Nikolausandacht

Ein Freund der Armen und der Kinder

Nikolausandacht in der St.-Vincentius-Kirche. Am Altar stehen (v.l.) Petra und Franz-Josef Roth (Pastoralreferenten), Engel Kim, Nikolaus Harry Flicka und Helfer Nico.

Nikolausandacht in der St.-Vincentius-Kirche. Am Altar stehen (v.l.) Petra und Franz-Josef Roth (Pastoralreferenten), Engel Kim, Nikolaus Harry Flicka und Helfer Nico.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Zur Nikolausandacht hatte die Kirchengemeinde St. Vincentius Dinslaken zusammen mit dem Verein „Wunderfinder“ eingeladen. Spenden für Obdachlose.

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Die St.-Vincentius-Kirche am Altmarkt ist im Mittelschiff gut gefüllt, Familien mit ihren Kindern, aber auch viele Erwachsene der älteren Generation warten im stimmungsvoll beleuchteten und geschmückten Gotteshaus gespannt zu den Eingangsklängen der Orgel. Am Adventskranz brennt die erste Kerze. Die Pastoralreferenten Franz-Josef und Petra Roth begrüßen die Besucher zur Nikolausandacht: „Wir haben uns hier versammelt, um an den heiligen Nikolaus zu erinnern, der für uns als Christen ein Vorbild war und ist.“ Der 6. Dezember sei ein Hochfest besonders für die Kinder.

Doch zunächst macht Franz-Josef Roth mit ihnen eine kleine Katechese zum Adventskranz. Jede Kerze stehe für einen Sonntag im Advent. Die runde Form bedeute, „er hat keinen Anfang und kein Ende.“ Die grünen Tannenzweige erinnerten uns daran, „alles wird wieder grün und lebt.“

Dann singen alle gemeinsam „Nikolaus komm in unser Haus“ – und der heilige Mann zieht von hinten langsam durch das Kirchenschiff zum Altar, begleitet von Engelchen Kim und Helfer Nico. „Ich hatte einen sehr weiten Weg und freue mich, in so viele fröhliche Gesichter zu schauen. Aber wer kennt den Nikolaus wirklich?“, fragt Harry Flicka, 2015 in Köln zum Nikolaus ausgebildet, und erzählt: ungefähr 280 nach Christus geboren, mit 16 Jahren Waisenkind (Eltern starben durch die Pest), sein Onkel war der Bischof von Myra, mit 19 Jahren ins Kloster gekommen, wurde zum Priester geweiht, nach Bethlehem zum Geburtsort Christi gepilgert, nach Tod des Onkels zum Bischof ernannt, spendete sein Geld den Armen und den Kindern, baute ein Waisenhaus. Der heilige Nikolaus habe uns ein großes Erbe hinterlassen, so Flicka: „Dankbarkeit, Demut und Hilfsbereitschaft.“

Menschen in Not müsse man helfen, „das machen auch die Wunderfinder in unserer Stadt, die Arme und Obdachlose ehrenamtlich unterstützen“, sagt Flicka, der auch zum Team des Vereins gehört. Applaus in der Kirche. Anschließend gibt Roth Erklärungen zu Hirtenstab, heiligem Buch, Bischofsmütze und -gewand und alle singen „Last uns froh und munter sein“.

Der Pastoralreferent leitet zu den „Wunderfindern“ über: „Jesus braucht uns heute, damit es den Menschen gut geht. Jeder ist von Gott angenommen, so wie er ist. Ludger Krey, Vorsitzender des Vereins (seit 2017), berichtet von der Idee, Obdachlosen eine Perspektive zu geben, warmes Essen und Kleidung am Bahnhof zu verteilen und vor allem „ein offenes Ohr zu schenken“. In diesem Jahr unterstütze man auch alleinerziehende Mütter. Montags sei eine Kleiderkammer am Bahnhof eingerichtet, wo auch Spielsachen abgegeben werden können. Spenden seien immer willkommen. Applaus!

Am Ende der Andacht und zu den Klängen von „Alle Jahre wieder“ erhält jeder Besucher, Groß und Klein, einen Schokoladennikolaus, ein Tütchen mit Ausmalbild, Stiften und Erzählung. Im Spendenkörbchen raschelt es...

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