Voerde.

FDP-Chef schmeißt kurz nach Wahl hin

Voerde.  Kurz nach seiner Wiederwahl als Vorsitzender der FDP Voerde ist Torsten Larek von seinem Amt zurückgetreten. Was ihn genau zu diesem Schritt bewogen hat, dazu wollte sich der 42-Jährige gestern nicht äußern. Offenbar stecken interne Unstimmigkeiten dahinter. Darauf lässt seine knappe Erklärung schließen, wonach er aus „innerparteilichen und politischen Gründen“ von seinem Amt zurückgetreten sei.

Der Ortsparteitag der Liberalen vor knapp zwei Wochen hatte die internen Unstimmigkeiten offen gelegt: In einer Kampfabstimmung rangen Fraktionsvorsitzender Bernhard Benninghoff und Werner Ellenberger um Platz 1 auf der Reserveliste für die Kommunalwahl. Damit verbunden ist die Empfehlung als künftiger Fraktionschef. Benninghoff ging, wie berichtet, als Sieger aus der Kampfabstimmung hervor, der 79-Jährige setzte sich mit 13 zu 9 Stimmen gegen Ellenberger als Spitzenkandidat seiner Partei durch. Er und Larek hätten in der Vergangenheit andere Vorstellungen gehabt, räumte Benninghoff auf NRZ-Anfrage ein. Mehr wollte er zu dem Thema nicht sagen.

Bis auf weiteres steht die FDP nun unter dem kommissarischen Vorsitz von Lareks Stellvertreterin Michaela Niewerth. Bei einem außerordentlichen Parteitag Ende Februar will die FDP die beiden Wahlbezirke und Plätze auf der Reserveliste, die mit dem Komplett-Rückzug von Larek und eines weiteren Mitgliedes – hier sind es laut Benninghoff gesundheitliche Gründe – vakant geworden sind, neu besetzen. Möglicherweise wird dann auch der Posten des Vorsitzenden neu gewählt.

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