GROSSEINSATZ

Verdächtiges Pulver löst Großeinsatz in Dinslaken aus

Großeinsatz in Dinslaken: Rund um das Berufskolleg waren die Straßen gesperrt. Grund: ein verdächtiges Pulver wurde gefunden.   

Foto: Kempken

Großeinsatz in Dinslaken: Rund um das Berufskolleg waren die Straßen gesperrt. Grund: ein verdächtiges Pulver wurde gefunden.   Foto: Kempken

Dinslaken.   Anwohnerin der Wiesenstraße hatte die Substanz in Umschlag entdeckt. Teile der Innenstadt sechs Stunden lang gesperrt. Experten gaben Entwarnung.

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Ein Briefumschlag mit einer verdächtigen Substanz in der Nähe eines Hauses an der Wiesenstraße hat gestern Vormittag für einen Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr gesorgt. Nach gründlichen Analysen stellte sich gegen 17.30 Uhr heraus, dass es sich um kein gefährliches Pulver handelte.

„Dass die Substanz gefährliche Auswirkungen auf die Bevölkerung haben könnte, schloss die Feuerwehr aus. Möglicherweise sind es Drogen, aber das wird jetzt noch genauer geprüft“, sagte Daniel Freitag, Sprecher der Kreispolizei Wesel, am frühen Abend.

Viele Straßen gesperrt

Eine Anwohnerin hatte den verdächtigen Gegenstand um 11.30 Uhr entdeckt. „Sie hat uns sofort alarmiert und wir haben die Feuerwehr alarmiert, die prüfen sollte, um was für eine Substanz es sich handelt“, sagt Daniel Freitag. Vorsorglich sperrte die Polizei einen Teil der Innenstadt ab.

Betroffen waren die Wiesenstraße, Duisburger Straße, Kreuzstraße, Gartenstraße und Bachstraße. Viele Anwohner kamen nicht in ihre Häuser, verbrachten eine lange Zeit vor den Absperrungen oder gingen nochmal für einen Spaziergang in die Stadt. Nur vereinzelt regten sich Bewohner über die Sperrung auf.

Aufbau eines mobilen Labors

„Nach ersten Analysen forderte die Feuerwehr ein Spezialteam an, das die Gefährlichkeit des Stoffes prüfen sollte“, fügte Freitag hinzu. Die Analytischen Task Force Köln (ATF) traf nachmittags in Dinslaken ein. Bei der ATF handelt es sich um eine Spezialeinheit zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer oder radiologischer Gefahren. Um den Umschlag genauer zu untersuchen baute die ATF ein mobiles Zelt auf. Darin wurde über einen Zeitraum getestet, um was für eine Substanz es sich handeln könnte.

„Die Sperrung wird auch erst aufgehoben, wenn wir wissen, dass von dem Pulver keine Gefahr ausgeht“, sagte Freitag am Nachmittag. Am frühen Abend folgte dann die Bestätigung, die Sperrungen wurden aufgehoben und die Bewohner konnten zurück in ihre Häuser. Entwarnung. „Weitere Analysen werden zeigen, wer eventuell der Absender und wer der Empfänger dieses Briefes war“, so Freitag. Insgesamt waren ungefähr 15 Polizisten und 30 bis 35 Feuerwehrleute im Einsatz.

<<<Die Analytische Task Force Köln<<<

Seit 2007 befindet sich die Analytische Task Force (ATF) im Einsatz und hat in dieser Zeit mehrere Hundert Unterstützungseinsätze geleistet.

Pro Jahr werden die Einsatzkräfte in ganz Deutschland zirka 180 Mal zur Unterstützung bei Gefahrensituationen angefordert. Mit spezieller Messtechnik und Fachexperten tragen sie dazu bei, die Lage zu bewältigen.

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