Brustkrebs

Eine Tüte Glück und wichtige Infos wurden verteilt

Glückstüten verteilten Barbara Muhr (li.) und Dr. Daniela Rezek (re.) zum Beispiel an Marlis Schnier. Mit der Aktion machte der Verein „Aktion B - Brustgesundheit“ darauf aufmerksam, wie wichtig Mammografien sind.

Foto: Pottgiesser

Glückstüten verteilten Barbara Muhr (li.) und Dr. Daniela Rezek (re.) zum Beispiel an Marlis Schnier. Mit der Aktion machte der Verein „Aktion B - Brustgesundheit“ darauf aufmerksam, wie wichtig Mammografien sind. Foto: Pottgiesser

Dinslaken.   Der Verein „Aktion B“ informierte in der Dinslakener Innenstadt darüber, dass gerade die Früherkennung beim Kampf gegen Brustkrebs wichtig ist.

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Schon Voltaire wusste es: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein.“ In dem Sinne forderten am vergangenen Samstag vor der Neutor-Galerie Dr. Daniela Rezek und Barbara Muhr, beide vom Verein Aktion Brustgesundheit am Niederrhein, Frauen dazu auf, ihrem Glück ein bisschen nachzuhelfen und auf ihre Brustgesundheit zu achten.

Die häufigste Todesursache

Die beiden Vereinsmitglieder verteilten pinke Glückstüten mit Weihnachtswünschen und machten auf die Bedeutung von Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen aufmerksam. Die Früherkennung spielt eine große Rolle im Kampf gegen den Brustkrebs. Noch immer ist Brustkrebs in der westlichen Welt die häufigste Todesursache für Frauen unter fünfzig Jahren, jede siebte Frau ist betroffen.

Die Klinik für Senologie (Brustheilkunde) am Marien-Hospital in Wesel beschäftigt sich ausschließlich mit Erkrankungen der Brust.

Unter den Frauen gibt es eine Hemmschwelle, viele wagen den Schritt zur Mammografie nicht. Dabei ist dies wichtig, da die Vorstufen der Krankheit im Ultraschall nicht ersichtlich sind. Unsicherheiten und Vorurteile sind auch in der regen Diskussion auf dem Neutorplatz zu spüren. Dr. Daniela Rezek, Chefärztin des Brustzentrums, und Barbara Muhr, eine Betroffene, klären auf und beantworten Fragen. Rezek empfiehlt jeder erkrankten Frau, sich an spezielle Brustkrebszentren zu wenden, die Überlebensrate sei dort erheblich höher. Ultraschall, ultraschallgesteuerte Biopsien, Mammografie bei vorhandener Erkrankung, mammografisch gesteuerte Biopsien sowie alle Operationen, die die Brust betreffen, werden in der Klinik durchgeführt.

Vorbeugen könne Frau schon durch wenig Alkohol, wenig tierische Fette, nicht viel Zucker und Sport. Zur Risikogruppe gehören Frauen mit starkem Übergewicht, Spätgebärende oder kinderlose Frauen, Sportmuffel, aber auch Diabetikerinnen. Familiäre Vorbelastungen spielen ebenfalls eine Rolle.

Petition eingereicht

Zwischen fünfzig und siebzig Jahren werden die Kosten für die Mammographie von der Krankenkasse übernommen. Bis zu den Wechseljahren ist das Brustgewebe zu dicht und dadurch schlecht zu beurteilen. Fehlinterpretationen, die Panik auslösen, seien zu häufig. Es sei eine politische Sache, dass die über siebzigjährigen Frauen selbst für die Vorsorge aufkommen müssen, so Rezek. „Doch genau dann ist es besonders wichtig.“ Deshalb habe man eine Petition beim Bundesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann eingereicht. Bei einem weiblichen Durchschnittsalter von 85 Jahren sollte die Mammografie bis zum achtzigsten Lebensjahr übernommen werden.

Engagierte Frauen gründeten im Dezember 2010 den Verein „Aktion B – Brustgesundheit am Niederrhein“. Der Verein will Bewusstsein schaffen und organisiert Vorträge, Ausstellungen, außergewöhnliche Kunstveranstaltungen und informiert wie jetzt mit der Tüte-Glück-Aktion über die Wichtigkeit der Vorsorge im Kampf gegen den Krebs.

Mit dem Verein kann man per Telefon oder per E-Mail in Kontakt treten. Die Rufnummer lautet 0281/104-1550, die E-Mailadresse info@aktion-b.de. Weitere Infos: www.aktion-b.de.

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