Freibad Hiesfeld

Freibad: Vor der Versammlung schlagen die Wellen hoch

Der Freibadverein will heute Pläne vorlegen, nach denen das Freibad Hiesfeld doch zu sanieren ist.

Der Freibadverein will heute Pläne vorlegen, nach denen das Freibad Hiesfeld doch zu sanieren ist.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Dinslaken.   Architekt des Freibadvereins will bei der Versammlung am Dienstag zwei Entwürfe vorstellen. Stellungnahme der Stadt sorgt für Aufregung.

Der Freibadverein stellt am heutigen Dienstag bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung seine Pläne für das Freibad Hiesfeld vor. Der Architekt des Freibadvereins, Wolfgang Hein, der auch Vizepräsident des Deutschen Schwimm-Verbandes ist, habe neben einem Entwurf für ein 30-Meter-Becken auch einen Entwurf für ein 50-Meter-Becken dabei, so Thomas Giezek, Vorsitzender des Freibadvereins. Schließlich fühle sich der Verein auch an das Anliegen des Bürgerbegehrens pro Freibad gebunden.

Flexible Überlaufrinne

Die eingeplante Überlaufrinne rund um das Becken könne in der Höhe nachjustiert werden, so Giezek. Dadurch lasse sich das Problem des Schwallwasserabrisses, das aufgrund des problematischen Bodens entstehen könnte, und das zum Aus für die Sanierungspläne geführt hat, in den Griff bekommen.

170 Mitglieder sollen kommen

Etwa 170 Vereinsmitglieder wollen kommen, um sich die Pläne anzusehen, viele seien angesichts des Verhaltens der Stadt und des Bürgermeisters, der zwar Vereinsmitglied ist, aber an der Versammlung nicht teilnimmt, erbost. Auch eine öffentliche Erklärung der Stadtverwaltung, ein selbst erstellter Frage-Antwort-Katalog zum Thema Freibad, den die Stadt am Wochenende auf Facebook und nun auch auf ihrer Homepage veröffentlicht hat, hat nicht nur Zuspruch gefunden.

„Empört“ über Stellungnahme der Stadt Dinslaken

Reinhard Claves, Sprecher der Initiatoren des Bürgerbegehrens zur Erhaltung des Freibades Hiesfeld und Geschäftsführer der FDP in Dinslaken, ist „empört“ über die Mitteilung der Stadtverwaltung. Diese beinhalte im letzten Textabschnitt „einen Maulkorb, eine Einschränkung der Meinungsfreiheit für alle diejenigen, die sich ehrenamtlich für Bürgerbelange einsetzen.“

Initiator des Bürgerbegehrens verlangt Entschuldigung

Die selbstgestellte Frage „Was sagt ihr denn denen, die euch trotzdem als Lügner bezeichnen?“ beantwortet die Stadt in diesem Fall so: „Wenn Personen uns aus welcher Motivation auch immer unterstellen, dass wir sowieso nur lügen und dass die Verwaltung den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen streuen will, wie sollen wir solche Äußerungen widerlegen? Es ist mittlerweile leider in Mode gekommen, dass in Sachfragen versucht wird, Argumente durch Emotionen und Verleumdungen auszuhebeln. Wir haben inzwischen bei anderen Themen (!) sogar schon die Erfahrung machen ‘dürfen’, dass man uns als Verwaltung öffentlich aufgefordert hat, gegen geltendes Recht zu verstoßen oder es außer Kraft zu setzen. Wir haben die Befürchtung, dass solche Phänomene in ganz Deutschland zunehmen werden.“

Zu unterstellen „dass die Bürger geltendes Recht aushebeln wollen, ist eine ungeheuerliche Unterstellung“, findet Claves, der gemeinsam mit dem FDP Stadtverband „weitere politische Schritte“ ankündigt und „vom Bürgermeister eine öffentliche Entschuldigung“ verlangt. (aha)

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