Kultur

Dinslaken: Hüpfen zwischen Swing und Blues in der Innenstadt

Chris Kramer and Beatbox'n' Blues bei einem früheren Auftritt in Dinslaken. Das Trio bringt regelmäßig Säle zum Kochen.

Chris Kramer and Beatbox'n' Blues bei einem früheren Auftritt in Dinslaken. Das Trio bringt regelmäßig Säle zum Kochen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Am Samstag treten fünf Jazz-Formationen an fünf Orten in Dinslakens Innenstadt auf. Im Ba’re:se gibt’s eine Änderung: 13 Strings ersetzen Jazando.

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Beatbox ‘n’ Blues mit Chris Kramer oder lieber Jazz Standards mit den Lokalmatadoren Dr. „Jazz“ Johannes Hermens und Ralf Bazzanella? Oder am besten beides und noch Funk, Latin und Swing dazu? Das Jazz Hopping am Samstag, 21. September, in der Dinslakener Innenstadt macht es möglich, einen Abend lang von Konzert zu Konzert zu hüpfen.

So trifft man in der Alten Apotheke auf Chris Kramer & Beatbox ‘n’ Blues, bei denen der mehrfache deutsche Beatbox-Meister Kevin O’Neal für verblüffende Rhythmen und Sounds sorgt. Im Dachstudio kombinieren der Pariser Gitarrist Jean-Philippe Bordier und sein Quartett Orgel und Vibraphone, beim König am Altmarkt heißt es für R. L. Madison „Movin’ on to Africa“ und die Blue Eyes, zu denen neben Hannes Hermens und Ralf Bazzanella noch Ruth und Many Miketta und Roland Miosga gehören, treten in der Casa del Vino auf.

Gitarrenduo 13 Strings ersetzt Jazando in Espressobar

Absagen musste Jazando, die die Jazzinitiative für die Espressobar Ba’re:se vorgesehen hatte. Aber man hat Kontakte und so ist für Ersatz gesorgt: 13 Strings, ebenfalls ein Gitarrenduo, spielen eigenständige Kompositionen, die sich verschiedener Weltmusikelemente bedienen und dabei jazzig und funkig klingen. In ideenreichen Arrangements erweitern Andreas Brunn und Simon Rainer ihre Instrumente: Es werden Bässe getappt und perkussive Grooves auf dem Gitarrenkorpus der siebensaitigen Akustikgitarre lassen das Temperament Lateinamerikas erleben.

Simon Rainer stammt aus dem italienischen Ort Meran und studierte bei Wolfgang Muthspiel in Basel und Wien. Sein Spiel zeichnet sich durch sphärische Harmonien und exzessive Melodielinien aus, die an die Soli von Saxophonisten erinnern. Er nutzt gezielt verschiedene Effektgeräte und wechselt so sehr kreativ die Sounds. Andreas Brunn studierte an der renommierten Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Er verbindet Stilistiken aus dem Jazz mit den ungeradzahligen Metren des Balkans sowie Finger- und Plektrumtechniken. Auf der siebensaitigen Gitarre setzt er die zusätzliche Basssaite in variablen Stimmungen ein. Andreas Brunn gewann den 1. Preis des Gitarrenkompositionswettbewerbs „Open Strings“ des Fachmagazins Akustikgitarre.

Jazz Hopping: Ticket gilt für alle fünf Veranstaltungen

Mit dem Ticket für das Jazz Hopping erhält man Eintritt zu allen fünf Veranstaltungsorten. Zudem darf man mit dem „A-Trains“, der Bimmelbahn, zwischen den Veranstaltungsorten in der Altstadt und am Neutorplatz hin- und herfahren.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für 18 Euro, (ermäßigt zwölf oder sieben Euro bei entsprechender Berechtigung). Vorverkaufsstellen sind die Stadtinformation im Rittertorhäuschen und der Ticketshop im Medimax, online gibt es die Karten über www.reservix.de.

Alle Bands spielen je drei Sets á 40 Minuten, dazwischen gibt es 20 Minuten Pause.

Um 19.20 Uhr beginnen Blues Eyes in der Neutor-Galerie/Casa del Vino, Jean-Philippe Bordier Quartett im Dachstudio und 13 Strings im Ba’re:se. Um 20.40 Uhr starten Chris Kramer in der Alten Apotheke und R. L. Madison im König am Altmarkt.

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