Gastronomie

Neustart der Gastronomie im Haus Voerde noch nicht in Sicht

Die Stadt sucht nach wie vor nach einem Pächter für die Gastronomie im Haus Voerde.

Die Stadt sucht nach wie vor nach einem Pächter für die Gastronomie im Haus Voerde.

Foto: Hans Blossey / FFS

Voerde.  Die Küche im Wasserschloss Haus Voerde ist weiterhin kalt. Laut Bürgermeister Dirk Haarmann ist die Stadt mit Interessenten im Gespräch.

Das Schild, das den Namen des ehemaligen Restaurants im nahe gelegenen Wasserschloss an der Allee trägt, steht noch an der Einmündung zur Frankfurter Straße – die Küche im „El Basco“ aber ist schon seit einigen Monaten kalt. Und ein Neuanfang zeichnet sich konkret im Moment noch nicht ab. Zum 30. Juni soll der bisherige Pächter, der sich aus persönlichen Gründen zu diesem Schritt entschlossen hat, seinen Gastronomiebetrieb im Haus Voerde eingestellt haben. Der Pachtvertrag mit der Stadt, Eigentümerin des Wasserschlosses, ist zum 1. Oktober ausgelaufen, wie Bürgermeister Dirk Haarmann auf NRZ-Nachfrage sagt.

Noch ist nicht in Sicht, ob und wann es in dem illustren Gebäude an der Allee wieder einen Gastronomiebetrieb geben wird. Die Stadt ist nach Angaben des Bürgermeisters mit Interessenten im Gespräch. Im Februar hatte sie, nachdem klar war, dass der bisherige Betreiber aufhören wird, die Verpachtung öffentlich ausgeschrieben. Dann, drei Monate später hieß es, dass sich eine Nachfolge abzeichne. Nicht lange, und es folgte die Ernüchterung: Der Interessent, von dem es bereits eine Zusage gegeben habe, sprang ab und die Suche musste von Neuem beginnen.

Bürgermeister: Objekt lässt nicht jede Art von Gastronomie zu

Die Einnahmeausfälle für die Stadt durch die Nichtverpachtung des Gastronomiebetriebs, der neben dem Restaurantbereich und der Terrasse auch den Saalbetrieb beinhaltet, will Haarmann nicht zu hoch bewerten. „Die Konditionen sind fair“, betont er in diesem Zusammenhang. Vielmehr sei ihm sehr daran gelegen, dass das Objekt belebt werde. „Wir sind in alle Richtungen offen“, unterstreicht Haarmann. Ziel aber sei es, den Wert des Hauses nicht mit einer Nutzung „herabzusetzen“, die dort nicht hinein passe. Das Objekt lasse nicht jede Art von Gastronomie zu.

Die Stadt erwartet vom neuen Pächter ein „wirtschaftlich ausgereiftes, inhaltlich durchdachtes und dem Image des historischen Wasserschlosses“ entsprechendes Konzept, das in „zuverlässiger Weise“ betrieben werden kann. Auch wird Erfahrung in der Führung von Gastronomiebetrieben im „gehobenen“ Segment vorausgesetzt und soll der Betreiber eigenverantwortlich die Attraktivität des Gebäudes und dessen Umgebung fördern, wie es in der Ausschreibung formuliert war.

Räume wurden laut Verwaltungschef renoviert

Haarmann nennt das Haus Voerde mit Hinweis darauf, dass der Pächter sein Geschäftsfeld dort nicht allein im Restaurantbereich und in der Außengastronomie finde, „hochattraktiv“. Dieser habe ein Alleinnutzungsrecht für den Saal, den nur die Stadt für Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt beanspruchen könne. Die Räume befänden sich in einem „guten Zustand“, diese seien renoviert, die Parkettböden geschliffen und geölt worden.

Ob es noch in diesem Jahr zu einer Lösung kommt, kann Haarmann aktuell nicht abschätzen. Für den Betreiber wäre ein Start in 2019 aus seiner Sicht insofern interessant, als dass dieser noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen könne. Sollte der Gesprächsfaden mit den Interessenten, mit denen die Stadt zurzeit in Kontakt sei, abreißen, werde eine neue Ausschreibung erwogen.

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