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Friedrichsfelder lenkt nun Geschicke des DRK-Kreisverbandes

Hartmut Krabs-Höhler, Theo Sondermann, Hans Wilhelm Barking, Horst Lambrecht, Simone Kaspar, Dr. Peter Kaup, Dirk Haarmann und Dr. Kurt Gerritz bei der Verabschiedung des DRK-Kreisgeschäftsführers Joachim N. Liersch (vorne rechts) in den Ruhestand und der Vorstellung des neuen Geschäftsführers Markus Ivens (vorne links).

Foto: Kempken

Hartmut Krabs-Höhler, Theo Sondermann, Hans Wilhelm Barking, Horst Lambrecht, Simone Kaspar, Dr. Peter Kaup, Dirk Haarmann und Dr. Kurt Gerritz bei der Verabschiedung des DRK-Kreisgeschäftsführers Joachim N. Liersch (vorne rechts) in den Ruhestand und der Vorstellung des neuen Geschäftsführers Markus Ivens (vorne links). Foto: Kempken

Dinslaken/Voerde/Hünxe.   Markus Ivens ist der neue Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Dinslaken-Voerde-Hünxe. Er folgt auf Joachim N. Liersch, der in Ruhestand ging.

Stolz ist Dr. Kurt Gerritz, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes, jetzt über den neuen Geschäftsführer Markus Ivens, denn der 49-Jährige ist nicht nur in Friedrichsfeld geboren, sondern auch noch „ein Eigengewächs des Roten Kreuzes“. Seine Karriere im DRK Dinslaken-Voerde-Hünxe begann Markus Ivens nämlich, anders als seine Vorgänger, 1992 als Zivildienstleistender in der Dinslakener Bereitschaft. Das Schöne, so Dr. Kurt Gerritz, „Markus ist in all den Jahren dem DRK treu geblieben“.

Der gelernte Energieanlagenelektroniker bildete sich über seinen „Zivi“-Dienst hinaus weiter und stieg so zum hauptamtlichen Rettungssanitäter beim DRK auf, wurde Rettungsassistent, dann stv. Leiter der Zivildienststelle sowie des Fahrdienstes, ließ sich weiterbilden zur Fachkraft zur Unterstützung der Kreisbereitschaftsleitung, wurde Fahrdienstleiter und nun Geschäftsführer. „Zwischendurch war ich nur einmal für eine kurze Zeit weg“, erzählt Markus Ivens, doch dann habe ihn das DRK-Urgestein Dieter Steidten angerufen und gesagt, „Jung, komm endlich zurück“. So ganz sei er in seinem neuen Job noch nicht angekommen was die Aus- und Fortbildung betrifft – seinen Bachelor will er noch nebenbei in Buchhaltung und Rechnungswesen machen. Immerhin warten verstärkt unternehmerische Tätigkeiten auf ihn.

Markus Ivens sieht sich nicht nur als Geschäftsführer, ihm liegt auch das Ehrenamt „sehr am Herzen“

„Ich sehe mich nicht nur als Geschäftsführer, auch der ehrenamtliche Bereich liegt mir sehr am Herzen, leiste ich doch derzeit noch ehrenamtliche Arbeit in der Kreisbereitschaftsführung“, sagt Ivens. Und gerade hier möchte er auch für mehr Miteinander, für mehr Zusammenhalt sorgen. Auf 14 ehrenamtliche Mitglieder sei die Bereitschaft in Dinslaken geschrumpft, Nachwuchs wäre dringend angesagt. Zwar leisteten viele, vor allem viele Mädchen, ihr freiwilliges soziales Jahr beim DRK ab, doch zu halten seien sie selten. Ehrenamtler wie es sie früher über Jahrzehnte gab, sei es durch Freiwillige oder über einen verpflichtenden Zivildienst, wären ein Traum. „Die Menschen arbeiten heute eher projektbezogen.“

Seine Aufgabe sieht Ivens auch darin, für mehr öffentliche Wahrnehmung der Bereitschaften in Dinslaken, Voerde und Hünxe zu sorgen. Auch die aktive Gestaltung des Kreisverbandes sei ein wenig eingeschlafen, die gelte es wieder auf die Beine zu stellen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit untereinander, aber auch mit anderen Kreisverbänden zu pflegen. Auf der hauptamtlichen Seite müsse der zurzeit defizitäre „Behinderten-Fahrdienst“ für die Kommunen wieder auf Linie gebracht werden, die weiteren Fahrdienste für Kitas, Albert-Schweitzer-Einrichtungen weiter ausgebaut werden. Viel Arbeit also für den neuen Geschäftsführer.

>>> Info: Verbale Angriffe hielten sich noch in Grenzen

  • Ein Thema, das leider auch den DRK-Kreisverband Dinslaken-Voerde-Hünxe betrifft, seien die verbalen Angriffe auf Rettungssanitäter und die Behinderung ihrer Arbeit. Noch halte sich dies in den drei Kommunen in Grenzen, doch die Hemmschwelle bei den Menschen sei geringer geworden. Deeskalations-Fortbildungen gehörten leider schon zum Ausbildungsalltag, sagt Markus Ivens.

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