Sporthalle

EBGS-Sporthalle: Schule plädiert für Eineinhalbfach-Halle

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Die große Sporthalle an der EBGS ist seit Mitte 2017 wegen eines Wasserschadens nicht mehr nutzbar.

Die große Sporthalle an der EBGS ist seit Mitte 2017 wegen eines Wasserschadens nicht mehr nutzbar.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services (Archiv)

Dinslaken.  Die EBGS in Dinslaken spricht sich in Offenem Brief an Bürgermeisterin für Bau einer Eineinhalbfach-Halle aus. Sie führt dafür diverse Gründe an.

Die Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) in Dinslaken soll eine neue Sporthalle bekommen. Ob es eine einfache oder eine anderthalbfache wird – darauf haben sich die Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik bislang aber nicht einigen können (die NRZ berichtete). Die Ratsmitglieder sollen in ihrer letzten Sitzung in 2022 aber einen Planungsbeschluss fällen.

Deshalb hat sich nun die Schulkonferenz der EBGS – das sind Leiter Hans-Ulrich Wangerin sowie Vertreter aus Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft – in einem Offenen Brief an Bürgermeisterin Michaela Eislöffel gewendet und dort für den Bau einer Eineinhalbfach-Sporthalle plädiert.

Da die anstehende Entscheidung die Sportsituation an der EBGS für die nächsten Jahrzehnte festlegen werde, sei dringend darauf zu achten, „dass durch den Bau einer geeigneten Halle vor Ort zunächst einmal die Voraussetzungen für eine angemessene Durchführung des aktuellen Schulsports geschaffen werden. Zudem muss der Bau einer Sporthalle langfristig gewährleisten können, dass auch in Zukunft die Ansprüche und Anforderungen eines modernen Sportunterrichts erfüllt und befriedigt werden“, erklären die Unterzeichnenden. Aus ihrer Sicht sollte der Sportunterricht „möglichst umfassend vor Ort stattfinden, um anfallende Kosten für Bustransporte und vor allem Zeit durch Fahrten und Fußwege zu anderen Sporthallen einzusparen“.

So argumentiert die EBGS

Zwei Gruppen parallel: In einer Eineinhalbfach-Sporthalle sei es möglich, in den Jahrgängen 5 und 6 zwei Gruppen parallel zu unterrichten, heißt es mit Verweis auf Erfahrungswerte aus der Zeit vor dem Wasserschaden 2017. So könne „erheblich mehr Unterricht vor Ort angeboten werden als mit einer Einfachhalle“. Außerdem könne das AG-Angebot erweitert werden; die Laufwege für fast alle jüngeren Schülerinnen und Schüler seien kürzer und die B8 müsse nicht überquert werden. In der Folge müsse also auch die Unterrichtszeit öfter nicht verkürzt werden.

Expandierende Schülerzahlen: Gerade in der Oberstufe gebe es „nicht selten“ Kurse mit bis zu dreißig Schülerinnen und Schülern. „In einer 1,5-Halle können ihnen Mannschaftsspiele angeboten werden“, so die Unterzeichnenden.

Mehr Umkleidekabinen: Dass durch den Bau einer Eineinhalbfach-Sporthalle weitere Umkleiden zur Verfügung stünden, führen die Unterzeichnenden ebenfalls als Grund an. Auf diese sei die Schule zum Beispiel beim Sportunterricht bei gutem Wetter draußen auf dem Sporthof angewiesen.

Erweitertes Sportangebot: In einer Eineinhalbfach-Halle könne ein erweitertes Sportangebot gemacht werden. Auch diebetroffenen Sportvereinewürden den zusätzlichen Hallenteil benötigen und befürworten, heißt es.

Die EBGS hat die Fraktionsvertreter zudem für nächste Woche zur Aktion „Barlach macht Sport“ eingeladen. Gemeinsam mit zwei fünften Klassen sollen sie dann einen „Selbsterfahrungsspaziergang“ zur Sporthalle an der Hagenschule machen.

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