Soziales

Dinslaken will fünf minderjährige Flüchtlinge aufnehmen

Migranten versuchen über das Mittelmeer Europa zu erreichen.

Migranten versuchen über das Mittelmeer Europa zu erreichen.

Foto: Pavel D. Vitko/Sea-eye / dpa

Dinslaken.  Der Jugendhilfeausschuss sprach sich dafür einstimmig aus. Zurzeit werden in Dinslaken 22 Kinder und Jugendliche betreut und versorgt.

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses dafür ausgesprochen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Rahmen des Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“ aufzunehmen. Stimmt Ende März der Rat zu, könnten fünf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus den Aufnahmelagern in der östlichen Ägäis nach Dinslaken geholt und hier betreut werden.

Wie Sozialdezernentin Christa Jahnke-Horstmann sagte, hätten sich einige Städte dafür ausgesprochen. Und in den vergangenen Tagen konnte man in den Medien verfolgen, wie katastrophal die Lage in den Aufnahmezentren ist, besonders schlimm sei die Situation für minderjährige Flüchtlinge, die ohne Familie sind.

Es gibt freie Kapazitäten

Von diesen würde Dinslaken fünf aufnehmen. Jahnke-Horstmann betonte, dass man sie gut versorgen und gut betreuen könne. Wenn diese Kinder und Jugendliche kommen, würde sich das Jugendamt um sie kümmern. Bei den freien Trägern gebe es Kapazitäten, um dort die Minderjährigen unterzubringen. Wenn Minderjährige nach Dinslaken kommen, würden sie nicht in der Fliehburg untergebracht werden, so die Dezernentin.

Wie die Verwaltung in der entsprechenden Vorlage schreibt, liege die bestehende Aufnahmeverpflichtung für Dinslaken derzeit bei 25 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Zugewiesen seien aktuell 22 Kinder und Jugendliche. In den Jahren 2015 und 2016, als viele Menschen ihre Heimatländer verlassen haben, sind 42 unbegleitete Kinder und Jugendliche aufgenommen worden.

Wohnheim oder Pflegefamilie

Zu den Aufgaben des Jugendamtes würde es gehören, die Minderjährigen in Wohnheime oder in Pflegefamilien unterzubringen, einen Vormund zu bestellen und die allgemeinmedizinische und psychologische Betreuung sicher zu stellen. Hinzu käme die Vermittlung eines Schulplatzes sowie die Fürsorge durch den Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes.

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