Weihnachtsmarkt

Der Ortskern von Krudenburg wurde zum Weihnachtsdorf

Einmal im Jahr tummeln sich hunderte Menschenin der Dorfstraße von Krudenburg.

Foto: Markus Joosten

Einmal im Jahr tummeln sich hunderte Menschenin der Dorfstraße von Krudenburg. Foto: Markus Joosten

Hünxe.   Wenn sich im beschaulichen Hünxe-Krudenburg die Fenster öffnen und alls hübsch dekoriert ist, dann läuft hier der etwas andere Weihnachtsmarkt.

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Am Samstag zog Krudenburg wieder alle Freunde besonderer Weihnachtsmärkte an. Zahlreiche Besucher aus dem gesamten Kreis und sogar dem Ruhrgebiet waren gekommen, um an mehr als 50 Ständen Spezialitäten und Selbstgemachtes zu erwerben und durch die schmalen Gassen zu flanieren.

Dabei schien es, als wollten sich die Bewohner mit der Dekoration ihrer Häuser und Fenster gegenseitig übertreffen – Krudenburg glich einem Weihnachtsdorf.

Dorfrundfahrt mit einer kleinen Kutsche

Vor dieser Kulisse wurden lokale Köstlichkeiten, wie beispielsweise der „Krudenburger“ angeboten. Zum zweiten Mal wurde auch der Burgvorplatz als Stellfläche genutzt und gab den Blick auf die Reste der Burganlage für die Gäste frei.

Mit einer kleinen Kutsche, gezogen von drei Shetlandponys, konnten die Besucher eine Dorfrundfahrt machen. An den Ständen und aus den Hausfenstern oder Garagen heraus verkauften die Anbieter selbst hergestellte Dekorationen wie Gestecke, Kränze oder Holzfiguren. Dazu gab es viel Selbstgestricktes und -genähtes, wie Mützen, Schals, Socken, Handschuhe oder Kinderkleidung in allen Farben und Mustern.

Mit witzigen Sprüchen bedruckte Kissen und Jutebeutel zogen ihre Blicke ebenso auf sich wie Christbaumanhänger in Walnussschalen. Natürlich durften auch Konfitüren, Liköre, verschiedene Senfsorten und Weihnachtsplätzchen nicht fehlen.

Winterlich kalt, aber weder regnerisch noch windig

Für hungrige und durstige Gäste waren die Krudenburger sehr gut gewappnet: Die Besucher konnten zum Beispiel Suppen aus einem runden Brot statt eines Tellers löffeln. Außerdem versprachen das „Frittenfenster“ und das „Kartoffelhaus“ leckere warme Speisen. Dazu gab es die Klassiker wie Reibekuchen oder Glühwein. Ein Drehorgelspieler und der Voerder Posaunenchor sorgten für die passende musikalische Begleitung.

Schon am frühen Nachmittag war der Markt hervorragend besucht – und das, obwohl die Zahlen erfahrungsgemäß noch einmal in die Höhe schnellen, sobald es dunkel wird. Deshalb war Dirk Zimmer, Mitorganisator des Marktes, sehr zufrieden. Zum Glück spielte auch das Wetter mit und es war zwar winterlich kalt, aber weder regnerisch noch windig.

„Größer soll der Markt nicht werden“

In Zimmers Augen spielt vor allem das „breit gefächerte Angebot“ eine große Rolle: „Dabei liegt der Fokus auf Angeboten und Spezialitäten aus Krudenburg.“ Er erklärte allerdings: „Größer soll der Markt nicht mehr werden. Die letzten Jahre ist die Veranstaltung stark gewachsen, und unsere Kapazitäten sind langsam ausgeschöpft.“

Dabei spielen nicht nur die Energieversorgung, der nutzbare Raum und die Parkplatzsituation eine Rolle, sondern auch das Wohlbefinden der Anwohner. Die Idee entstand 1999. Der Plan war der „Verkauf aus den Fenstern heraus“, so Ina Kreuzner vom Organisationsteam. „Seitdem hat sich der Markt entwickelt, aber eins ist geblieben: Das ganze Dorf macht mit und es herrscht trotz der Menschenmenge eine freundliche, entspannte Stimmung.“

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