Architektur

Der Traum vom Bauhaus

Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Hünxe.   In Hünxe öffnen zum Tag der Architektur zwei Familien ihre Häuser, die sie nach ganz individuellen Vorstellungen gebaut haben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zwei Häuser, zweimal Bauhausstil und doch jeweils eine so individuelle Architektur, dass die beiden Gebäude nur eines eint: die Moderne. Die mögen die Familien Arsic und Drewes aus Hünxe, die zum Tag der Architektur an diesem Wochenende ihre Häuser für Besucher öffnen.


Offene Galerie: Sechs Meter ist die Decke im zweigeschossigen Essraum der Familie Drewes hoch. Eine großflächige Flachdachverglasung mit Galerieumrandung setzt den offen gestalteten Raum in Szene. Der Blick des Besuchers wandert unweigerlich als erstes nach oben in den Himmel. Als nächstes auf die Treppe, die aus nichts als Stufen besteht. Ein Geländer sichert die Kragarmtreppe ab – aus Sicherheitsgründen für den Nachwuchs. „Es war gar nicht leicht, jemanden zu finden, der solche Treppen baut“, erinnert sich Thorsten Drewes. Die Familie hatte sich bewusst für ein Bauhaus entschieden und musste nach einem geeigneten Grundstück suchen.

In Dinslaken hatten sie keines gefunden, auf dem sie zum Beispiel das Flachdach hätten verwirklichen dürfen. Hinzu kommt: „Wir haben ein Mehrgenerationenhaus in die Breite gebaut, meine Eltern wohnen nebenan“, sagt Karen Drewes, die aus Dinslaken kommt. Schließlich wurden sie im Hünxer Neubaugebiet An der Alten Bergschule fündig. Das Architekturbüro Quittmann setzte ihre Vorstellungen um. Das Haus bietet 700 Quadratmeter Grundstück, 280 Wohnfläche, nur einen Technikraum für beide Wohnparteien. Die Beheizung erfolgt über eine Erdwärmepumpe mit Erdakku und Dachkollektor. Zur Stromerzeugung wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Innenarchitektonisch ist neben der offenen Galerie und Treppe auch der Kamin ein Hingucker: Schaut aus wie aus Beton, ist aber Strukturputz.

Helle Räume, eine moderne Struktur und keine Dachschrägen. Familie Arsic wusste genau, was sie wollte. Mit einem ersten Entwurf gingen sie zum Architekten und fanden in Jens Engel jemanden, der verstand, worauf es dem Paar ankam. Der zweigeschossige, teilweise weiß gestrichene Flachbau ist nicht unterkellert, bietet großzügige Überdachungen an Terrasse und Eingang, 165 Quadratmeter Wohnfläche, hat zwei Wärmepumpen mit zwei Tiefenbohrungen, eine Lüftungsanlage – und eine intelligente Gebäudetechnik mit einer SPS Elektroinstallation steuerbar über iPad, iPhone oder Android Handy.

Auch die Arsics hatten zunächst in Dinslaken versucht, ein Grundstück zu finden. „Das war schwierig“, sagen sie. Letztlich wurde es Hünxe. Am Waldheideweg gab es was Passendes. Architekt Jens Engel weiß aus Erfahrung, „dass Baugrundstücke rar sind“. Seit November wohnen die Arsics nun mit ihrem Hund in ihrem „intelligenten“ Traumhaus mit offener Küche und einem integriertem Rauchmelder, der bei Gefahr den Herd von selbst direkt ausschaltet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben