Justiz

Gericht verhängte Haftstrafe für Betrüger aus Dinslaken

Dinslaken/Voerde/Duisburg.   Angeklagte hatten Waren bestellt und nicht bezahlt. Dinslakener wurde zu Haftstrafe, Mittäter aus Voerde zu Bewährungsstrafe verurteilt.

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Wegen Betruges verurteilte das Landgericht Duisburg einen 56-jährigen Mann aus Dinslaken zu zwei Jahren und zwei Monaten Gefängnis. Ein 28-jähriger Voerder kam mit zwei Jahren auf Bewährung davon. Zwischen November 2015 und Ende April 2016 hatten sie Lieferanten aus halb Europa geprellt.

Unter dem Deckmantel eines komplizierten Geflechts aus mehreren Firmen in Dinslaken, Berlin und Remscheid hatten die Angeklagten Waren bestellt und nie bezahlt. So lieferten Firmen aus Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich Wein, Olivenöl, Schneckenfleisch, Nudeln und Servietten. Die Anklage war ursprünglich von 73 Taten mit einem Schaden von rund 356 000 Euro ausgegangen.

Waren im Wert von 180.000 Euro bestellt

Davon blieben im Urteil nur noch etwa die Hälfte der Taten über. Die Wirtschaftsstrafkammer ging nach zwei Monaten Verhandlungsdauer und elf Prozesstagen davon aus, dass die Angeklagten für rund 180 000 Euro Waren bestellt hatten. Der tatsächliche Schaden ist deutlich geringer, da offenbar ein großer Teil der von den Tätern bestellten Waren nach dem Auffliegen der Bande sicher gestellt werden konnte.

Einem weiteren 56-jährigen Dinslakener war in diesem Zusammenhang Beihilfe vorgeworfen worden. Laut Anklage hatte er die Betrügereien der Mitangeklagten erst möglich gemacht, indem er als Strohmann in Dinslaken eine Firma gründete, in mehreren weiteren Unternehmen den Geschäftsführer mimte, Konten einrichtete und General-Vollmachten an die Mittäter ausstellte. Das Verfahren gegen ihn war bereits im August ohne Auflagen eingestellt worden.

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