GERICHT

Drogenkeller: Frau aus Voerde zu Bewährungsstrafe verurteilt

Foto: Franz Luthe

Voerde/Duisburg.   Ihr Lebenspartner hatte 840 Gramm Marihuana, 37 Gramm Ecstasy und rund drei Kilo Amphetamin in ihrem Keller gehortet.

Wegen Beihilfe zum Drogenhandel verurteilte das Landgericht Duisburg gestern eine 28-jährige Frau aus Voerde zu einer einjährigen Haftstrafe mit Bewährung. Sie hatte ihrem Freund, einem 34-jährigen Oberhausener, den Keller ihrer Wohnung zur Verfügung gestellt. Bei einer Hausdurchsuchung am 18. September 2017 hatte die Polizei dort 840 Gramm Marihuana, 37 Gramm Ecstasy und rund drei Kilo Amphetamin sicher gestellt.

Freund muss wegen Drogenhandels hinter Gitter

Der Freund muss wegen Drogenhandels drei Jahre und drei Monate hinter Gitter. Allerdings entließ ihn das Gericht bis zum endgültigen Haftantritt auf freien Fuß. Die Geschichte des geständigen Angeklagten, er habe die Drogen kurz zuvor von seinem tödlich erkrankten Cousin übernommen, um sie weiter zu verkaufen, konnte das Gericht nicht widerlegen. Allerdings ging die Kammer aufgrund eindeutiger Telefongespräche zwischen ihm und der Mitangeklagten davon aus, dass der Mann bereits seit Januar mit Drogen handelte.

Messer spielte keine Rolle mehr

Dass neben den Drogen im Keller auch ein Einhand-Messer gefunden worden war, spielte für das Urteil keine Rolle mehr. Von einem mit einer deutlich höheren Strafe bedrohten Handeltreiben mit Waffen gingen die Richter entgegen der Anklage nicht aus. Es blieb unklar, ob dem Mann bewusst war, dass die Waffe in einem Karton lag und ob sie griffbereit gewesen wäre.

Die Freundin des 34-Jährigen hatte berichtet, sie habe das Messer zusammen mit anderen Gegenständen aus dem Auto des Angeklagten geholt und in den Keller gelegt, weil der Wagen zur Inspektion musste.

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