Stadtentwicklung

Dinslaken: Entwurf des Bahnhofsplatzes wurde angenommen

Busbahnhof, Straßenbahnhaltestelle und Parkpalette: Die Planung für die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes hat mehrere Teilbereiche.

Busbahnhof, Straßenbahnhaltestelle und Parkpalette: Die Planung für die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes hat mehrere Teilbereiche.

Foto: Hans Blossey

Dinslaken.  Rat stimmt mehrheitlich dem Entwurf zu. Mit der Bahn wird die Stadt im November über das Bahnhofsgebäude und eine Fahrradabstellanlage sprechen.

Der nächste Schritt zur Umgestaltung des Bahnhofsplatzes ist getan. Der Rat hat am Donnerstag den Entwurf mehrheitlich angenommen. Damit ist aber die Neugestaltung noch nicht festgezurrt, die fünf Teilbereiche (Parkpalette, Straßenbahnhaltestelle, Platz mit Busbahnhof, Bahnstraße und Wilhelm-Lantermann-Straße) sowie der Fahrradturm werden noch einmal separat behandelt.

Gespräche mit der Bahn

Der im Hauptausschuss gestellte SPD Antrag, die Idee für ein Fahrradturm nochmals zu überprüfen, fand sich auf der Tagesordnung nicht wieder. Er war auch nicht als Beratungspunkt vorgesehen. Die Verwaltung gab während der Ratssitzung bekannt, dass man der Deutschen Bahn den Vorschlag gemacht haben, unter anderem die Funktionalität des vollautomatischen Fahrradparkhauses in ihre Planungen zur Zukunft des Bahnhofsgebäudes zu integrieren.

Aus Sicht der Verwaltung, so Pressesprecher Marcel Sturm auf Nachfrage der NRZ, wäre das eine gute Alternative zum bisherigen Denkansatz. „Dazu gibt es Anfang November ein Gespräch mit Vertretern der Bahn, die nach Dinslaken kommen werden.“ Das Ergebnis werde dann in die weiteren Überlegungen und politischen Beratungen einfließen. Dies werde in einer der nächsten Sitzungen erfolgen.

Mit den Hochbaumaßnahmen werden sich Verwaltung und Politik noch separat befassen. Insofern werde es auch Vorlagen zur Parkpalette oder auch zum Dach des Busbahnhofes geben und eben natürlich zum vollautomatischen Fahrradparkhaus, so Sturm.

Pflastersteine sind bei den Busspuren nicht sinnvoll

Gar nicht gut fand Heinrich Mühmert (Offensive D) wie mit seinen Anregungen umgegangen wurde. Schon vor mehreren Jahre hatte man die Verwaltung auf photokatalytische Pflastersteine aufmerksam gemacht, die CO2 absorbieren.

In dem Antwortschreiben auf das Schreiben vom 3. April heißt es, dass die Verwaltung das Planungsbüro mit der Prüfung beauftragt habe, ob die Oberflächen auf dem neuen Bahnhofsplatz photokatalytisch wirksam hergestellt werden können. Die daraus resultierenden zusätzlichen Kosten sollten ebenfalls ermittelt werden. Baudezernent Dr. Thomas Palotz teilte mit, dass diese Steine nur auf Flächen eingesetzt werden können, die auch von Fahrzeugen überfahren werden.

Die Linienbusse sind zu schwer

Möglich wäre ein Einsatz der Steine auf den Spuren des neuen Busbahnhofs. Weil aber die Busse sehr schwer sind, müssten die Spuren asphaltiert werden. Deswegen habe man davon abstand genommen, diese Steine für den neuen Bahnhofsvorplatz zu verwenden, so die Antwort der Verwaltung. Die Äußerungen quittierte Mühmert mit Unverständnis und fragte in der Ratssitzung, ob eine Prüfung erfolgt sei? „Wir haben es geprüft“, lautete die Antwort des Verwaltungschefs.

Auf Anfrage der Grünen nahm die Verwaltung Stellung zu den Bäumen, die im Rahmen der Umgestaltung gefällt werden und welche die künftig den Platz zieren sollen. Fällungen seien erforderlich, weil einige Bäume den geplanten Maßnahmen im Wege stehen. Zudem seien einige Bäume im Plangebiet nicht mehr zu erhalten, weshalb sie ersetzt werden.

Wie die Verwaltung mitteilte, sollen auf dem Platz Baummagnolien stehen und in der Bahnstraße und am Parkdeck sollen Japanische Maienkirschen gepflanzt werden. Entlang der Wilhelm- Lantermann- Straße wird die angrenzend verwendete Baumart Stadtbirne fortgeführt. Sowohl die Stadtbirne als auch die Maienkirsche seien durchaus insekten- und bienenfreundlich. Für einen innerstädtischen Standort seien die drei Baumarten sehr geeignet, da sie besonders hitzeverträglich und frosthart sind.

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