Knaller &Co.

Feuerwerksverkauf in Läden in Dinslaken hat begonnen

Emil und sein großer Bruder Safa Uzun suchen ihr Feuerwerk bei Stewes aus.

Foto: Heiko Kempken

Emil und sein großer Bruder Safa Uzun suchen ihr Feuerwerk bei Stewes aus. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Seit Donnerstag verkaufen die Läden Silvesterfeuerwerk. Bei Philipps standen die Kunden lange Schlange, Stewes erwartet Andrang am Freitag.

Das hohe Rolltor bei Sonderposten Thomas Philipps steht nur zur Hälfte offen. Menschen jeder Größe passen dennoch problemlos hindurch. Vielmehr würden sie dort durchpassen, wenn drinnen noch Platz wäre. Am Mittag aber heißt es bei dem Laden an der Max-Eyth-Straße: Einlassstopp. Hinein kommt ein jeder erst, wenn Dirk Lewandowski ihn durchwinkt.

„Wir wollen schließlich nicht, dass sich die Leute hier tottreten“, erklärt der stellvertretende Marktleiter. Schließlich solle der Einkauf für alle Kunden entspannt verlaufen. In der großen, dem Haupteingang vorgelagerten Halle verkauft Philipps genau wie viele weitere Discounter oder Baumärkte seit gestern und noch bis morgen offiziell Knaller & Co. Und Lewandowski ist angesichts des Andrangs zufrieden. „Sehen Sie doch, dass hier einiges los ist.“ Morgen aber, so schätzt er, werde es ruhiger sein.

Unter anderem in der Verkaufsschlange bei Philipps stehen um die Mittagszeit Clemens und sein Vater Gunther Schmucker. Letzterer nur dem Sohn zuliebe, „denn die Knallerei ist gar nichts für mich“. Der Zehnjährige aber hat sich durchgesetzt, ein bisschen was zum Knallen darf er für Silvester aussuchen: Clemens hat sich für ein paar Raketen, Chinaböller und die klassischen Knallerbsen entschieden.

China-Böller vom Rest getrennt

Auch bei Stewes ein paar hundert Meter weiter sind die Feuerwerkskörper längst aufgebaut. Raketen, Batterien und Wunderkerzen können Kunden direkt am Eingang des Baumarktes finden, die Böller hingegen sind im Gartenmarkt untergebracht. „Das liegt an Auflagen, die wir zu erfüllen haben“, erklärt der stellvertretende Marktleiter Marcel Sommer. Das Gesetz schreibe vor, dass sich maximal 70 Kilogramm Sprengstoff in einer Halle befinden dürften.

Der Andrang im Baumarkt ist gerade geringer, irgendwer jedoch hält immer Ausschau nach den bunt verpackten Feuerwerkskörpern, deren Preise bei 5,99 Euro starten und bei 119,99 Euro enden. „Die Nachfrage ist definitiv da. Da wir aber aufgrund des Sonntags schon einen Tag früher als oft üblich mit dem Feuerwerksverkauf gestartet haben, ist es heute am 28. Dezember noch ruhiger. Die Leute haben sich mittlerweile daran gewöhnt, dass es Feuerwerk ab dem 29. Dezember zu kaufen gibt“, glaubt Marcel Sommer.

Einzelnen Kassenschlager gibt es dieses Jahr nicht

Einen Kassenschlager, den Feuerwerkstrend für den Jahreswechsel von 2017 auf 2018 habe er nicht ausmachen können. „Im Moment gefällt vielen vor allem das, was bunt ist und für schöne Stimmung sorgt. Batterien sind nach wie vor sehr beliebt, Raketen aber auch.“

Warum also nicht von allem etwas nehmen? Dafür jedenfalls hat sich Emil entschieden. Der Elfjährige ist gemeinsam mit seinem großen Bruder Safa Uzun zum Einkauf gekommen, alleine darf er das Feuerwerk schließlich noch nicht erwerben. „Ich habe mir aber auch schon etwas ausgesucht“, sagt Safa Uzun. „Ein Raketenfeuerwerk und eine große Batterie.“

>> ZÜNDENDE TIPPS FÜR SCHADENLOSES BÖLLERN

  • Die Verbraucherzentrale rät, beim Kauf auf folgendes zu achten: Es ist es ratsam, nur amtlich zugelassene Feuerwerkskörper zu zünden und sich strikt an die Bedienungsanleitung zu halten. Ware ohne Prüfnummer kann sehr gefährlich sein und ist zudem oft von minderer Qualität. Ausführliche Info auf www.verbraucherzentrale.nrw

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