Verwaltung

Der Personalrat der Stadt Dinslaken macht Druck

Der Personalrat der Stadt Dinslaken fordert mehr Stellen für die Verwaltung. Probleme gebe vor allem in den Bereichen Kitas und Grünflächen.

Der Personalrat der Stadt Dinslaken fordert mehr Stellen für die Verwaltung. Probleme gebe vor allem in den Bereichen Kitas und Grünflächen.

Foto: NRZ

Dinslaken.   Beschäftigtenvertretung fordert mehr Personal für Kindergärten und Grünflächen. Stadt könne Verkehrssicherungspflicht nicht nachkommen.

Wegen des städtischen Personalmangels könnten nicht mehr alle Kitas einen geordneten Tagesablauf gewährleisten. Auch sei die Stadt allein nicht in der Lage, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Das schreibt der Personalrat der Stadt in einer Stellungnahme zum Stellenplan der Verwaltung für das Jahr 2018 an Bürgermeister Michael Heidinger.

Zwei „Problembereiche“

Auf dem Papier, so der Personalrat, weise der Stellenplan 2018 insgesamt 31,52 neue Stellen gegenüber dem Stellenplan 2017 aus. Bei zwei Drittel dieser Stellen handele es sich jedoch um Entfristungen - somit falle die vom Personalrat geforderte Aufstockung „eher marginal“ aus. Bei den verbliebenen Stellen handele es sich nicht um eine Aufstockung der „Problembereiche“

Externe Firmen müssten beauftragt werden

Im Bereich Grünflächen „kann die Verkehrssicherungspflicht durch den politisch gewollten Verzicht auf 20 Mitarbeiter nicht in Gänze gewährleistet werden.“ In der Vergangenheit mussten externe Firmen dafür beauftragt werden, so der Personalrat.

„Geordneten Ablauf bei Kitas sicherstellen“

Auch bei den Kindertagesstätten müsse „schnellstens“ an Lösungen gearbeitet werden, um die „Mitarbeiterinnen zu entlasten und einen geordneten Ablauf im gesamten Bereich der Kindertagesstätten sicherzustellen“, so der Personalrat. Allgemein stelle sich die Nachbesetzung von Stellen immer schwieriger dar. „Dieses Problem ist nicht zuletzt den zeitlich befristeten Stellen geschuldet“, von denen besonders der technische Bereich und die Kitas betroffen seien. In den Kitas seien mehrfach Drei-Monats-Verträge geschlossen worden, die den Betroffenen „keine Zukunftsplanung“ ermöglichen würden. Die Stadt hingegen spricht von Problemen, Personal zu finden.

Stadt stockt um 14 Stellen auf

Im Bereich der Kindertagesstätten will die Stadt Abhilfe schaffen. Eine Veränderungsliste zum Stellenplan sieht aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Kita-Plätzen für den Bereich 14,77 Stellen mehr als ursprünglich vor.

879 städtische Bedienstete kosten 64 Millionen Euro

Insgesamt hätte die Stadtverwaltung dann 879 Bedienstete, davon 233 Beamte und 646 Angestellte. Die Gesamtaufwendungen für Personal und Versorgung (etwa Pensionsrückstellungen) sind im städtischen Haushaltsplan 2018 mit 64 Millionen Euro beziffert, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 12 Millionen Euro davon sind Beamtenbezüge, 28 Millionen Euro die Vergütung der Angestellten. Grund für die Kostensteigerung sind auch Tariferhöhungen. Die Personalkosten machen 28 Prozent des städtischen Etats aus. Seit der Reintagration des städtischen Bauhofs im Jahr 2012 stiegen die Aufwendungen für Personal, Rückstellungen und Versorgung von 48 auf 64 Millionen Euro. Damals hatte die Stadt 774 Beschäftigte – 221 Beamte und 553 Angestellte.

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