Feuerwehr

Feuer zerstört Vereinshaus von Schützenverein in Hiesfeld

Der Dachstuhl ist nur noch ein schwarzes, verkohltes Gerüst. Bis 1.30 Uhr waren die Feuerwehrleute vor Ort.

Der Dachstuhl ist nur noch ein schwarzes, verkohltes Gerüst. Bis 1.30 Uhr waren die Feuerwehrleute vor Ort.

Foto: Funke Foto Services

Dinslaken.   Bei einem Feuer ist das Vereinsheim der Bürgerschützen in Dinslaken-Hiesfeld zerstört worden. Sportanlage, Schützenhalle und Archiv wurden vernichtet.

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Rauchschwaden ziehen durch das kleine Stückchen Wald in Richtung Kunstrasen des TV Jahn Hiesfeld. Es liegt ein beißender Geruch in der Luft. Der Platz vor dem Schützenheim des BSV Hiesfeld 1654 ist abgesperrt, mehrere Feuerwehrwagen stehen dort, von Baum zu Baum ist Absperrband gespannt. Eine Traube von Menschen schaut auf das Gebäude, dessen Dachstuhl von dem Feuer zerstört wurde. Flammen sind gegen 20 Uhr nicht mehr zu sehen. Aus dem Korb der Drehleiter verhindern zwei, drei Feuerwehrleute, dass sich das Feuer neu entfacht. Einer entfernt Dachpfannen, um Glutnester zu entdecken.

Zunächst war noch unklar, ob sich Personen im Vereinsheim und in der angrenzenden Mietwohnung befanden. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, war niemand im Gebäude. Aufgrund der rasanten Brandentwicklung am Gebäude wurden mehrere Trupps unter Atemschutz mit Strahlrohren sowie die Drehleiter eingesetzt. Gegen 20.30 Uhr am Samstag war das Feuer unter Kontrolle, jedoch war die Suche und das Löschen von Glutnestern aufgrund der baulichen Gegebenheiten sehr zeitaufwendig und zog sich bis 1.30 Uhr hin.

17.30 Uhr ging der Alarm ein

Vom Dachstuhl über dem Saal des Vereinsheims ist nur noch ein schwarzes, verkohltes Gerüst übrig geblieben. Um 17.30 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden. Zunächst rückten Einsatzkräfte der Hauptwache und des Löschzuges Hiesfeld aus.

„Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte der Dachstuhl in voller Ausdehnung“, berichtet Feuerwehrmann Friedhelm Kerseboom im Gespräch mit der NRZ. Dichter Rauch erschwerte die Arbeit, die Feuerwehrleute konnten die Löscharbeiten nur mit schweren Atemschutzgeräten durchführen. Wegen der sommerlichen Temperaturen und den Flammen mussten die Trupps häufig gewechselt werden. Als Verstärkung rückten die Löschzüge Stadtmitte und Oberlohberg nach Hiesfeld aus, Feuerwehrleute aus Eppinghoven übernahmen den Dienst auf der Hauptwache, so Kerseboom. Die Löscharbeiten erschwerten auch die vergitterten Fenster und die Metalltüren zum Vereinheim.

Ein herber Verlust

Der Brand ist für den Bürgerschützenverein Hiesfeld ein besonderer Verlust. Das verheerende Feuer zerstörte die Sportanlage und die Schützenhalle. Die angrenzende Wohnung nicht mehr benutzbar. Das im Gebäude befindliche Vereinsarchiv mit allen Unterlagen zur Geschichte der Hiesfelder Schützen sowie die Fahnen sind unwiederbringlich zerstört worden. Auch das Kreisbanner, das die Hiesfelder im vergangenen Jahr erhielten und beim nächsten Kreisschießen weitergeben wollten, ist dem Feuer zum Opfer gefallen.

Dieter Petrak, Vorsitzender des Schützenvereins, war in Friedrichsfeld, als er über den Brand informiert wurde. Er eilte sofort an den Rotbach. „Da steckt viel Arbeit drin“, sagt er im Gespräch mit der NRZ. Per E-Mail haben noch am Samstagabend viele Vereine den Bürgerschützen ihre Unterstützung angeboten. „Wir können bei ihnen trainieren“, so Petrak.

Mit den Nachrichten über das Feuer kursierten auch schon Gerüchte, der BSV Hiesfeld würde sein Schützenfest im August absagen, nicht durchführen. Davon könne keine Rede sein, sagt Petrak. Auf einer Fläche neben dem Gebäude werde das Zelt stehen, man benötige nur Anschlüsse für Wasser und Strom. „Alles andere kann improvisiert werden“, so Petrak. Der Vogelstand ist durch die Flammen nicht beschädigt worden. Und das Vereinsheim werde man auf jeden Fall wieder aufbauen, so der Vorsitzende. Das hätten schon andere Vereine geschafft. „Wir schaffen das auch“, so Petrak.

Saal war für eine Feier hergerichtet

Eine junge Hiesfelderin wird diesen Tag – wie auch die Bürgerschützen – nicht so schnell vergessen. Sie wollte am Samstagabend im Vereinsheim in ihren 18. Geburtstag hineinfeiern. Wie Dieter Petrak berichtet, war schon alles für die Feier vorbereitet, der Saal hergerichtet. Doch dann brach gegen 17.30 Uhr das Feuer aus.

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