Legionellen

Duschbereich in Halle an der Allee in Voerde war gesperrt

Im Duschbereich lauern oft Gefahren durch Legionellen.

Im Duschbereich lauern oft Gefahren durch Legionellen.

Foto: Thomas Nitsche

Voerde.   Die Stadt Voerde gab gestern Entwarnung: Messergebnis nach den getroffenen Maßnahmen in der Dreifach-Sporthalle im Schulzentrum Süd ist negativ.

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Die Stadt musste kurz vor Weihnachten den Duschbereich in der Dreifach-Sporthalle an der Allee im Schulzentrum Süd wegen Legionellenbefalls sperren. Das teilte gestern Bürgermeister Dirk Haarmann auf Nachfrage der NRZ mit. Wie berichtet, hatte der Stadtsportverband die für Freitag, 5. Januar, terminierte Stadtmeisterschaft im Hallenfußball vom Gebäude an der Allee in die Halle an der Steinstraße verlegt und dafür aktuell aufgetretene Baumängel am ursprünglich vorgesehenen Veranstaltungsort angegeben. Die Nutzung der Dreifach-Halle selbst sei nicht in Frage gestellt gewesen, sagte Haarmann. Dass die Sportler an einem Standort spielen und am anderen duschen, dürfte für ein Turnier jedoch wenig praktikabel sein.

Die Stadt habe sofort nach Bekanntwerden des Legionellenbefalls „die notwendigen Maßnahmen eingeleitet“, stellte er mit Blick auf entsprechend vorgenommene Spülungen der Wasserleitungen fest. Im Anschluss daran muss eine Messung erfolgen, die von einem externen unabhängigen Gutachter durchgeführt wurde. Den Befund dazu bekam die Stadt gestern. Ergebnis: negativ. Das Problem sei behoben, so Haarmann.

Die Stadt will nun angesichts des aktuellen Legionellenbefalls in der Dreifach-Halle an der Allee – die Bakterien können eine schwere Form der Lungenentzündung, die sogenannte Legionärskrankheit, auslösen – prüfen, was sie präventiv tun kann. Dabei wird auch eine Option in „Erwägung gezogen“, die vor etwa einem Jahr ganz in der Nähe, in der Mehrzweckhalle an der Steinstraße, wo nun die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball ausgetragen wird, griff. Dort wurde die Trinkwasseranlage saniert, nachdem einen Monat zuvor der Dusch-, Wasch- und Toilettenbereich wegen eines erhöhten Legionellenwertes gesperrt worden war. Im Zuge der Maßnahme wurden die Zentralmischer entfernt und durch selbstspülende Duschpaneele mit Verbrühschutz ersetzt. Dadurch sei jederzeit so heißes Wasser im System, dass sich „keine Legionellen mehr bilden und vermehren können“, hieß es damals vor Beginn der Sanierung aus dem Rathaus. Die Kosten wurden mit 60 000 Euro beziffert.

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