Kirmes

Es geht rund! Die Martinikirmes Dinslaken ist eröffnet

Los geht’s! Die Gruppe „Samba X“ trommelte zur Eröffnung der Martinikirmes

Los geht’s! Die Gruppe „Samba X“ trommelte zur Eröffnung der Martinikirmes

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Die Martinikirmes ist eröffnet. Bis Dienstag geht’s in Dinslaken rund. Der Bürgermeister hat ein Versprechen zur Zukunft der Kirmes abgegeben.

Mit einem lauten Knall wurde am Freitagabend die Martinikirmes eröffnet. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger zählte den Countdown abwärts, dann stiegen erstmals keine Ballons in den Abendhimmel – aus Umweltschutzgründen, so Heidinger – sondern es gab auf Knopfdruck einen kräftigen Rums.

Und das ist noch die geringste Veränderung, auf die sich Beschicker und Besucher der Martinikirmes künftig einstellen müssen. Denn der große Countdown zum Aus der Trabrennbahn Ende 2022 läuft ebenfalls und so mischte sich in die Freude über die Kirmeseröffnung auch die Sorge um die Zukunft der Martinikirmes. „Wir müssen gucken, dass wir einen anderen Platz finden, aber das ist nicht so leicht“, sagte Ronny Langenberg, 2. Vorsitzender des Schaustellerverbandes Dinslaken, in seiner Begrüßungsrede, nach der die Besucher wieder zur Fahrt im Riesenrad eingeladen waren.

Das haben die Schausteller gehofft

Nachdenklich schaute Langenberg anschließend aus der Riesenrad-Gondel auf den Platz. Kirmesmeisterin Carina Albeck sei diesmal eine besonders „tolle Skyline“ gelungen, sagt er. Tatsächlich: Mit dem Aeronauten und dem Fighter bietet die Kirmes eine beeindruckende Silhouette. Ob dafür anderswo in Dinslaken genügend Platz ist? Langenberg ist unsicher. Die Schausteller hätten auf das Thyssengelände oder die Brachfläche an der B8 spekuliert Beide Flächen sind mittlerweile vergeben: an die Stadtwerke für das Holzheizkraftwerk und Schollin für die Erweiterung des Standorts.

Als die Innenstadt vor sieben Jahren umgebaut wurde und die Kirmes auf die Trabrennbahn zog, hätten die Schausteller angeregt, dass in der Innenstadt Blumenkübel oder Poller möglichst mobil installiert würden – falls die Kirmes noch einmal zurückkomme. „Das wurde aber nicht umgesetzt“, bedauert Langenberg. Die Brunnenfläche auf dem Neutorplatz etwa sei nicht wirklich belastbar: „Da kann man höchstens meinen Churros-Stand draufstellen“. Dennoch habe die Innenstadt auch Vorteile: Dort habe es deutlich mehr Laufkundschaft gegeben.

Das sagt der Bürgermeister

Bürgermeister Heidinger hatte als Entgegnung auf Langenbergs Begrüßungsrede beruhigende Worte gefunden. „Wir werden auch, wenn das hier irgendwann nicht mehr möglich ist, einen attraktiven Kirmesplatz mitten in der Stadt haben. Wir arbeiten dran, das kann ich versprechen.“

Dann ging es für das Stadtoberhaupt und unzählige weitere Gäste rund auf der Martinikirmes, die vom 80 Meter hohen Mega-Kettenkarussell Aeronaut dominiert wird, neben dem selbst der „Fighter“ geradezu harmlos aussieht. Bei kühlem, trockenen Wetter war die Kirmes schon am frühen Abend sehr gut besucht. „Einen tollen ruhigen Verlauf“ wünschte Ronny Langenberg der Martinikirmes – der viertletzten auf der Trabrennbahn.

>>Öffnungszeiten

Samstag ist von 14 bis 23 Uhr geöffnet, Sonntag von 11 bis 23 Uhr, Montag von 14 bis 23 Uhr (Familientag), Dienstag von 14 bis 23 Uhr. Am Dienstag ist gegen 21 Uhr Feuerwerk. Anreise u.a. mit dem eigenen Shuttlebus ab Bahnhof/Neutor/Friedrich-Ebert-Straße (Ecke Neustraße). Parkplätze sind auf der Trabrennbahn (zwei Euro am Tag).

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