Schwarze Heide

Dinslakener Finanzauschuss lehnt Zuschuss für Flugplatz ab

Die CDU Dinslaken stellt den Wirtschaftsplan des Verkehrslandeplatzes Schwarze Heide in Frage.Foto:Markus Joosten

Die CDU Dinslaken stellt den Wirtschaftsplan des Verkehrslandeplatzes Schwarze Heide in Frage.Foto:Markus Joosten

Dinslaken.   Die Schwarze Heide macht seit Jahren Verlust. Dinslaken muss 2018 rund 49 000 Euro überweisen. Ausschuss will Geschäftsführer einladen.

Die Stadt Bottrop hat im vergangenen Jahr fünf Prozent ihrer Anteile an dem Flugplatz Schwarze Heide verkauft, um die Zuschüsse, die jährlich für die Gesellschafter des defizitären Fluglandeplatzes anfallen, zu reduzieren. So weit wollte die Politik im Dinslakener Finanzausschuss nicht gehen. Ohnehin, betonte Peter Steinbeißer (SPD), komme die Stadt Dinslaken aus dem 1977 geschlossenen Gesellschaftervertrag nicht heraus. Aber CDU, BNP, UBV und Linke wollten zumindest ein Zeichen setzen: Sie stimmten dem Wirtschaftsplan der Flugplatzgesellschaft und dem Betriebskostenzuschuss nicht zu.

Das sind die Gesellschafter

Am Flugplatz sind neben der Stadt Dinslaken mit einem Anteil von 21 Prozent auch die Stadt Bottrop (45 Prozent), der Kreis Wesel (20 Prozent) sowie Voerde, Hünxe und seit dem vergangenen Jahr auch ein Privatmann (mit jeweils fünf Prozent) beteiligt. Der Wirtschaftsplan des Flugplatzes für 2018 weist erneut eine Lücke von 236 000 Euro auf, die die Gesellschafter stopfen müssen. Dinslaken muss also rund 49 000 Euro überweisen.

Diese Kritik übt die Politk

Horst Miltenberger äußerte für die CDU Zweifel an dem Sinn der städtischen Beteiligung an dem Flugplatz, er sehe auch künftig keinen infrastrukturellen Gewinn für die Stadt und in dem Wirtschaftsplan – der unter anderem den Bau einer weiteren Halle und einer Tankstelle vorsehe – keine Innovation, die ein Licht am Ende des Tunnels in Aussicht stelle. „Auch in fünf Jahren“ werde der Flugplatz damit nicht ertüchtigt. Ähnlich sah es Thomas Koch (BNP). Der Flugplatz sei, das sei ihm bewusst, Heimstatt mehrerer Sportvereine und beliebtes Ausflugsziel, so Rainer Holzborn (CDU). Dennoch müsse man „überlegen, wie viel Geld dieses Freizeitvergnügen wert ist“. Ronny Schneider (SPD) hingegen hat „die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, die Zuschüsse seien immerhin rückläufig. Dennoch lehnte der Ausschuss die Beschlussvorlage ab. Die Stadt soll den Geschäftsführer des Landesplatzes, André Hümpel, zur nächsten Sitzung einladen. (aha)

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