Sozialarbeit

Der Awo-Ortsverein Voerde löst sich wegen Überalterung auf

Herbstfest des Awo-Ortsvereins Voerde in der Fischerhütte in Löhnen.

Herbstfest des Awo-Ortsvereins Voerde in der Fischerhütte in Löhnen.

Voerde.   Neue Organisationsform wegen Überalterung: Voerde wird bald ein Stützpunkt des Awo-Kreisverbandes. Angebote des Vereins vor Ort sollen bleiben.

Den Awo-Ortsverein in Voerde wird es in Zukunft in seiner bisherigen Form nicht mehr geben. „Der Verein löst sich auf, wird aber dafür ein Stützpunkt der Awo“, erklärt der bisherige Ortsvereinsvorsitzende Reinhard Krüger.

Es fehlte schlicht und ergreifend an jungem Nachwuchs – gerade für die Vorstandsarbeit des Vereins. „Das Alter im Vorstand ist im Schnitt zwischen 72 und 73 Jahren. Das ist etwas alt“, sagt Reinhard Krüger. Zudem seien dem Awo-Ortsverein auch einige ehrenamtliche Mitarbeiter weggebrochen und ebenso einige Spenden. „Es gibt einige Dinge, die wir nicht mehr machen können, weil uns die Ehrenamtler dafür fehlen“, so Krüger.

Angebote sollen bestehen bleiben

Die Umwandlung in einen Awo-Standort hat zur Folge, dass die üblichen Verwaltungsaufgaben wie etwa die Mitgliederverwaltung in Zukunft vom Awo-Kreisverband übernommen werden. „Die Arbeit der Ehrenamtler wird an den Treffpunkten in Voerde weitergeführt“, erklärt Reinhard Krüger. Er selbst wird auch weiterhin als Ansprechpartner der Begegnungsstätten und Institutionen im Stützpunktgebiet verantwortlich bleiben.

„Die Angebote, die wir momentan hier haben, bleiben weiter bestehen“, sagt Reinhard Krüger. Eine gute Nachricht für die Menschen, die regelmäßig die Angebote der Arbeiterwohlfahrt auf dem Voerder Stadtgebiet nutzen.

Angebot werde viel genutzt

Sowohl das Klöncafé und Marktfrühstück in Friedrichsfeld als auch die regelmäßigen Treffen in der Awo-Begegnungsstätte Möllen und dem Awo-Treff im DRK-Heim in Voerder sollen erhalten bleiben. „Die Menschen kommen nach wie vor zu uns“, sagt Reinhard Krüger.

Knapp 100 Mitglieder hat der Awo-Ortsverein Voerde noch. „Für diese Menschen wäre es schade, wenn es die Begegnungsstätten nicht mehr gäbe“, sagt Reinhard Krüger. „Die Menschen sind sehr dankbar für das Angebot.“ Viele Rentnerinnen und Rentner nutzen das Angebot der Arbeiterwohlfahrt in Voerde gerne und treffen sich regelmäßig in den Awo-Begegnungsstätten.

Hoffnung bleibt

Für Reinhard Krüger dürfte es für die Senioren, angesichts des demografischen Wandels der Gesellschaft, aber gerne noch mehr Angebote geben. „Gerade in der heutigen Zeit wäre das angebracht“, sagt Krüger. Er wünscht sich auch, dass die entsprechenden Angebote mehr finanzielle Unterstützung erfahren. „Wir hoffen, dass uns nicht noch mehr Gelder wegbrechen“, sagt er.

Denn die Awo ist ein gemeinnütziger Verein und darf keine Gewinne erwirtschaften. Zudem wäre es für Krüger auch undenkbar, einige Preise – etwa die für die Getränke, die es bei den Awo-Begegnungsstätten gibt – zu erhöhen. „Wir können keine Preise nehmen, wie in der Gastronomie. Das könnten sich viele nicht leisten“, sagt Krüger.

So bleibt an dieser Stelle vor allem die Hoffnung. Trotzdem soll sich, abgesehen von der neuen Organisationsform, in nächster Zeit erst einmal nichts am Angebot der Awo auf dem Voerder Stadtgebiet ändern.

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