicht beheizten Halle kein allzu großes Vergnügen. Mark Sarres, Vorsitzender des VKV, greift kurzerhand zum Handy, gibt heiße Getränke – Kaffee und Früchtetee – in Auftrag, die seine Frau Kirsten später abholt. Außerdem gibt es Kaltgetränke und Brötchen zur Stärkung.

Mehr als zehn Paletten Wurfmaterial werden vom Lkw in die Halle manövriert

Mit einiger Verspätung trifft der Lastwagen schließlich ein. Der Laderaum ist pickepacke voll. Nun ist Michael Schmitz gefragt, der die zum Teil riesigen Kartons mit dem Gabelstapler unbeschadet in die Halle manövrieren muss. Die erste ist mit Riesenmengen Erdnussflips-Tüten bestückt. Mehr als zehn weitere Paletten holt Michael Schmitz aus dem Lastwagen in die Halle der Firma Bachtrup, die den VKV bei dieser Aktion neben der Spedition Schneider unterstützt. Nach und nach werden Schokoladentafeln, Weingummi, Chips in kleinen Tüten, Mini-Snackriegel, Kaubonbons, Popcorn und vieles mehr ausgeladen. Nach etwa einer halben Stunde ist die Arbeit getan.

Jetzt kann es an die Verteilung gehen. Die Dinslakener Pinguine fahren mit einem größeren Anhänger vor. Viele Hände, schnelles Ende: Einige Helfer bilden eine Kette und reichen die Waren weiter. 120 Gebinde mit kleinen Tüten Popcorn wandern so in den Anhänger. Stefan Schmitz darf man gerade nicht ansprechen – der stellvertretende VKV-Vorsitzende zählt mit. „Vier Stück noch.“ Dann geht’s weiter, mit Pralinen, Chips und, und, und.

Die Lkw-Ladung ist nur ein Bruchteil dessen, was in Voerde geworfen wird

Die Ladung mit einem Warenwert von mehr als 8000 Euro, die der Lkw vorher angeliefert hat, ist, betont Stefan Schmitz, nur ein „Bruchteil dessen“, was am Sonntag in Voerde in Richtung närrische Besucherschar geworfen werden soll. Der VKV hat für die Dinslakener Pinguine, seinen eigenen Senatoren- und Elferrats- sowie für einen weiteren Wagen und für zwei Fußgruppen mit bestellt, wie Mark Sarres erklärt. Auch ein kleiner Teil Wurfmaterial für die Teilnahme des VKV-Senatorenwagens am Samstag am Zug in Wehofen ist bei der Lieferung dabei. Die anderen Zuggruppen in Voerde haben sich anderweitig mit Fangobjekten eingedeckt. Da dürfte einem ordentlichen Kamelle-und-Co.-Regen also nichts im Wege stehen...

>> Info: Start ist um 11.11 Uhr

  • Der närrische Lindwurm setzt sich am morgigen Tulpensonntag um 11.11 Uhr von der Frankfurter Straße und der Allee aus in Bewegung. Weiter geht es dann über Bahnhofstraße, Im Osterfeld, Teichacker, Friedrichsfelder Straße, Steinstraße bis Bahnhofstraße und Ringstraße. Im dortigen Kreuzungsbereich endet der Zug.

  • Nach der Auflösung des Zuges ist noch lange nicht Schluss. Dann darf der Straßenkarneval weiter bis 17 Uhr in Voerde gefeiert werden.

  • 35 Gruppen sind in diesem Jahr beim Tulpensonntagszug in Voerde dabei. Insgesamt wird es rund 1000 Zugteilnehmer geben. 19 Karnevalswagen fahren mit.

Einige Hinweise für die Teilnehmer des Tulpensonntagszugs in Voerde 

Voerde. Der VKV bittet alle Besucher und Teilnehmer des Karnevalszuges am morgigen Tulpensonntag, 11. Februar, einige Hinweise zu beachten. Um die Schnittverletzungen und zusätzlichen Müll sowie Schäden an Fahrzeugen durch Glasbruch zu verringern, gilt für den Karnevalszug ein Glasverbot.

Für den Getränkeausschank sind ausschließlich Papp- bzw. Plastikbehältnisse zu verwenden. Dies gilt insbesondere auch für die alkoholischen Getränke, die in 2-cl- oder 4-cl-Glasfläschchen ausgegeben werden. Diese Regelung gilt auch für die Besucher. Sie werden aufgefordert, keine Glasbehältnisse mitzubringen und auf Plastikbehältnisse beziehungsweise -flaschen auszuweichen.

Ordnungsamt und Polizei arbeiten zusammen

Auch fordern der VKV und die Stadt Eltern, Veranstalter und Gewerbetreibende auf, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten. Tabakwaren dürfen nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden. Branntweinhaltige Getränke und Lebensmittel (dazu zählen auch Alkopops) dürfen ebenfalls weder an Jugendliche abgegeben, noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen nur andere alkoholische Getränke wie Bier und Wein trinken.

Das Ordnungsamt arbeitet während des Umzuges eng mit der Polizei zusammen und wird die Einhaltung der Schankerlaubnisse und die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes überwachen. Die betroffenen Gewerbetreibenden erhalten durch das Ordnungsamt Aushänge, die auf die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes hinweisen sowie Alterskontrolldrehscheiben. Kinder und Jugendliche werden auf verbotenen Konsum von Alkohol und Tabak kontrolliert. Tabak und Alkohol wird vor Ort sichergestellt und vernichtet.

Alkoholisierte Kinder und Jugendliche werden zu den Stützpunkten des DRK gebracht. Diese befinden sich im Rathaus-Foyer und in der Nähe des E- Centers an der Lieferantenzufahrt Friedrichsfelder Straße/ Jugendzentrum.

Alle Ordnungs- und Sicherheitskräfte sind Ansprechpartner, wenn Personen und/ oder Kinder vermisst oder gesucht werden.

Nutzung von Drohnen und Quadrocoptern verboten

Die private und gewerbliche Nutzung von Drohnen und Quadrocoptern ist während des Karnevalszugs verboten.

Ein besonderer Hinweis für die Verkehrsteilnehmer: Alle Besucher und Taxi- oder Mietwagenfahrer werden aufgefordert, gesperrte Straßen nicht zu befahren beziehungsweise die gesperrten Bereiche zu umfahren. Es wird darauf hingewiesen, dass auch in diesem Jahr die Bahnhofstraße wegen des Straßenkarnevals im Bereich der St.-Paulus-Kirche und „Kleine Heide“ von der Friedhofstraße bis zur Alexander-straße bis 17 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt wird. Eine Umleitung wird über die Friedhofstraße, Rönskenstraße und Alexanderstraße ausgeschildert. Ebenso wird die Bahnhofstraße wegen des Straßenkarnevals vor der Gaststätte Hinnemann von der Einmündung Friedrichsfelder Straße bis zum Bahnhof für den Fahrzeugverkehr bis 17 Uhr gesperrt.

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