Holzheizkraftwerk

Holzheizkraftwerk: Vorzeitiger Baubeginn wurde zugelassen

Auf der Brachfläche an der Thyssenstraße soll das Holzheizkraftwerk errichtet werden.

Auf der Brachfläche an der Thyssenstraße soll das Holzheizkraftwerk errichtet werden.

Foto: Hans Blossey

Dinslaken.  An der Thyssenstraße kann mit vorbereiteten Baumaßnahmen begonnen werden. Die Errichtung des Holzkraftwerks ist noch nicht möglich.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat der Firma „Dinslakener Holz-Energiezentrum“ (DHE) am Donnerstag die Zulassung zum vorzeitigen Baubeginn für das an der Thyssenstraße geplante Holzheizkraftwerk erteilt. Hierdurch darf das Unternehmen schon vor der endgültigen Genehmigung mit der Durchführung von Baumaßnahmen beginnen, heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung. Die Firma DHE ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Dinslaken.

Die Bezirksregierung hält es im Vorgriff auf die in Kürze zu erwartende endgültige Genehmigung für sachgerecht und vertretbar, den vorzeitigen Beginn zuzulassen.

Endgültige Entscheidung steht noch aus

Die eigentliche Errichtung des Holzheizkraftwerks sei mit der jetzt erfolgten Zulassung zum vorzeitigen Baubeginn noch nicht möglich. Die zugelassenen Baumaßnahmen beschränken sich auf die Baufeldfreimachung und die Baustelleneinrichtung.

Die Bezirksregierung verweist darauf, dass die Stadt Dinslaken ihr Einvernehmen zu dem Vorhaben erteilt hat. Es sei davon auszugehen, dass die für das Vorhaben erforderliche Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Nr. 215B erteilt werden kann. Gerade Gegner und Kritiker sehen den gültigen Bebauungsplan als Hebel dafür, den Bau des Holzheizkraftwerk zu verhindern.

Baustelle kann eingerichtet werden

Die Stadtwerke reagierten am Nachmittag mit einer Pressemitteilung auf die Entscheidung der Bezirksregierung. Damit können einzelne, beantragte Maßnahmen vor der Erteilung der 1. Teilgenehmigung (Baugenehmigung) beginnen, heißt es dort. Die zugelassenen Baumaßnahmen seien beschränkt auf die Einrichtung der Baustelle, auf die Baufeldfreimachung sowie auf Maßnahmen zur Verbesserung des Baugrunds.

Hinter diesen Arbeiten verbergen sich der Teilabtrag des Erdwalls inklusive Stützwände, Abbau einer Stadtwasserleitung, Abbau der Stelcon-Fertigbetonplattenfläche, Abbau der Megabloc-Wände und Abbau des bestehenden Asphaltweges, Abfuhr der auf dem Grundstück vorhandenen Schlacke und die Durchführung von Bodenverbesserungsmaßnahmen.

Die Stadtwerke hatten sich zum Bau eines Holzheizkraftwerkes entschlossen, da auf Grund des durch die Bundesregierung beschlossenen Kohleausstiegsgesetzes rund die Hälfte des gesamten Wärmebedarfs in den Fernwärmenetzen der Fernwärmeversorgung Niederrhein anderweitig erzeugt werden muss. Ziel der Stadtwerke Dinslaken ist es auch, mit dem geplanten DHE einen annähernd CO2-neutralen Ersatz für die derzeitige Wärme aus Steinkohle zu schaffen und die Versorgung der Fernwärmekunden sicherzustellen.

Tochtergesellschaft der Stadtwerke

Für das Projekt wurde die Dinslakener Holz-Energiezentrum GmbH & Co. KG (DHE) gegründet. Kommanditisten der Gesellschaft sind die Stadtwerke Dinslaken mit einer Beteiligung von 86 Prozent und die Hellmich Projektentwicklung GmbH mit einem Anteil von 14 Prozent. Die Hellmich-Gruppe hat eine besondere Beziehung zum Standort auf der Thyssenstraße. Ihr gehört die Industriebrache, von der sie einen Teil für den geplanten Bau des DHE an die Stadtwerke verkaufte.

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