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Das DRK in Dinslaken macht mobil - Mit neuem Fahrzeug

DRK-Vorstandsmitglied Dr. Kurt Gerritz, Geschäftsführer Markus Ivens sowie die beiden DRK-Mitarbeiter Galina Polle und Stefan Bendel (v.l.) stellten das neue Spezialfahrzeug vor. Damit kann der Verband drei Menschen im Rollstuhl oder acht Personen auf Sitzen transportieren.

Foto: Heiko Kempken

DRK-Vorstandsmitglied Dr. Kurt Gerritz, Geschäftsführer Markus Ivens sowie die beiden DRK-Mitarbeiter Galina Polle und Stefan Bendel (v.l.) stellten das neue Spezialfahrzeug vor. Damit kann der Verband drei Menschen im Rollstuhl oder acht Personen auf Sitzen transportieren. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Das Rote Kreuz bietet in Dinslaken, Voerde und Hünxe bereits seit vielen Jahren Fahrten für behinderte Menschen oder beeinträchtigte Senioren an.

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Der Weg ins Theater oder zu einem Konzert stellt für viele Menschen mit Behinderung sowie eingeschränkte Senioren oft ein großes Hindernis dar. Der ÖPNV ist vielerorts nicht gut ausgebaut und so beginnt die Suche nach Alternativen. Einige Unternehmen und Wohlfahrtsverbände bieten einen Fahrdienst für diese Personengruppen an. Das DRK ist einer davon.

Seit ein paar Wochen steht dem Kreisverband Dinslaken-Voerde-Hünxe ein weiteres, neues Spezialfahrzeug für die Beförderung von Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Darin ist Platz für drei Rollstühle oder alternativ für acht sitzende Fahrgäste.

Fahrdienst mit Tradition

Insgesamt weist das DRK einen Fuhrpark von fünf Bussen auf. „Wir sind damit im kompletten Kreis Wesel unterwegs. Bei Bedarf fahren wir eingeschränkte Personen sogar in den Urlaub, zum Beispiel an die Nord- oder Ostsee. Als Rückholdienst vom Flughafen kann man den Dienst auch nutzen“, erklärt Markus Ivens, der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes in Dinslaken.

Als einer der ersten Anbieter im so genannten Behindertenfahrdienst in der Umgebung befördert das DRK seit mehr als 35 Jahren Menschen mit Behinderungen in Spezialfahrzeugen. „Eine soziale Teilnahme am Leben ist für behinderte oder alte, eingeschränkte Menschen immens wichtig. Die, die keine Kinder haben, fahren wir zu ihren Verpflichtungen oder Treffen“, so Ivens.

Bedarf steigt weiter

Eine Seniorengruppe aus Drevenack nutze die Spezialfahrzeuge zum Beispiel häufiger. Einen gewissen Kreis an Stammkunden könne Ivens aber nicht festmachen. In einer Kartei, in der alle Personen notiert sind, die schonmal eine Fahrt gebucht haben, stehen über 950 Namen. „Eine junge Studentin transportieren wir zum Beispiel immer an die Uni in Duisburg. Die Albert-Schweitzer-Werkstätten sind ebenfalls ein Ziel, das wir sehr häufig anfahren“, sagt der Geschäftsführer.

In den vergangenen Jahren sei der Bedarf nach Fahrten für Menschen mit Behinderung weiter gestiegen. „Es müssen immer mehr Menschen gepflegt werden und durch unser Angebot entlasten wir beispielsweise Tagespfleger, die sich dann auf andere Bereiche ihrer Arbeit konzentrieren können“, erklärt Ivens. Er ist sich sicher, dass die Nachfrage nach den Fahrten in den kommenden Jahren aufgrund des demographischen Wandels weiter steigen wird.

Verschiedene Zuschüsse für Fahrten

Die Fahrten können von Fall zu Fall unterschiedlich bezahlt werden. „Entweder es gibt Zuschüsse der Städte oder Gemeinden oder eine Zuzahlungen der Krankenkassen. Einige bezahlen auch aus der eigenen Kasse“, sagt Ivens. Eine Mitgliedschaft beim DRK führe zu Sonderkonditionen bei Fahrten, merkt der Geschäftsführer an. Dies sei aber keine Voraussetzung für die Buchung eines Fahrzeugs.

Der Wohlfahrtsverband bekommt bei dem Angebot der Fahrten den Druck der Konkurrenz zu spüren. „Es gibt viele private Unternehmen, die solche Busdienste anbieten. Bei denen machen uns die Dumpingpreise aber zum Teil echt zu schaffen“, ärgert sich Ivens. Einige Privat- und Taxiunternehmen bieten in der Umgebung ebenfalls einen Behindertenfahrdienst an.

<<Informationen zum Fahrtangebot<<

Der DRK-Fahrdienst kann im gesamten Kreisgebiet Wesel in Anspruch genommen werden. Unter der Telefonnummer 02064/4468-11 können sich Interessierte melden. Anrufe werden zwischen 6 und 22 Uhr entgegen genommen.

Der Grundpreis für eine Fahrt beträgt 20,90 Euro. Die ersten elf Kilometer sind kostenlos. Danach werden 1,90 Euro pro Kilometer erhoben. Weitere Informationen zu den Fahrten und anderen Diensten des DRK gibt es unter www.drk-dinslaken.de.

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