Kindergarten

Eltern der Kita Teerstraße Dinslaken weiter im Ungewissen

Die Kita Teerstraße ist in einem schlechten Zustand. Die Eltern dringen auf eine schnelle Lösung.

Die Kita Teerstraße ist in einem schlechten Zustand. Die Eltern dringen auf eine schnelle Lösung.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Ein Neubau am alten Standort kostet mit 2,8 Millionen fast dasselbe wie an der Zeche – aber es dauert länger. Und das liegt nicht an der Bauzeit.

„Nächstmöglicher Zeitpunkt“ – das ist ein dehnbarer Begriff. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt soll der Awo-Kindergarten von der Teerstraße in das Gebäude der Kita Katharinenstraße verlegt werden, damit das Gebäude an der Teerstraße abgerissen und dort eine neue Kita geplant werden kann, parallel zur Planung am Standort Zechengelände – das jedenfalls beantragten CDU, Grüne, Linke und UBV - wie berichtet - im Jugendhilfeausschuss. Gestern stand das Thema erneut auf der Tagesordnung der Politik - diesmal im Hauptausschuss.

Der Edithweg hat Vortritt in der Übergangs-Kita

Dabei eröffnete die Verwaltung – die für den Standort der ehemaligen Heizzentrale auf dem Zechengelände plädiert – dass das mit dem nächstmöglichen Umzug der Kita Teerstraße an die Katharinenstraße durchaus etwas länger dauern könnte. Denn in der Kita Katharinenstraße sind bis Ende des Jahres 2017 noch die Kinder der Kita Dickerstraße untergebracht, die aktuell saniert wird. Dann werden wohl die Kinder des Edithwegs vorläufig in die Räume an der Katharinenstraße ziehen. Denn am Edithweg ist das Dach sanierungsbedürftig. Bis Anfang 2019 werden die Arbeiten im Edithweg andauern, so Stadtsprecher Horst Dickhäuser.

Also könnten die Kinder, rechnete Volker Grans (SPD) gestern vor, frühestens in zwei Jahren umziehen. Ohnehin, so wandte er ein, sei der Ausweich-Standort Katharinenstraße ungünstig – viele Eltern an der Teerstraße hätten kein Auto. Container als Übergangslösung, wie von Lilo Wallerich (Grüne) vorgeschlagen, fanden keine Zustimmung. Die Kosten für die unterschiedlichen Standorte spielen sicher auch eine Rolle:

Am teuersten wäre ein Neubau im Wohncluster

Das Gelände an der Teerstraße gehört der Stadt. Ein Neubau hier würde etwa 2,7 Mio. Euro kosten.

Das Grundstück an der Heizzentrale würde 300 000 Euro kosten – und die RAG hat schon den Grund vorbereitet. Ein Neubau kostet hier insgesamt 2,8 Mio. Euro. Hier könnte laut Verwaltung noch dieses Jahr mit dem Bau begonnen werden

Ein Neubau im Wohncluster kostet etwa 3,2 Mio. Euro - davon etwa 600 000 für das Grundstück. Außerdem müsste der Bebauungsplan geändert werden. Ein Baubeginn wäre frühestens Anfang 2018 möglich – so die Planung denn durchkommt. Denn möglicherweise muss man mit Widersprüchen gegen eine solche Änderung rechnen – die Grundstücke wurden als reines Wohngebiet verkauft.

Es muss geklärt werden: „Was kommt da hin?“

Die Eltern der Teerstraße, die um eine möglichst schnelle Lösung gebeten hatten, hängen nun wieder in der Luft. Zunächst war es ihnen schneller erschienen, an der Teerstraße neu zu bauen. Nun scheint die Heizzentrale die schnellere Lösung. Allerdings gebe es dort Unwägbarkeiten, was die weitere Bebauung – also Grubenwasserbewirtschaftung der RAG oder etwa Gastronomie – und damit Umgebung der Kita betrifft, so Andreas Kalthoff, Jugendamtselternbeirat, der mit den Eltern in Kontakt steht. Es müsse, so Michael van Meerbeck (CDU) geklärt werden: „Was kommt da hin?“

Am 28. März soll der Rat entscheiden. (aha)

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