Kultur

Duo Farfarello begeistert bei Konzert in Dinslaken

Kult im Gas(t)werk: Mani Neumann entlud bei der Veranstaltung der Stadtwerke Dinslaken jede Menge Energie.

Kult im Gas(t)werk: Mani Neumann entlud bei der Veranstaltung der Stadtwerke Dinslaken jede Menge Energie.

Foto: Markus Joosten

Dinslaken.   Das Duo Farfarello gastierte, begleitet von einem Streichertrio, im Alten Gaswerk in Dinslaken und verzauberte das Publikum mit virtuoser Musik

Am Ende des Konzertes sind die Zuschauer im Alten Gaswerk kaum noch zu halten. Begeistert klatschen sie den Takt der Klänge mit, die das Duo Farfarello, begleitet von einem Streichertrio, auf der Bühne präsentiert. Dabei ist der gesamte Auftritt von „Teufelsgeiger“ Mani Neumann und Akustik-Gitarrist Ulli Brand ein Spektakel von virtuoser Saitenakrobatik, die einfach für gute Laune sorgt.

Das liegt vor allem daran, dass die beiden Musiker auf der Bühne absoluten Spielspaß präsentieren und damit das Publikum anstecken, so dass die Zuschauer gar nicht anders können, als die Musik zu feiern.

Streicher auf höchstem Niveau

Mani Neumann atmet dabei quasi die Musik. Breitbeinig und mit geschlossenen Augen steht er auf der Bühne, wippt im Takt der Klänge hin und her und bewegt sich ausladend über die gesamte Bühne. Dabei lässt er die Finger über das Griffbrett seiner Geige fliegen.

Das Instrument scheint zu singen und der Geiger bearbeitet die Saiten virtuos, egal, ob bei langgezogenen, emotionalen Passagen oder im Stakkato-Anschlag. Dank leichter Effekte und seinem besonderen Stil bewegt er sich dabei irgendwo zwischen Niccolo Paganini und Jimi Hendrix.

Ein harmonierendes Duo

Schon Neumann alleine wäre wohl genug, um das Publikum zu unterhalten, was auch an seinen Ansagen zwischen den Stücken liegt. „Das folgende Stück Mendelssohn Bartholdy für Dinslaken komponiert. Extra für das Gaswerk und schon vor 200 Jahren“, sagt er das Stück „Felix“ an, bei dem Farfarello die bekannte Melodie des Violinkonzertes in e-Moll des Komponisten neu interpretieren. Zwischendurch greift Neumann auch zu Flöten, um das Publikum zu verzaubern und auch in die Tasten eines Keyboards.

Sein kongenialer Kollege Ulli Brand beweist zwischenzeitlich, dass auch er das Zeug zum Alleinunterhalter hätte. Minutenlang steht er alleine auf der Bühne und spielt ein Gitarrensolo, dass die Zuschauer staunen lässt.

Klangbreite wie ein Orchester

Irgendwie bekommt es der Akustik-Gitarrist hin, auf seiner Gitarre zeitgleich Basslinie, Akkorde und eine Melodie zu spielen und zwischendurch nutzt er sein Instrument auch noch als Perkussion-Ersatz. Wie ungewöhnlich die beiden Musiker dabei klanglich unterwegs sind, zeigt am besten das Lied „Herr der Zeit“, bei dem sie mit ungewöhnlichen Klängen eine Dschungel-Atmosphäre heraufbeschwören.

Für musikalische Verstärkung auf der Bühne sorgt das Streichertrio aus Paul Bremen (Geige), Ulli Heidelberg (Bratsche) und Veit Steinmann (Cello). Mit dieser Verstärkung sorgen Farfarello für symphonische Klänge, bei deren Dichte und Opulenz man meint, man hätte ein ganzes Orchester vor sich. Zudem steuert Paul Bremen ebenfalls einige Soli zur Show bei und „duelliert“ sich bei einem Stück sogar mit Mani Neumann auf der Bühne.

Am Ende gibt es langanhaltenden Applaus für Farfarello und die drei Streicher. Lautstark verlangen die Zuschauer nach einer Zugabe. Und die gewähren die fünf Musiker dem Publikum im Alten Gaswerk natürlich gerne.

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