Schulen

Dinslakener Sekundarschüler sollen in Fröbelschule umziehen

Die beiden letzten Jahrgänge der Sekundarschule sollen in der ehemaligen Fröbelschule Dinslaken unterrichtet werden.

Die beiden letzten Jahrgänge der Sekundarschule sollen in der ehemaligen Fröbelschule Dinslaken unterrichtet werden.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Die Jahrgänge 9 und 10 der Friedrich-Althoff-Schule Dinslaken sollen 2022/23 in die ehemalige Fröbelschule umziehen. Das ist der Grund.

Die weiterführenden Schulen spielen weiter Reise nach Jerusalem. Laut dem Schulkompromiss, der die Auflösung der Sekundarschule und die Gründung einer neuen Gesamtschule vorsieht, sollte die Realschule Hiesfeld in zwei Schritten in das Gebäude der auslaufenden Althoff-Sekundarschule umziehen. Die verbleibenden Jahrgänge 9 und 10 der Sekundarschule (jetzige Jahrgänge 6 und 7) sollten zum Schuljahr 2022/23 nach Hiesfeld ziehen. Davon rät die Stadt nun ab. Statt nach Hiesfeld sollen die beiden Sekundarschul-Jahrgänge in die ehemalige Fröbelschule (An der Windmühle) verlagert werden. Das schlägt die Verwaltung dem Schulausschuss am 27. Februar vor.

Das ist geplant

Der Grund sind die notwendigen Sanierungen im Gustav-Heinemann-Schulzentrum. Dort soll das Gymnasium in den Bereich Süd - also die Räume der Realschule ziehen. Die neue Gesamtschule soll den nördlichen Bereich nutzen. Dafür müssen Gebäude abgerissen, erweitert, saniert werden. Damit könnte nach dem Auszug der letzten Realschul-Jahrgänge 2022/23 begonnen werden. Wenn aber gleichzeitig die Jahrgänge 9 und 10 der Althoffschule einziehen, würde die Baumaßnahme den Schulbetrieb stören - und umgekehrt, so die Stadtverwaltung. Deswegen sei es vorteilhafter, die Sekundarschule anderswo unterzubringen.

Mit Blick auf die anstehenden Schulumzüge wurde ebenfalls im vergangenen Jahr die Sanierung der ehemaligen Fröbelschule (Kosten: 590.000 Euro) beschlossen. Dort könnten ab 2022/23 die beiden letzten Jahrgänge der Sekundarschule untergebracht werden. Die Schulkonferenz hat dem bereits zugestimmt. Die spezifische Ausstattung einer weiterführenden Schule führt zu zusätzlichen Sanierungskosten für die Fröbelschule in Höhe von 110.000 Euro, hinzu kommt Mobiliar für 140.000 Euro.

So kommen die Kinder zur Schule

Damit die Schüler durch die Verlagerung und veränderte Entfernungen zur Schule nicht schlechter gestellt werden, werden die Schülerfahrtkosten für Kinder, die nun einen längeren Schulweg haben, übernommen, wenn der Schulweg länger als zwei Kilometer ist. Normalerweise ist das erst ab 3,5 Kilometer der Fall. Die Kosten für den Transport von Real- und Sekundarschülern in den Jahren 2o21 und 2022 liegen bei etwa 136.000 Euro.

So werden die Gebäude im Volkspark aufgeteilt

Im Volkspark werden zum Schuljahr 2021/22 die Gebäudeteile im Neubau, die für die Realschule vorgesehen sind, renoviert. Zu Teil werden Räume umgewidmet und verlagert, das Aquarium der Realschule wird 2022/23 umgesetzt. Die Umbaumaßnahmen kosten 170.000 Euro. Der Schulhof am Volkspark wird aufgeteilt, die Sekundarschule nutzt den Hauptschulhof, die Realschüler können sich im Mehrgenerationenpark austoben. Die Betreuung soll an beiden Schulen sichergestellt werden.

So geht es mit den Schulsanierungen weiter

Ebenfalls Thema der Ausschusssitzung: die zweite Tranche der Schulsanierungen. Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen die Grundschule Hühnerheide, die Moltkeschule - vorbehaltlich einer Einigung mit Oberhausen – , die Grundschule am Weyer saniert bzw teils neu gebaut werden, außerdem ist der Neubau einer Dreifachturnhalle an der Augustastraße und die Sanierung der Sporthalle der GGS am Weyer vorgesehen. Der Finanzrahmen für die Maßnahmen - außer Moltkeschule - liegt bei 32 bis 35 Millionen.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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