Fest

Doppelt feiert sich’s besser

Die Wahl der Dirndlkönigin war eines der Highlights des Oktoberfests: Laura Cajlakovic überzeugte die Jury.

Die Wahl der Dirndlkönigin war eines der Highlights des Oktoberfests: Laura Cajlakovic überzeugte die Jury.

Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool

Dinslaken.   Der BSV Hiesfeld bettete das Oktoberfest erstmals ins Schützefest ein. Eine echte Gaudi für 400 Gäste.

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„O’zapft is“, hieß es am Samstag nicht nur auf der Wiesn in München, sondern ein paar Stunden später auch beim Oktoberfest des BSV Hiesfeld, das mit einem Fassanstich von Bürgermeister Michael Heidinger am Abend eröffnet wurde. Nicht das einzige Fest für die Schützen am vergangenen Wochenende, denn am gestrigen Sonntag wurde beim diesjährigen Königsschießen der neue Schützenkönig ermittelt (Bericht folgt). Doch bevor die Schützen am Sonntag in die Uniformen schlüpften, wurde am Samstag ausgelassen in Dirndl und Lederhose im bayrisch geschmückten und vollen Festzelt ausgelassen gefeiert.

Über 400 Gäste waren gekommen, alle Eintrittskarten seien im Vorverkauf bereits weg gewesen, erzählt Dieter Petrak, Vorsitzender des BSV. Dementsprechend ist er mit der Resonanz zufrieden: Die Zusammenlegung von Schützen- und Oktoberfest sei „bestens geglückt“. Damit wollten die Hiesfelder Schützen die Dichte der Schützenfeste im Sommer entzerren.

Doch nicht nur das Abendprogramm war ein Erfolg, sondern auch die Treckerausstellung am Nachmittag: 52 Fahrzeuge der Treckerfreunde Hünxe und des Treckerclubs Oberlohberg waren rund um das Festzelt versammelt. Dieter Petrak denkt daher schon über eine erneute Zusammenlegung im nächsten Jahr nach, wenn auch das Kreiskönigsschießen beim BSV Hiesfeld stattfinden wird.

Für gute Stimmung sorgten abends die Original-Reviersteirer, es wurde getanzt – und beim parallel laufenden Bayrischen Vierkampf versuchten sich die Teilnehmer in den Disziplinen Sägen, Nageln, Maßkrugschieben und Bierfassrollen. Los ging es damit, in einer Minute möglichst viele Nägel in einen Holzbalken zu hämmern. „Auf die Plätze, fertig, los“, rief Pascal Niklas und ließ die Uhr laufen. Eine der ersten, die den Hammer schwang, dass die Funken nur so flogen, war Ulrike. Zwei Nägel versenkte sie im Holz und war zufrieden mit ihrem Ergebnis: „Hauptsache, man hat Spaß.“ Die Männer schafften im Schnitt sechs bis sieben Nägel pro Minute, die Frauen fünf bis sechs, hat Niklas beobachtet.

Auch wenn das Königsschießen erst am Sonntag war – eine Hoheit stand bereits am Samstagabend fest: die Oktoberfestkönigin. 35 Frauen im Dirndl stellten sich dem Urteil einer fünfköpfigen Jury (darunter eine Schneiderin) und des Publikums. Keine einfache Entscheidung bei so vielen verschiedenen Trachten, die die ganze Farbpalette abdeckten. Das Ergebnis war knapp, aber unter großem Beifall stand schließlich die erste Oktoberfestkönigin von Hiesfeld fest: Laura Cajlakovic hat gar nicht damit gerechnet, es sei aber eine „schöne Erfahrung.“

Der Bericht zum Schützenfest folgt.

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