KUNDGEBUNG

Das ist das Programm der Dinslakener Demo gegen Rechts

Kreftich rocken mit den Jukebox Heroes, Beatmartin und Redlight 6 gemeinsam gegen Rechts. 

Foto: Heiko Kempken

Kreftich rocken mit den Jukebox Heroes, Beatmartin und Redlight 6 gemeinsam gegen Rechts. 

Dinslaken.   Burghofbühne Dinslaken und Bündnis gegen Rechts rufen mit weiteren Mitstreitern zur Demo am 14. September für ein demokratisches Deutschland auf.

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Das Theater ist ein Ort der kritisch-künstlerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Von daher führte man auch bei der Burghofbühne schon länger besorgte Gespräche, „was derzeit in erschreckend hohem Tempo an Stimmungsmache in diesem Land passiert, wie bewusst Falschmeldungen und Verkürzungen gestreut werden und menschliche Schicksale instrumentalisiert werden“, so Intendant Mirko Schombert. Nun, unter den Eindrücken der letzten Tage, bleibt es nicht bei den Gesprächen im geschlossenen Kreis.

Nach der Kundgebung gibt’s „Rock gegen Rechts“

Wie berichtet, rufen die Burghofbühne Dinslaken gemeinsam mit dem Dinslakener Bündnis gegen Rechts, den Gewerkschaften GEW und DGG und zahlreichen Privatpersonen mit Unterstützung von „Demokratie leben“ zur „Demo und Kundgebung gegen Rechts“ am Freitag, 14. September, um 18 Uhr auf dem Altmarkt auf. Der Weg führt nach einigen kurzen Ansprachen auf dem Altmarkt durch die Fußgängerzone über die Bahnstraße zum Bahnhof.

Dort endet die Demo. Aber damit ist der Aktionstag gegen Rechts in Dinslaken noch lange nicht beendet. Um 19.30 Uhr beginnt auf dem Tenterhof ein „Rock gegen Rechts“ Open-Air-Festival. Jukebox Heroes, Beatmartin, Redlight 6 und Kreftich spielen je eine halbe Stunde. Auf die Gage haben sie verzichtet, der Eintritt ist frei.

„Ein öffentliches Signal in der Stadt setzen“

Es war der Burghofbühnentechniker Christof Köster, der in der letzten Woche den Vorschlag für das Festival machte und sich dafür bereit erklärte, es ehrenamtlich zu organisieren und die Bands anzusprechen, berichtet Mirko Schombert. Aus dieser Idee heraus entstand dann die Initiative zur Demo. „Wir wollten nicht nur eine einzelne Veranstaltung auf dem Tenterhof, sondern ein öffentliches Signal in der Stadt setzen.“

So entstand die Idee

Beim Fußballspiel in Lohberg traf Mirko Schombert Ali Kaya vom Bündnis gegen Rechts. Dieser wiederum brachte Michaela Eislöffel, Vorstand des Kreisverbandes Wesel der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit ins Gespräch. Denn diese hat sich schon vor Monaten zur besseren Vernetzung an das Bündnis gegen Rechts gewandt. Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft diskutierten in den eigenen Reihen über eine Verrohung der Sprache und das einschleichen rassistischer Gedanken und forderten bei ihrer Jahreshauptversammlung die Vorstände der Kreisverbände auf, öffentlich Position zu beziehen.

Das Bündnis gegen Rechts gibt es bereits seit mehreren Jahren. Und so lange veranstaltet es „Rock gegen Rechts“-Konzerte, zuletzt immer im ND-Jugendzentrum. „Es wäre ohnehin wieder an der Zeit gewesen“, so Ali Kaya, „als jetzt wegen der aktuellen Ereignisse die Frage von Mirko Schombert kam, ob das Konzert nicht auf dem Tenterhof aufgezogen werden könne. Super Sache!“

„Wir wollen zeigen, dass es uns gibt“

Mit der Demo möchte das Bündnis gegen Rechts in Dinslaken ein Zeichen setzen: „Wir wollen zeigen, dass es uns gibt.“

Bis dahin muss vieles organisiert werden. Die Flyer mit dem Aufruf zur Kundgebung sind gedruckt, bereits gestern Abend bei der Premiere von „Mutter Courage“ konnte die Burghofbühne sie an ihr Publikum verteilen. Aber es gibt noch mehr zu tun - von der Beschaffung der Beschallung auf dem Altmarkt bis zum Imbisswagen für das Open-Air-Konzert. Jeder hilft mit, Mirko Schombert berichtet von der „What’s App“-Gruppe, über die sich auch viele Privatpersonen einbringen.

„Wir haben lange genug beobachtet, geschwiegen und gehofft. Keinen Tag länger rassistisches Denken, Reden und Gewalt!“ heißt es im Aufruf zu der Kundgebung. „Für ein freies, friedliches und demokratisches Deutschland, welches geprägt ist von Solidarität und Mitmenschlichkeit. Für ein angstfreies Miteinander.“ Eine positive Botschaft, so Schombert, aber der Aufruf habe in den sozialen Medien auch schon vereinzelte Gegenbewegungen ausgelöst.

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