Eismärchen

Die Proben fürs Eismärchen gehen in die heiße Phase

„Anja’s Kids on Ice“ wollen das Publikum in diesem Jahr mit der „Reise zu den Sternen“ verzaubern.

„Anja’s Kids on Ice“ wollen das Publikum in diesem Jahr mit der „Reise zu den Sternen“ verzaubern.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   „Anja’s Kids on Ice“ befinden sich in den letzten Trainings für das diesjährige Dinlakener Eismärchen „Die Reise zu den Sternen“.

„Und wie heiß die Phase ist“, erzählt Anja Reichelt, Leiterin der Eistheaterschule „Anja’s Kids on Ice“ und Autorin der Märchen, nach der Probe. „Wir trainieren heute schon seit 8.50 Uhr und beenden das Training um 12 Uhr.“ Wer aber denkt, dass der Tag dann vorbei wäre, liegt falsch. Da es dieses Jahr erstmalig drei Shows in Ratingen gibt, werden im

Anschluss an das Training dort noch Flyer verteilt. „Das ist für uns natürlich ein großer Mehraufwand und eine neue Welt, aber auch eine Chance das Programm außerhalb von Dinslaken aufzuführen“, erzählt Dominik Reichelt, Sohn von Anja Reichelt, der bereits seit elf Jahren im Eismärchen mitspielt.

„Ein Junge auf dem Eis, der dazu auch noch singen kann“, lacht Dominik Reichelt, „gibt es ja nicht so oft.“ Der Jura-Student wohnt hauptsächlich in München, ist aber jetzt in der heißen Phase der Proben ständig in Dinslaken. „Ich kümmere mich zum großen Teil um die Vertonung unserer selbst komponierten Stücke, ein Hörspiel erscheint bald, und meine Hauptrolle muss bei der Show natürlich auch sitzen. Das erfordert viel Training.“

180 Eisläuferinnen machen mit

Viel Training haben die rund 180 Eiskunstläuferinnen, die allesamt bei der

Show mitwirken, das ganze Jahr über. „Unser Training ist in drei Sequenzen aufgeteilt: Von Januar bis März werden Formationen und Ausdruck auf dem Eis geübt, von April bis zum Anfang der Sommerferien geht es aufs Tanzparkett und es wird trocken geübt. Am Anfang der Ferien geht es zwei Wochen in das Olympia-Eislaufzentrum in Garmisch-Patenkirchen. Hier wird intensiv in kleinen Gruppen trainiert und geschaut, wer welche Rolle in der Show bekleidet. Von dem Zeitpunkt an wird sich nur noch auf das Märchen vorbereitet“, berichtet Karin Kamps, Mutter von Anja Reichelt, die den Eiskunstlauf 1982 in die Eishalle Dinslaken gebracht hat.

Zwölf Trainerinnen arbeiten mit den Darstellern

„Die Hauptshowgruppe trainiert bis zu drei Mal, die anderen Gruppen treffen sich mindestens ein Mal die Woche zum Training. Jetzt in der heißen Phase natürlich auch öfter, wenn es irgendwo noch etwas hapert“, berichtet Anja Reichelt. Insgesamt zwölf Trainerinnen, die auch im Märchen mitwirken, coachen die Schauspielerinnen im Alter von drei bis 35 Jahren.

Manche Kinder sind erst drei Jahre alt

Wenn alles mal nicht so ganz klappt, ist das aber kein Beinbruch, erzählt Hauptdarsteller Dominik Reichelt: „Die Kinder sind teilweise drei Jahre alt und freuen sich einfach vor einem Publikum auf dem Eis zu stehen. Da ist es nicht schlimm, wenn mal einer hinfällt oder der ein oder andere Schritt nicht so klappt. Mehr Applaus als wir Hauptdarsteller bekommen sie allemal.“

„Es wird emotional, märchenhaft“

Neben Dominik Reichelt sind noch drei weitere Hauptdarstellerinnen im Märchen vertreten. Eine davon ist Isabelle Kurz: „Das ist inzwischen mein 18. Märchen und ich bin super gerne dabei. Die Wochenenden sind immer sehr voll, da wir oft Training haben, aber nach der Show weiß man, wofür dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Wenn man die strahlenden Augen der Kinder sieht, dann hat man alles richtig gemacht.“ Im Eismärchen spielt sie einen Schutzengel, mehr darf allerdings noch nicht verraten werden.

„Ich mag alle mein Stücke, aber dieses wird besonders“, freut sich Anja Reichelt. „Es wird emotional, märchenhaft und die Zuschauer können dem stressigen Alltag für einige Zeit entfliehen.“ Die Gäste können sich in jedem Fall am zweiten und dritten Adventwochenende auf ein Märchen freuen, dass von der großen „Eistheater-Familie“ mit viel Liebe inszeniert wird.

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