Averbruchschule

Dinslaken: Ein Gemeinschaftskunstwerk für die Ewigkeit

Jeweils ein Kind einer Klasse steht vor einem von den Schulkindern gestalteten Kunstwerk in der Averbruchschule in Dinslaken. Die Kinder aller Klassen haben das Kunstwerk gemeinsam mit dem Künstler Bernd Siebenlist entworfen.

Jeweils ein Kind einer Klasse steht vor einem von den Schulkindern gestalteten Kunstwerk in der Averbruchschule in Dinslaken. Die Kinder aller Klassen haben das Kunstwerk gemeinsam mit dem Künstler Bernd Siebenlist entworfen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  In der Dinslakener Averbruchschule zeugen 13 beleuchtete Glaselemente mit 260 bunten Scherben aller Kinder vom lebendigen Schullalltag.

Die riesigen Buntstifte aus Holz draußen vor dem Eingang, die jahrelang Kinder, Eltern und Besucher der Averbruchschule empfingen, waren morsch und wurden abgebaut. „Wir brauchten etwas Neues, was Kinder gestalten, etwas Bleibendes“, sagt Schulleiterin Stefanie Maurer. Gesagt, getan!

Wer seit einigen Wochen den Eingangsbereich betritt, bekommt dank eines Bewegungsmelders die Erleuchtung in Form eines bunt-strahlenden Kunstwerks aus Glas über die gesamte rechte Wand. Auf einer Tafel darunter steht: „Dieses Gemeinschaftskunstwerk wurde von den Kindern und dem pädagogischen Team der Averbruchschule in Kooperation mit dem Künstler Bernd Siebenlist zur Einweihung des neuen Schulgebäudes im September 2019 gestaltet. Wir danken für die großartige Unterstützung allen Sponsoren.“

Gesamtkosten: rund 9000 Euro

Auch wenn der Künstler selbst verhindert war, übernahmen Schulleitung, Förderverein, Sponsoren und natürlich Kinder aus allen Klassen gestern die offizielle Einweihung. „Hier sieht man Kunst am Bau, die super gelungen ist, das sollte Schule machen“, lobt Jörg Spelleken, Architekt und Vizepräsident beim Lionsclub Dinslaken 2012. „Dieses Kunstwerk steht für das bunte Leben in der Schule. So etwas unterstützt man gern“, meint Josef Hermsen, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Kreaktiv. Gesamtkosten: rund 9000 Euro.

Lehrerin Sabine Thiele erläutert die Aktion von der Idee bis zur Umsetzung. „Ich kannte den Künstler von früheren Projekten auf Märkten und seine Werkstatt in Tönisvorst, wo Bilder gestaltet und in Glas gebrannt werden.“ Nach mehreren Gesprächen sei man vor den Herbstferien mit allen 260 Schülerinnen und Schülern in zwei Etappen dorthin gefahren. „Jedes Kind erhielt eine Scherbe, auf die es malen durfte, was es wollte. Nur der Schriftzug ‘Averbruchschule’ war gesetzt“. So entstanden 260 Fliesen, die Künstler Bernd Siebenlist ähnlich eines Puzzles zu einem Gesamtkunstwerk aus 13 Glaselementen mit je 20 kleinen bunten Bildern zusammensetzte und brannte.

Kunstwerk von hinten beleuchtet

Im Dezember wurde das von hinten beleuchtete Kunstwerk im Eingangsbereich auf der dunklen Wand gut sichtbar montiert – dort, wo früher die Klassenfotos hingen. „Jede der 260 Glasscherben wurde nummeriert, damit wir wissen, welches Kind sie gemalt hat“, erinnert sich Stefanie Maurer. Durch Spannungen beim Brennen sei in einem Element zwar ein kleiner Riss entstanden, „das wird mit UV-Lampe und Kleber aber noch repariert“.

Für die Kinder sei es ein Erlebnis gewesen, sich neben dem Werkstattbesuch kreativ am bunten Schulleben zu beteiligen. „Sie hinterlassen sichtbare Spuren“, sagt die Schulleiterin und bewundert mit den anderen noch einmal das Gemeinschaftskunstwerk. „Das wird uns noch lange erhalten bleiben, denn es ist nicht so vergänglich.“

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