„Ein gut organisierter Mord“

Dinslaken.   Nicht einer, gleich drei Morde erschüttern das Hotel in den Bergen. Wie gut, dass zufällig unter den Gästen ein erfahrener Kommissar weilt. Na gut, kein echter Beamter, aber dafür ein echter Tatortkommissar. Den mimt der Schauspieler Miroslav Nemec immerhin seit 26 Jahren. Also los, jetzt kann er einmal zeigen, wie praxistauglich es ist, was er in der Rolle des Münchener „Kommissars Ivo Batic“ gelernt hat. Der Schauspieler, der sich eigentlich auf Lesereise befand, nimmt die Ermittlungen auf.

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Nicht einer, gleich drei Morde erschüttern das Hotel in den Bergen. Wie gut, dass zufällig unter den Gästen ein erfahrener Kommissar weilt. Na gut, kein echter Beamter, aber dafür ein echter Tatortkommissar. Den mimt der Schauspieler Miroslav Nemec immerhin seit 26 Jahren. Also los, jetzt kann er einmal zeigen, wie praxistauglich es ist, was er in der Rolle des Münchener „Kommissars Ivo Batic“ gelernt hat. Der Schauspieler, der sich eigentlich auf Lesereise befand, nimmt die Ermittlungen auf.

Mit „Die Toten von der Falkner-alm“ legte Miroslav Nemec 2016 seinen ersten Krimi vor: mit sich als Hauptperson. „Für mich war die Idee, dass ich es selbst mache, das Grundkonzept gegenüber meinem Verleger.“ Und auch wie Nemec seinen „ersten Fall“ – so der Untertitel des Buches – löst, erzählt er nun auch den Dinslakenern persönlich. Am Samstag, 4. November, um 18 Uhr liest Miroslav Nemec im Tribünenhaus der Trabrennbahn aus „Die Toten von der Falkneralm“. Präsentiert wird die spannende wie humorvolle Veranstaltung vom Förderkreis St. Marien Lohberg.

In seiner Lesung wird Miroslav Nemec sicherlich von vorne beginnen. Beim Schreiben ging es genau andersherum: „Man fängt hinten an, was die Tat angeht“, erklärt er am Telefon im Gespräch mit der NRZ. Das Motiv müsse überzeugend sein. Nachvollziehbar im Sinne von realistisch, wenn auch nicht entschuldbar. „Wir werden täglich im Fernsehen damit konfrontiert, aber ein Mord ist eine gravierende Tat. Der Mörder muss also einen gravierenden Grund haben oder krank sein“. Wobei Letzteres im Krimi keine wirklich überzeugende Lösung sei.

„Mich interessiert ein gut organisierter Mord“, gesteht Nemec. Kein Affekt, kein Zufall, sondern der Stoff, aus dem die Thriller von Alfred Hitchcock und die Krimis von Agatha Christie sind. „Ich fand schon als Kind Hitchcock faszinierend.“ Hitchcocks perfekte Verbrechen und Agatha Christies Detektiv Hercule Poirot.

Auf dessen Pfaden wandelt Nemec im Roman. Ein ganz anderes Thema mit einem ernsten, historischen Hintergrund steht demnächst für die Leinwand an. Unter der Regie von Adnan Köse spielt Miroslav Nemec in der Verfilmung des Romans „Wie der Soldat das Grammophon reparierte“, in dem Sasa Stanisic Kindheitserinnerungen an den Bürgerkrieg in Bosnien beschreibt. Adnan Köse hat das Drehbuch verfasst. Nemec las den Roman, dann das Skript und sagte zu.

Die Zusammenarbeit wiederum ermöglichte nun die Lesung in Dinslaken. Und wird im Fall „Falkner-alm“ wohl noch weitere Folgen haben. Wie Miroslav Nemec im Gespräch verriet, hat sich der Produzent vom „Grammophon“ schon die Rechte an seinem Kriminalroman gesichert.

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