Kita-Umbau

Ehemalige Bergschule Dinslaken nun modernes Familienzentrum

Das Familienzentrum Dickerstraße wurde nun offiziell eröffnet. Bei der Schlüsselübergabe (o.r.) dabei waren (v.l.): Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Walburga Wüster, Brigitte Ramaker, Leitung Uscha Finke, Christa Jahnke-Horstmann, Gabi Königsfeld-Kauenhoven und Lothar Muschik.

Das Familienzentrum Dickerstraße wurde nun offiziell eröffnet. Bei der Schlüsselübergabe (o.r.) dabei waren (v.l.): Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Walburga Wüster, Brigitte Ramaker, Leitung Uscha Finke, Christa Jahnke-Horstmann, Gabi Königsfeld-Kauenhoven und Lothar Muschik.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Kita Dickerstraße wurde seit dem Spätsommer 2016 saniert. Zwei Einrichtungen unter einem Namen sind so zusammengewachsen – nicht nur räumlich.

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„Ist das nicht ein Tag, an dem man froh sein kann?“, singen die Kinder der Kita Dickerstraße aus vollen Kehlen. Auch die großen Besucher – und davon gibt es viele an diesem besonders frohen Tag – singen mit – wenn auch deutlich verhaltener. Ein besonders froher Tag ist es, weil das Familienzentrum Dickerstraße offiziell eröffnet wird.

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger spricht von einem „wunderschönen Tag“, Einrichtungsleiterin Uscha Finke lässt nochmal die Zeit während des Umbaus Revue passieren. „Eine besondere Herausforderung, aber auch eine Chance war das“, sagt sie.

Vor Umbau: zwei Einrichtungen unter einem Namen

Ehe die Einrichtung im Sommer 2016 in ihre Interimsheimat in die ehemalige Kita an der Katharinenstraße zog, gab es zwei Gebäude, die die Kita nutzte: Das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Bergschule und einen ein paar Meter entfernten Neubau. „Ein Kobold- und ein Zwergenhaus“, wie Elternbeirätin Kathrin Hitzmann es nennt. Sie sagt: „Eigentlich waren wir zwei Einrichtungen unter einem Namen.“

Nun gibt es an der Dickerstraße ein Familienzentrum unter einem Dach. Unter einem ziemlich langen Dach. Das unterschiedlich hoch ist. „Wir hatten auf dem Gelände Höhenunterschiede von mehr als drei Metern“, erzählt Walburga Wüster von der städtischen Prozent GmbH – die mit der Sanierung öffentlicher Gebäude in Dinslaken betraut ist und nun für 2,75 Millionen Euro die erste Kita saniert und erweitert hat – von einer maßgeblichen Herausforderung beim Umbau.

Leichten Rampen fangen die Höhenunterschiede auf

Mit leichten Rampen zwischen den einzelnen Gebäudeteilen wurden die Höhenunterschiede aufgefangen. Von dem langen Flur mit Glasfenstern auf Augenhöhe der Kinder gehen vier Bereiche ab – für jede Gruppe einer. Neben den Haupträumen hat jede Gruppe fortan zwei Nebenräume, einen Abstellraum, einen Sanitärbereich. „Der Kindergartenbereich ist in erster Linie auf einer Ebene untergebracht, also barrierefrei“, sagt Wüster.

Hier finden sich außerdem ein Multifunktionsraum und ein Elterncafé, eine Mensa und eine Kinderküche. Auf den drei Etagen im denkmalgeschützten Gebäude gibt es nun einen weiteren Multifunktionsraum, eine Bibliothek und Teamräume. Die Spielgeräte auf der Außenanlage stehen zwar schon, dürfen allerdings noch nicht genutzt werden – der TÜV muss noch sein Okay geben. In spätestens zwei Wochen soll auch das geschehen sein – und dann ist das für die Kinder der Kita Dickerstraße sicherlich wieder ein Tag, an dem man froh sein kann.

>> AUTARKE STROM- UND WÄRMEVERSORGUNG

  • Auch die Stadtwerke haben beim Umbau mitgewirkt. So entwickelte die StadtwerkeDinslaken Solar GmbH (SD Solar) gemeinsam mit der Prozent GmbH ein Konzept für eine möglichst autarke Strom- und Wärmeversorgung.
  • Dafür wurde der Neubau mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30 Kilowatt peak und einem Mini-Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von fünf Kilowatt (kW) und elf kW thermischer Leistung installiert. Weitere Wärme wird über eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 18 kW thermischer Leistung und in der Spitze über eine bereits vorhandene Gas-Brennwerttherme erzeugt. Ein Novum für die SD Solar ist der Einsatz des Batterie-Stromspeichers auf Basis von Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 20 kWh. Durch eine intelligente Reihenfolge der Wärme- bzw. Stromerzeugung durch die installierten Anlagen bzw. des Stromspeichers sollen 100 Prozent des Wärmebedarfs und 70 Prozent des Strombedarfs der Kita gedeckt werden. Nur noch 30 Prozent sollen aus dem Stromnetz bezogen werden.
  • Das Projekt haben die Stadtwerke geplant und umgesetzt, das Büro S3P-Engineering wird für die Planung im Mai dieses Jahres mit dem Deutschen TGA-Award in der Sparte „Innovativstes Konzept“ ausgezeichnet.

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