Drei Tenöre

„Die himmlische Nacht der Tenöre“ gastierte in Dinslaken

Die drei Tenöre auf der Bühne des Ledigenheims: Georgios Filadelfefs (v.l.n.r.), Aleksander Krunev und Ivalyo Yovchevbegeisterten das Publikum.

Foto: Markus Joosten

Die drei Tenöre auf der Bühne des Ledigenheims: Georgios Filadelfefs (v.l.n.r.), Aleksander Krunev und Ivalyo Yovchevbegeisterten das Publikum. Foto: Markus Joosten

Dinslaken.   „Die himmlische Nacht der Tenöre“ gastierte im Lohberger Ledigenheim. Hauptakteure begeisterten ihr Publikum mit ihren wunderbaren Stimmen.

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Gemeinsam stehen die drei Tenöre Aleksander Krunev, Ivaylo Yovchev und Georgios Filadelfefs auf der Bühne des Lohberger Ledigenheims. Gemeinsam stimmen sie das bekannte Lied „Santa Lucia“ an. Abwechselnd singen die Sänger die Strophen des Stückes. In der Mitte der Bühne dreht sich Aleksander Krunev zu beiden Seiten, tippt seinen Kollegen auf die Schultern und fordert sie auf, sich an den ausladenden Bewegungen zu beteiligen, mit denen er die typischen Bewegungen eines venezianischen Gondolieres nachahmt. Derweil stimmt Georgios Filadelfefs die letzte Strophe des Stückes in einer leisen und glockenhellen Kopfstimme an, bevor seine beiden Mitsänger lauthals zum Ende des Stückes wieder mit in den Gesang einstimmen und einige Zuschauer zu überraschten Ausrufen bringen.

Die drei Tenöre begeistern mit ihren kräftigen, ausdrucksstarken Stimmen, vor allem, wenn sie gemeinsam auf der Bühne stehen und Lieder wie das „Ave Maria“ von Bach und Gounod oder das bekannte Weihnachtslied „Adeste Fidelis“ anstimmen. Aber auch einzeln demonstrieren die drei Sänger ihre beeindruckende Stimmgewalt. Dabei glänzt vor allem Aleksander Krunev mit einer besonderen Variabilität seiner Stimme. So stimmt er, in der Rolle des Baritons, gemeinsam mit Ivaylo Yovchev das Lied „Dio che nell ‘alma“ aus der Verdi-Oper „Don Carlos“ an. Emotional singt Georgios Filadelfefs das Stück „Passione“ und Ivaylo Yovchev überzeugt mit „E lucevan le stelle“ aus der Puccini-Oper „Tosca“.

Humoristische Einlagen sorgen für Auflockerung

Für Auflockerung sorgen dabei immer wieder humoristische Einlagen, bei denen sich besonders Aleksander Krunev hervortut. Der Tenor stellt teilweise in leichten Pantomimen den Inhalt der Stücke dar, verlässt die Bühne, um Damen im Publikum zum Tanz aufzufordern, oder setzt sich in die Reihen der Zuschauer, um urplötzlich lautstark in den Gesang seiner beiden Mitsänger einzustimmen, die vorne auf der Bühne stehen. Dass er zwischendurch das Publikum dazu animiert, noch lauter Applaus zu spenden, als ohnehin schon, gehört da natürlich auch mit dazu.

Für musikalische Abwechslung sorgt das Orchester, bestehend aus Milena Ivanova (Violine), Evgenia Palazova (Violine), Neil Hazan (Violoncello) und Velentina Vassileva-Filadelfefs (Keyboard). Mit Stücken wie dem „Adagio Albinoni“, bei dem Valentina Vassileva-Filadelfefs mit Orgelklängen die Streicher begleitet bis hin zum „Csárdás“ von Vittorio Monti, bei dem Milena Ivanova in der Mitte der Bühne steht und die Finger über die Saiten ihres Instruments fliegen lässt, begeistern die Instrumentalisten die Zuschauer.

Auch das Publikum darf Musikalität unter Beweis stellen

Am Ende des Konzertes darf das Publikum dann selbst seine Musikalität unter Beweis stellen. Zuerst feuern die drei Tenöre die Zuschauer an, den Takt des Abschlussstückes „Funiculi, Funicula“ mit zu klatschen und stimmen dann mit dem Publikum noch einige Weihnachtslieder an. Stehender Applaus zum Abschluss des Konzerts.

>> DIE HIMMLISCHE NACHT DER TENÖRE

Noch bis Mitte März touren die Sänger und Instrumentalisten mit dem Programm „Die himmlische Nacht der Tenöre“ durch Deutschland.

Die Musiker stammen größtenteils aus Bulgarien und sind dort in namhaften Ensembles und Opernhäusern engagiert, aber teilweise auch weltweit auf Bühnen zu finden.

Gut zwei Stunden dauert das Programm mit Tenören und Ensemble, in dem das Publikum auf eine Reise durch die Welt der Oper mitgenommen wird.

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