IMMOBILIEN

Eigentum in Dinslaken und Voerde wird immer teurer

Foto: Gerd Bertelmann

Dinslaken/Voerde.   Die LBS verzeichnet in Dinslaken Preissteigerungen bis zu 13 Prozent. Auch in Voerde sind die Preise für Baugrundstücke und Eigenheime gestiegen

Die Immobilien- und Grundstückspreise sind in diesem Jahren laut LBS bis zu 13 Prozent angestiegen. Welcher Preis für Immobilien oder Baugrundstücke erzielt werden hängt von der Lage und dem Standort ab. Im bundesweiten Durchschnitt ist zu erkennen, dass im Osten der Republik die Preise deutlich niedriger sind als im Süden. So kostet ein frei stehendes Einfamilienhaus mit rund 100 qm Wohnfläche in Magdeburg rund 200 000 Euro, in München 1,4 Millionen Euro. In der Großstadt seien, laut Untersuchungen der LBS die Baugrundstücke, Wohnungen und Eigenheime in der Regel teurer als auf dem Land. Jedoch gebe es inzwischen Boomregionen, wo dies nicht mehr greift.

Überprüft wurden 900 Orte. Hünxe ist nicht dabei, die Werte für Dinslaken und Voerde ergeben folgendes: Im Vergleich zum vorherigen Jahr seien die Preise auf dem Immobilienmarkt in Dinslaken und Voerde mehrheitlich gestiegen. Dabei reicht allerdings die Bandbreite von unveränderten Preisen bei gebrauchten Eigentumswohnungen bis zu plus 13 Prozent bei Baugrundstücken.

Die Preise für Dinslaken

Demnach kostet ein neu gebautes Reihenhaus in Dinslaken im Schnitt 235000 Euro. Die Palette reicht von 190000 bis 270000 Euro. Gebrauchte Reihenhäuser jedoch liegen im Preis zwischen 165000 bis 255000 Euro, der Mittelwert liegt bei 215000 Euro (Vorjahr: 205 000 Euro)

Baugrundstücke sind in Dinslaken im Durchschnitt für 225 Euro pro qm zu erwerben (Vorjahr: 200), die Preise reichen von 155 bis 320 Euro pro Quadratmeter. Neue Eigentumswohnungen kosten in der Regel zwischen 2100 und 3050 Euro pro qm, der Mittelwert liegt bei 2650 Euro (Vorjahr: 2440). Der Unterschied hier zu gebrauchten Eigentumswohnungen ist enorm, so kosten sie zwischen 775 und 2500 Euro pro Quadratmeter, der Mittelwert liegt hier bei 1450 Euro (114000 Euro gesamt) (Vorjahr: 1430/110000 Euro))

Die Preise für Voerde

Sich in Voerde anzusiedeln ist auch nicht viel preiswerter, hier liegt der Preis eines Baugrundstückes zwischen 90 und 215 Euro, der häufigste Wert liegt bei 180 Euro pro Quadratmeter (Vorjahr: 175 Euro). Allerdings liegt der mittlere Wert eines neu gebauten Reihenhauses bei 240000 Euro, ein gebrauchtes ist für rund 205000 Euro (Vorjahr: 200000 Euro) erhältlich. Auch hier liegen die Preise zwischen 155000 und 240000 Euro bei den gebrauchten, zwischen 215000 und 260000 bei den neu erbauten Reiheneigenheimen.

Die Eigentumswohnungen in Voerde kosten zwischen 1975 bis 2200 pro qm, der Mittelwert beträgt 2050 Euro pro Quadratmeter (Vorjahr: 2010 Euro). Also kostet eine 80-Quadratmeter-Wohnung 164 000 Euro.

Für gebrauchte ETWs muss der Anleger immerhin noch zwischen 775 und 1850 Euro pro qm zahlen. Die meisten gehen allerdings für rund 1250 Euro (Vorjahr 1230) pro Quadratmeter in neue Besitzerhände über. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung kostet also 100 000 Euro. (Vorjahr 98 400).

Verglichen wurden Grundstücke und Immobilien in mittlerer bis guter Wohnlage mit einer Quadratmeterzahl von 100 bei Reiheneigenheimen, 120 bei frei stehenden Einfamilienhäusern und 80 qm bei Eigentumswohnungen.

Ausblick

Die positive Grundstimmung setze sich fort, so LBS-Gebietsleiter Thomas Stachowski. Wachsende Nachfragen in allen Bereichen der Immobilienbranche seien zu verzeichnen, vor allem aber für frei stehende Einfamilienhäuser und Bauland. Die Angebote seien für die Region Dinslaken und Voerde rückläufig, mit weiteren Preissteigerungen im Bundesdurchschnitt von 3,8 Prozent für neue und gebrauchte Reihenhäuser und 6,7 Prozent für Bauland sind für die nächsten Jahre zu rechnen.

So viel Wohnraum bringt das Baukindergeld

Dank des neuen Baukindergeldes können sich Familien schon bald mehr Wohnraum leisten. So sind für eine Familie mit zwei Kindern beim Kauf eines gebrauchten Einfamilienhauses in Dinslaken rechnerisch 9,4 Quadratmeter mehr Wohnfläche drin als ohne Förderung. „Für eine solche Immobilie bedeutet das Baukindergeld in seiner aktuell diskutierten Höhe von rund 24000 Euro im Prinzip einen Preisvorteil von 7 Prozent“, sagt LBS-Gebietsleiter Thomas Stachowski. Die Immobilienpreise gehen aus der aktuellen LBS-Studie „Markt für Wohnimmobilien 2018“ hervor.

Das Baukindergeld soll – auch rückwirkend – zum 1. Januar 2018 für den erstmaligen Erwerb von neuem oder gebrauchtem Wohneigentum an Familien gezahlt werden. Pro Kind bekommen Förderberechtigte 12 000 Euro verteilt auf zehn Jahre. Dieser staatliche Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Dabei gilt eine Einkommensgrenze von 90 000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen für eine Familie mit einem Kind, die sich um 15 000 Euro für jedes weitere Kind erhöht, so Thomas Stachowski.

15,5 Quadratmeter in Dinslaken

Auch bei Eigentumswohnungen wirkt sich die Förderung aus: Beim aktuellen Preis für eine gebrauchte 80 Quadratmeter Wohnung in Dinslaken bringt das Baukindergeld rechnerisch 15,5 Quadratmeter mehr Wohnraum, ohne die finanzielle Belastung zu erhöhen. Der Preisvorteil liegt bei 19 Prozent.

Für die Vergleichsrechnung wurde ein Annuitätendarlehen mit einem Zins von 1,5 Prozent zugrunde gelegt, das die vierköpfige Familie mit den zehn Raten des Baukindergeldes maximal zurückzahlen könnte. Die Höhe des zusätzlichen Darlehens zu Beginn der Finanzierung liegt in diesem Fall bei 22 465 Euro. „Weil das Baukindergeld nicht als Gesamtsumme von 24 000 Euro zur Verfügung steht, fällt der zusätzliche Finanzierungsspielraum zum Zeitpunkt der Finanzierung etwas geringer aus“, erklärt Stachowski.

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