Martinikirmes

Extreme auf dem Rummel in Dinslaken

Das Fahrgeschäft „Heroes“ ist eines der schnellsten und wildesten Fahrgeschäfte, auf die man sich bei der Martinikirmes begeben kann.

Foto: Heiko Kempken

Das Fahrgeschäft „Heroes“ ist eines der schnellsten und wildesten Fahrgeschäfte, auf die man sich bei der Martinikirmes begeben kann. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Auf der Martinikirmes gibt es einige Extreme zu entdecken: vom schnellsten Fahrgeschäft bis zum ungewöhnlichsten Getränk.

Wenn es um die Martinikirmes geht, gibt es wohl kaum jemanden, der sich besser auskennt, als Ronny Langenberg. Der Spross einer Schaustellerfamilie, die bereits seit fast 40 Jahren auf der Kirmes in Dinslaken aktiv ist, ist daher die beste Anlaufstelle, wenn man Informationen über den Rummel haben möchte.

Dass es hier zahlreiche Fahrgeschäfte und kulinarische Angebote gibt, ist klar. Doch wo findet man auf der Kirmes eigentlich die extremsten Attraktionen?

Das höchste und das gemütlichste Fahrgeschäft

Dass man beim Riesenrad das mit 42 Metern höchste Fahrgeschäft auf der Kirmes findet, dürfte keinen überraschen. „Und es ist auch das gemütlichste Fahrgeschäft. Denn hier kann man mit der ganzen Familie fahren“, sagt Ronny Langenberg.

Allerdings teilt sich das Riesenrad auf der Martinikirmes diesen Rang mit dem Fahrgeschäft „Fighter“. Denn das ragt ebenfalls 42 Meter in die Höhe, doch das Fahrerlebnis könnte kaum unterschiedlicher sein: Während das Riesenrad gemütliche Ausblicke über die Stadt erlaubt, katapultiert der „Fighter“ seine Fahrgäste in einer Kreisbewegung mit bis zu 125 Stundenkilometern Richtung Himmel.

„Das ist schon eine ganz schön wilde Fahrt“

Ähnlich schnell unterwegs ist das Fahrgeschäft „Heroes“. An mehreren Armen sind hier die Plätze für die Kundschaft aufgehängt. Während sich die Arme mit bis zu 22 Umdrehungen pro Minute wie ein sehr schnelles Karussell bewegen, rotieren die Sitzplätze der Fahrgäste noch mal individuell weiter. „Das ist schon eine ganz schön wilde Fahrt“, kommentiert Ronny Langenberg.

Genau wie der „Fighter“ sicherlich nicht für jeden Kirmesbesucher geeignet, auch wenn sich hier eigentlich für jeden eine passende Attraktion finden ließe. Auch für die Kleinen: Denn mit „Willi der Wurm“ gibt es auf der Martinikirmes auch eine sehr kleine Kinderachterbahn zu bestaunen. „Die macht allerdings kaum weniger Arbeit, als eine große Achterbahn. Und trotz der Größe ist sie sehr beliebt, weil hier auch jeder mitfahren kann“, erklärt Ronny Langenberg.

Das besondere Angebot: eine Schokoladenmanufaktur

Nun werden auf einer Kirmes ja nicht nur die Fahrgeschäfte ausgiebig genutzt, sondern auch Speisen und Getränke angeboten. Und wenn es um das kulinarische Angebot geht, hat die Martinikirmes etwas ganz Besonderes zu bieten: eine Schokoladenmanufaktur.

Beim „Chalet de Chocolat“ stellt das Team um Nicole und Marcel Kutschenbauer live vor Ort Schokoladenspezialitäten her. „Die Idee ist, dass die Kunden permanent sehen können, was hier für sie entsteht“, erklärt Marcel Kutschenbauer.

Drei Jahre haben seine Ehefrau und Nicole und er an der Idee für die mobile Schokoladenmanufaktur gefeilt, Seminare besucht und Pläne geschmiedet. Im vergangenen Jahr haben sie das „Chalet“ dann eröffnet und sind jetzt definitiv eine der besonderen Attraktionen auf der Martinikirmes.

Einige Schausteller sind seit Jahrzehnten dabei

Und die gibt es auch direkt nebenan, wenn es um Getränke geht. Denn hier entsteht am Stand der Familie Röhrig Feuerzangenbowle. In großen Kupferkessel köchelt die Mixtur aus Dornfelder, Orangen, Zitronen und Gewürzen. „Wenn ein Kessel fertig ist, wird der Rum über den Zucker geschüttet und angesteckt. Der tropft dann in den nächsten Kessel“, erklärt Ulrike Röhrig den Herstellungsprozess, den die Besucher sich hier natürlich auch anschauen können.

Dass die Martinikirmes eine lange Tradition hat, zeigt auch die Tatsache, dass einige Schausteller schon seit Jahrzehnten mit dabei sind. Ronny Langenbergs Eltern Gabriele und Helmut verkaufen auf der Martinikirmes seit fast 40 Jahren gebrannte Mandeln. „Und es macht uns noch immer sehr viel Spaß“, sagt Gabriele Langenberg.

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