Einschulung

Dario (6) aus Dinslaken geht nun in die Grundschule

Eine Schultüte hat Dario, die ist fast so groß wie er selbst. Der Sechsjährige hat sie gemeinsam mit seinen Eltern in der Kita Düppelpunkt gebastelt.

Foto: Lars Fröhlich

Eine Schultüte hat Dario, die ist fast so groß wie er selbst. Der Sechsjährige hat sie gemeinsam mit seinen Eltern in der Kita Düppelpunkt gebastelt. Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.  Dario besucht seit diesem Schuljahr die Pinguinklasse der Bruchschule. Lieber als Pinguine mag er Haie. Die sind auf seinem Tornister zu finden.

Gefühlt hat Familie Lukasiewicz aktuell nahezu täglich einen Grund zum Feiern: Vor drei Tagen erst hat Sohn Dario seinen sechsten Geburtstag ganz groß gefeiert. Mit Mama Katarzyna und Papa Martin (beide 30). Mit seiner auch kürzlich erst ein Jahr alt gewordenen Schwester Mia. Mit Omas und Opas, mit seinen Tanten und Onkel, mit seinen Paten. Ein weiteres Mal mit seinen Freunden.

Gestern nun stand schon das nächste Großereignis vor der Tür: die Einschulung. Wie insgesamt 572 Kinder in Dinslaken wurde Dario am Donnerstag eingeschult. Ab diesem Schuljahr besucht er nun die Klasse 1 A an der Bruchschule. Die Pinguinklasse.

Dario mag Krokodile, seine Lieblingstiere sind Haie

Pinguine findet Dario nicht so toll. Lieber mag er Raubkatzen. Und Krokodile. All, die Tiere, die so ein bisschen gefährlich sind, wie er sagt. Am allerallerliebsten Haie. „Meine Lieblingstiere.“ Deshalb auch schmücken die Knorpelfische den Tornister des Sechsjährigen.

Ausgesucht hat er das Motiv selbst, natürlich! „Mir soll es ja gefallen“, hat er beim Einkauf gesagt und seine Mutter Katarzyna hat zugestimmt, weil auch der Komfort passte. Beides sei wichtig, sagt sie. „Schließlich soll der Tornister ja möglichst auch vier Jahr lang halten.“ Er war schließlich auch nicht ganz billig: Fast 200 Euro kostete die Tonne, Mäppchen und Sporttasche inklusive. Dazu gesellten sich noch Kosten für Turnschuhe und Sportkleidung, für Hefter, Stifte, Farbkasten & Co.

Eltern schauten der Einschulung gelassen entgegen

„Die Schule hat eine Liste angefertigt, deshalb war das mit dem Einkauf auch kein Problem“, sagt Mutter Katarzyna. Von Aufregung ist beim NRZ-Gespräch, das wenige Tage vor der Einschulung im Wohnzimmer des Einfamilienhauses im Bruch stattfindet, keine Spur. „Ich glaube, wir sind alle noch recht gelassen“, sagt der Papa. „Ich bin es gewohnt, dass so viel Trubel ist“, ergänzt die Mama.

Dario, der ist zwar hibbelig, aber nicht aufgrund seiner nahenden Einschulung. Eher wohl, weil draußen die Sonne scheint. Und, weil draußen im Garten und in der Sonne turnen und klettern natürlich spannender ist, als irgendwelche Fragen zur Schule zu beantworten.

Vorbote auf den Ernst des Lebens: Erste Hausaufgaben

Der Ernst des Lebens kommt schließlich noch früh genug. Ein Vorbote darauf liegt aber auch jetzt schon in der Küchenschublade: Darios allererste Hausaufgaben! Einen Zettel mit Zeichnungen hat er von seiner Klassenlehrerin bekommen, darauf soll Dario all das ausmalen, was er schon kann.

„Ich darf schon alles ausmalen, nur das Bild noch nicht, wo sich das Kind die Schleife am Schuh zubindet“, sagt Dario nicht ganz ohne Stolz in der Stimme und mit Blick auf das allererste Arbeitsblatt. Ein Namensschild soll er außerdem basteln. Das wird aber ein Klacks!

Dario turnt und klettert gerne, zudem mag er Rechnen

Seinen Namen nämlich, den kann Dario längst schreiben. „Ich denke aber, dass vor allem Mathe sein Fach wird“, sagt die Mama.

„Und alles, was mit Malen, Turnen und Klettern zu tun hat“, ergänzt der Papa. Bloß kein Fußball. „Mag ich nicht so“, sagt Dario. Wie gut, dass auf dem Schulhof der Bruchschule ein ganz tolles Klettergerüst steht . . .

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