Em.share: Auf der Wiese ist alles im Fluss

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Dinslaken.  Von wegen Emscher ganz im Zeichen der Emscherkunst.2013. Die Emscher ist für alle da. Mitglieder des Kulturkreises Dinslaken haben sie sich deshalb einfach aufgeteilt. In 25 Abschnitte von der Quelle (für Alfred Grimm) bis zur Mündung (für Barbara Grimm). Diese Klammer ist Zufall. Aber griffig. Wie das ganze Projekt, das der Kulturkreis, darunter die Vorsitzende Magdalene Schwan-Storost und die Ausstellungsorganisatoren Peter Withof, Udo Buschmann, Rainer Höpken und Rüdiger Schütt Montag in der Alten Apotheke vorstellten.

Em.share – der Name ist Programm – nähert sich dem Fluss als Gemeinschaftsausstellung von 25 Künstlern vom 22. September bis zum 6. Oktober im Voswinckelshof an. Parallel zur internationalen Emscherkunst.2013. Museumsleiter Dr. Peter Theissen hat für diesem Zeitraum den Saal für die Sonderausstellung freigehalten.

Doch bevor die Künstlerinnen und Künstler, allesamt Kulturkreismitglieder oder von diesem als Gäste eingeladen, ihre Ideen und Reflexionen zu ihrem zugelosten Streckenabschnitt der Emscher innerhalb des Museums zeigen, gibt vom 22. Juni an eine Installation auf der Wiese vor dem Voswinckelshof eine erste Ahnung von dem, was das Publikum von Em.share zu erwarten hat.

Ortsbegehungen

Kunst lebt von der Herausforderung. Per Los wurde jedem der 25 Teilnehmer ein Streckenabschnitt zugeteilt. Und die machten sich auf den Weg Ortsbegehungen mit Überraschungen. Eine Künstlerin erwischte den Abschnitt bei Dortmund, wo die Emscher noch komplett durch die Röhre fließt. Udo Buschmann fand sich auf Schleichwegen im östlichen Ruhrgebiet wieder, die er normalerweise nie gegangen wäre. Und Rainer Höpken erhielt das heimische Teilstück zwischen B8 und L8 und war überrascht, wie wenig er es tatsächlich kannte.

Nun werden aus den Eindrücken Ideen, Skizzen und schließlich Objekte und Installationen. Denn Bedingung für die Ausstellung ist es, dass nichts an die Wände des Museums gehängt werden darf.

Und draußen die Em.share -Großplastik. 36 Holzpfähle, 10 mal 10 Zentimeter dick und 3 Meter hoch. 70 Zentimeter tief wird diese „Emscher“ in den Boden gerammt und lackiert im leuchtenden „emscherblau“ eine ästhetische Einheit mit dem historischen Voswinckelshof und der modernen Betonwand, die das Ankündigungsbanner zur Ausstellung tragen wird, eingehen.

36 Pfähle: 25 von ihnen tragen die Namen der beteiligten Künstler, 11 weisen auf Städte entlang des Flussverlaufs hin.

Die Idee, Em.share ins Stadtbild zu tragen, stammt von Dr. Theissen, das Wortspiel aus Emscher und „share“ für engl.: „teilen“ ist eine Idee von Rüdiger Schütz. Zu den Teilnehmern der Gemeinschaftsausstellung gehören Kulturkreismitglieder wie Gäste von Norddeich bis Köln.

Offizieller Projektstart ist am Samstag, 22. Juni, um 18 Uhr vor dem Museum Voswinckelshof, wenn der letzte der 36 Pfähle mit der Aufschrift „Dinslaken“ in Beisein aller Künstler aufgestellt wird.

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