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Die Ring-Apotheke in Hiesfeld hat einen neuen Inhaber

Marc Kriesten, der Inhaber der Glückauf-Apotheke, übernimmt auch die Ring-Apotheke.

Foto: Heiko Kempken

Marc Kriesten, der Inhaber der Glückauf-Apotheke, übernimmt auch die Ring-Apotheke. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Marc Kriesten übernimmt auch die Ring-Apotheke. Schwerpunkt soll auf Kinder und ihre Arzneimittel gerichtet sein. Ab 3. Januar ist sie geöffnet.

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Die Hiesfelder können aufatmen – sie behalten ihre Ring-Apotheke an der Kirchstraße 6, wenn auch unter anderer Leitung. Kurt-Stephen Hesse übergibt seine Apotheke an Marc Kriesten, Inhaber der Glückauf-Apotheke an der Sterkrader Straße. Quasi ein paar Meter weiter, gleich um die Ecke.

Apotheker haben Nachwuchssorgen

Auf der einen Seite würden immer mehr Apotheken schließen, erzählt Marc Kriesten, auf der anderen Seite konzentriere sich die verbleibende Apothekenzahl auf immer weniger Inhaber. Das sei der immer schwierigeren Lage auf dem Gesundheitsmarkt geschuldet, ist sich Kriesten sicher. Denn ein Apotheker stehe einerseits in seiner Pflicht, Patienten ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen, sie zu informieren und zu beraten, andererseits aber ist er auch ein Unternehmer, muss zusehen, dass seine Angestellten bezahlt werden, die Apotheke nicht nur kostendeckend arbeitet. Wirtschaftlich funktioniere dies aber nicht mehr so wie in den 70er Jahren, so Kriesten. Und gibt zu, dass der Versandhandel nur einen Teil der Misere ausmache, der andere liege beim derzeitigen Gesundheitsgesetz.


Der Apothekerberuf habe Nachwuchssorgen, niemand wolle sich mehr auf das Abenteuer einer eigenen Apotheke einlassen. „oft verdient der Inhaber einer Apotheke weniger als seine Angestellten“, sagt Marc Kriesten. 7600 von 20 000 Apotheken in ganz Deutschland arbeiteten defizitär, viele würden trotzdem weitergeführt, „ein leises Sterben bahnt sich hier an“. Hier müsse die Bundesregierung endlich eingreifen und verbindliche Regeln schaffen, die Finanzierungsfrage der Apotheken (nicht der Apotheker) müsse endlich geklärt werden. „Die Regierung muss endlich einen Weg finden, wie der Gesundheitsmarkt zukünftig aussehen soll“, so Kriesten.

Warenlager wird erweitert

Wie seine neue Ring-Apotheke aussehen wird, das weiß Kriesten allerdings. „Sie wird in den nächsten Wochen erst einmal ein wenig aufgehübscht, wie auch die Glückauf-Apotheke renoviert wird. Auch soll die Ring-Apotheke nicht einfach als zweite Apotheke nebenher laufen sondern dort soll der Schwerpunkt auf Kinderarzneimitteln liegen sowie auf der Information der Eltern. „Aber natürlich wird es dort auch wie gewohnt den regulären Betrieb mit allen erdenklichen Arzneimitteln geben,“ verspricht der neue Besitzer. Außerdem wird das Warenlager im Laufe der Zeit erweitert werden, so dass Kunden nicht auf eine Bestellung warten müssen.

Angestellte werden übernommen

Selbst auf ihre vertrauten Gesichter brauchen die Hiesfelder Kunden nicht verzichten, das Team ist komplett übernommen. Marc Kriesten hofft, dass die Ring-Apotheke wieder mit neuem Leben gefüllt werden kann. Denn „Apotheker zu sein ist der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann. Ich mache ihn mit Leidenschaft, auch die vielen Notdienste, die gehören einfach dazu“, sagt er stolz. Aber er wolle angemessen bezahlt werden.

>> HINTERGRUND

Die offizielle Übernahme der Ring-Apotheke durch Marc Kriesten erfolgt am 1. Januar 2018. Bedingt durch den Feiertag und technische Maßnahmen am 2. Januar nimmt die Ring-Apotheke jedoch erst zum 3. Januar ihren regulären Dienst auf. Marc Kriesten bittet um Verständnis. Das Team sei allerdings am 2. Januar vor Ort

Rezeptgebühren für die Einreichung bei den Krankenkassen sowie andere gespeicherte Daten bleiben bei der Übergabe erhalten und werden den Kunden auf Wunsch zur Verfügung gestellt.

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