Verkehr

Dinslaken: Platz reicht nicht für einen Kreisel

Vertreter des Einzelhandelsverbandes können sich Hans Böckler Straße/Hünxer Straße einen Kreisverkehr vorstellen.

Vertreter des Einzelhandelsverbandes können sich Hans Böckler Straße/Hünxer Straße einen Kreisverkehr vorstellen.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Schon einmal hatte sich die Stadt mit der Kreuzung Hans-Böckler-Straße/Hünxer Straße befasst. Einzelhandelsverband griff die Idee erneut auf.

An der Kreuzung Hans-Böckler-Straße/Hünxer Straße können sich nicht nur Vertreter des Einzelhandelsverbandes anstelle der Ampeln einen Kreisverkehr vorstellen. Nachdem die NRZ über den Vorschlag des Einzelhandelsverbandes berichtet hatte, gab es auf der Facebook-Seite der Redaktion eine rege Diskussion. Und auch dort gab es Stimmen, die für einen Kreisverkehr sind.

Andreas Eickhoff ist Beiratsmitglied im Handelsverband und hatte den Kreisverkehr ins Gespräch gebracht. Mit diesem Kreisel könnten Innenstadt und Gewerbepark Mitte besser verbunden werden. Man könne täglich sehen, welcher Verkehrsbelastung die Kreuzungsbereiche Hans-Böckler-Str./Karl-Heinz-Klingen-Straße beziehungsweise Hans-Böckler-Straße/Hünxer Straße ausgesetzt sind. „Nach wie vor könnten wir uns vorstellen, dass dort ein Kreisverkehr positive Auswirkungen hat“, so Eickhoff. Erst so könnten sich die beiden „Magnete anziehen“ und nicht „abstoßen“.

Stadt hat darüber nachgedacht

Doch was sagt die Stadt zu dieser Idee? Vor rund zehn Jahren, so Stadtpressesprecher Marcel Sturm auf Anfrage der NRZ, wurde einmal über einen Kreisverkehr nachgedacht. Damals war die Hünxer Straße in städtischer Baulast und man kam zu dem Schluss, dass „zumindest damals nicht genug Fläche für einen ausreichen leistungsfähigen Kreisverkehr zur Verfügung stand“. Zu beachten sei die Höhe der Verkehrsbelastung. Im Falle der Kreuzung Hans-Böckler-Straße/Hünxer Straße wäre der notwendige Durchmesser eines Kreisverkehrs zu groß. Heute ist Straßen.NRW der Baulastträger.

Umfangreicher Kriterienkatalog ist abzuarbeiten

https://www.nrz.de/staedte/dinslaken-huenxe-voerde/Marcel Sturm verweist darauf, dass bei der Entscheidung, ob ein Kreisverkehr eingerichtet werden soll oder nicht, „immer ein umfangreicher Kriterienkatalog abzuarbeiten sei. Dieser befasse sich nicht nur mit dem Thema Leistungsfähigkeit und Platzbedarf, denn es gibt jeweils zahlreiche bauliche Zwischenformen, mit denen das eine oder andere Problem gelöst werden könnte.

Hieraus könnten sich jedoch wiederum Sicherheitsdefizite und Komfortverluste für andere Bedarfe im Umfeld eines Kreisverkehres ergeben. „Diese Dinge sind alle zu betrachten und in Bezug auf die jeweilige Ausprägung vor Ort zu bewerten“, so Sturm. Von daher könne eine Bewertung immer nur auf der Grundlage einer vollständigen Betrachtung aller Aspekte der verschiedenen Verkehrsteilnehmer erfolgen.

Kreisverkehr wird an einer anderen Stelle errichtet

In unmittelbarer Nähe der Kreuzung soll aber ein Kreisverkehr eingerichtet werden und die Ampelanlage ersetzen: am Knotenpunkt Karl-Heinz-Klingen-Straße/Krengelstraße. Diese Maßnahme werde die Politik im Laufe dieses Jahres noch beschäftigen, erklärte der Pressesprecher.

In einer Verwaltungsvorlage aus dem Mai 2018 heißt es, dass eine durchgeführte verkehrstechnische Untersuchung des Knotenpunktes ergeben hat, dass für diese Kreuzung die Errichtung eines Kreisverkehres die verkehrstechnisch sinnvollste Lösung sei.

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