Polizei

Geldautomat der Postbank in Dinslaken erneut manipuliert

Der Geldautomat im Vorraum der Postbank in Dinslaken wurde am Samstag erneut manipuliert.

Der Geldautomat im Vorraum der Postbank in Dinslaken wurde am Samstag erneut manipuliert.

Foto: aha / NRZ

Dinslaken.  Ob Kundendaten ausgespäht wurden, war am Sonntag zunächst offen. Es ist das dritte Mal innerhalb kurzer Zeit, dass das Gerät manipuliert wurde.

Der Geldautomat der Postbank an der Poststraße ist am Samstag erneut manipuliert worden: Über dem Tastenfeld des Geräte sei eine Kamera installiert worden, erklärte die Kreispolizei Wesel am Sonntagmittag auf Anfrage der NRZ. Ob auch der Karteneinschubschacht manipuliert wurde, habe sich nicht unmittelbar klären lassen. Deshalb wurde der Geldautomat am Samstag von Mitarbeitern des Unternehmens zunächst komplett außer Betrieb genommen, wie die Kreispolizei erklärte. Über die vorübergehende Sperrung des Gerätes wird einen ausgehängten Zettel informiert.

Der Zeitraum der Tat, die sich am Samstag ereignete, liege zwischen 9 und 12 Uhr. Es wurde Strafanzeige wegen einer Vorbereitungshandlung zum Ausspähen von Daten gestellt. Ob es dazu gekommen ist, konnte die Kreispolizei am Sonntag zunächst nicht sagen. Das Beweismaterial muss ausgewertet werden.

Der Vorfall am Samstag ist der inzwischen dritte innerhalb nur eines Monats. Bereits am 28. Oktober hatte sich am helllichten Tag, um 9 Uhr, jemand an demselben Geldautomaten im videoüberwachten Vorraum der Postbank zu schaffen gemacht. 30 Anzeigen wurden nach Angaben der Kreispolizei in der Folge erstattet. Vier Wochen später, am 22. November, brachte ein Unbekannter um 4.45 Uhr dort Kamera und Chip an. Mit den ergaunerten Daten werden Kopien von Zahlungskarten gefertigt, mit denen die Täter Geld von den Konten der Opfer abheben können.

„Skimming“ heißt die Betrugsmasche. Den betroffenen Kundinnen und Kunden entstehe dadurch kein materieller Schaden, die Postbank erstatte die Beträge, die ihnen durch „Skimming unberechtigt abgebucht wurden“, betont Oliver Rittmaier, Sprecher der Postbank. Kunden, die verdächtige Buchungen bemerken, werden gebeten, ihre Karten zu sperren, der Postbank diese Buchungen zu melden und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. (P.K./aha)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Dinslaken / Hünxe / Voerde

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben