Kirche

Familienkirche Heilig Geist in Hiesfeld kommt gut an

Gehören zum Team der Familienkirche Heilig Geist in Hiesfeld (v.l.): Mareike Schraut, Beatrix Horn, Petra Roth und Pastor Thomas Berger.

Gehören zum Team der Familienkirche Heilig Geist in Hiesfeld (v.l.): Mareike Schraut, Beatrix Horn, Petra Roth und Pastor Thomas Berger.

Foto: Peter Neier / NRZ

Dinslaken.  In der Gemeinde Heilig Geist in Hiesfeld sieht die Pfarrei St. Vincentius Dinslaken ihren familienpastoralen Schwerpunkt. Angebote kommen gut an.

Seit einigen Monaten gibt es in der Heilig-Geist-Kirche Hiesfeld zweimal im Monat Familiengottesdienste. Damit setzt die Pfarrei St. Vincentius Dinslaken dort einen familienpastoralen Schwerpunkt. Im Gespräch mit der NRZ stellten Pastor Thomas Berger, die Pastoralreferentinnen Mareike Schraut und Petra Roth als Hauptamtliche sowie Beatrix Horn, Sprecherin des Gemeindeausschusses, das Projekt Familienkirche Heilig Geist näher vor.

„Ja, es gab Familiengottesdienste auch früher schon, aber immer nur ein bisschen, mit wenigen Kindern und keiner richtigen Atmosphäre. Es haperte an der Vorbereitung“, blickt Berger zurück. Im Seelsorgeteam sei man sich einig gewesen: „Wir müssen miteinander Familiengottesdienste und den Glauben feiern und das als feste Einrichtung.“ Da es in Hiesfeld die meisten Zuzugsgebiete für junge Familien gebe und Heilig Geist der größte Gemeindeteil sei, „sollte hier das familienpastorale Zentrum sein, übergreifend für die gesamte Pfarrei“.

Familiengottesdienste, Minikirche, Kinderkirche und mehr

Familiengottesdienste, Minikirche, Kinderkirche, Aktionen für Familien – ob zu Karneval, in der Fastenzeit, zu Ostern oder am Muttertag. Ein in den Kirchen ausliegender bunter Flyer weist auf die vielfältigen Angebote im 1. Halbjahr 2020 hin. Die Familiengottesdienste finden in der Regel am 2. und 4. Sonntag im Monat um 11 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche (Riemenschneiderstraße) statt. Kinderkirche ist am 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr im Pfarrheim Heilig Geist, gedacht für Familien mit Kleinkindern und Kindergartenkindern. Minikirche gibt es am 1. Sonntag im Monat um 17 Uhr in der St. Vincentius-Kirche am Altmarkt oder „on tour“.

„Die Familienkirche ist gut angelaufen, wir freuen uns bei den Gottesdiensten über viele Familien und etwa 30 Kinder“, sagt Petra Roth. Am letzten Sonntag seien es wegen des Sturms etwas weniger gewesen. „Die Eltern erhalten immer eine Erinnerungsmail und kommen in der Regel zu den nächsten Familiengottesdiensten wieder. Die meisten kennen wir schon“, ergänzt Pastor Berger. Die größte Klientel seien Kindergarten- und Grundschulkinder, ab dem 5. Schuljahr höre der Zuspruch eher auf. „Da wären Jugendgottesdienste besser geeignet.

Evangelien-Prozession und Hilfe bei der Gabenbereitung

Alle Altersgruppen würden in die Familiengottesdienste mit eingebunden. Da gibt es die Evangelien-Prozession, wenn das Buch vom Taufbecken aus zum Ambo gebracht wird, begleitet von den Kindern mit Kerzen. Oder sie helfen den Messdienern bei der Gabenbereitung, holen Kelch, Wasser, Brot und Wein. „Wer sich beteiligen möchte, kann immer etwas machen“, weiß Mareike Schraut. Dafür werden rote und grüne Kärtchen an die Kinder verteilt – entweder Evangelium oder Gabenbereitung. „So kommt jeder mal dran. Wichtig ist, dass die Kinder angesprochen werden.“ Vor dem Altar steht bei der Familienkirche ein Metallkreuz. Das lässt sich mit Magneten zum Zettelbefestigen bearbeiten, wie zuletzt beim Sternsingergottesdienst.

Die drei hauptamtlichen Seelsorger und die rund zehn Ehrenamtlichen (Väter und Mütter), die ihre Ideen in die Gottesdienste mit einbringen, sind zufrieden mit der Resonanz. „Die Familienkirche entwickelt sich und ist gut gemischt. Wir haben inzwischen Kinder aus allen sieben Gemeindeteilen“, erklärt Petra Roth. „Wir gehen vom Evangelium aus und das kindgerecht. Eltern und Kinder sollen etwas davon in unsere heutige Zeit mitnehmen“, so Thomas Berger. Eine Mutter habe mal gesagt: „Das ist hier fast wie bei der Sendung mit der Maus!“

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