Haushalt

Geringerer Zuschuss für Götterswickerhamm als erwartet

Trotz geringerer Zuschüsse will die Stadt in Götterswickerhamm die Begleitmaßnahme zum Deichbau ähnlich qualitativ hochwertig durchführen.

Foto: Hans Blossey

Trotz geringerer Zuschüsse will die Stadt in Götterswickerhamm die Begleitmaßnahme zum Deichbau ähnlich qualitativ hochwertig durchführen. Foto: Hans Blossey

Voerde.   Das teilte die Verwaltung im Haupt- und Finanzausschuss mit. Haushaltsdefizit beträgt rund zwei Millionen Euro.

Eine schlechte Nachricht hatte Voerdes erster und technischer Beigeordneter Wilfried Limke im Haupt- und Finanzausschuss zu verkünden: Für die städtebaulichen Begleitmaßnahmen bei der Deichbaumaßnahme Mehrum 3 in Götterswickerhamm konnte die Stadt weniger Fördergelder einwerben, als gedacht. „Wir sehen uns aber trotzdem in der Lage, das Projekt ähnlich qualitativ hochwertig durchzuführen, wie bisher geplant“, erklärte Limke.

Es waren vor allem die Ausführungen von Kämmerin Simone Kaspar, die für Redebedarf sorgten. Die Kämmerin hatte eine Vielzahl von Änderungen für die Haushaltsplanung des laufenden Jahres in den Ausschuss eingebracht und einige davon bedurften einer Erläuterung.

2020 könnte der Haushalt ausgeglichen sein

Auch wenn der Haushalt von Voerde weiterhin mit einem Defizit von mehr als zwei Millionen Euro dasteht, hatte Simone Kaspar Positives zu verkünden: „Wenn alles so bleibt, und wir von außen nicht noch weitere Aufgaben bekommen, dann können wir 2020 zu einem positiven Ergebnis und damit zu einem ausgeglichenen Haushalt kommen“, erklärte sie.

Eine kleine Diskussion gab es um die Berechnung der Personalkosten, die im Ansatz immer höher sind, als zum Abschluss des Haushaltsjahres. „Wir gehen jeden einzelnen Mitarbeiter durch“, erklärte Bürgermeister Dirk Haarmann dazu. Aber in diesem Bereich ließe sich, zum Beispiel wegen Krankheiten und Fluktuationen beim Personal, nicht alles genau planen.

Viele Aufgaben sollen ins kommende Jahr verschoben werden

Die relativ geringe Personalstärke sorge auch dafür, dass viele geplante Aufgaben ins kommende Jahr verschoben werden sollen, was einige Ausschussmitglieder ebenfalls kritisierten.

Christian Garden von der Wählergemeinschaft Voerde zeigte sich verwundert über die geplante Reduzierung der Fraktionszuwendungen um 10 Prozent. „Die Fraktionen in Voerde üben schon genug Verzicht und haben einiges zu bezahlen“, erklärte der Ratsherr.

Fraktionen wollen Personalkosten einsparen

Die Idee dazu war aus einem allgemeinen Empfehlungskatalog der Gemeindeprüfungsanstalt entnommen. „Wir haben uns als CDU, gemeinsam mit den kleineren Fraktionen, dafür ausgesprochen, 10 Prozent an den Personalkosten einzusparen. Wir haben diese Einsparung bei den Fraktionen als Zeichen für den Rat verstanden“, erklärte Ingo Hülser von der CDU die Idee.

Auch Uwe Goemann von der SPD erklärte die Zustimmung seiner Fraktion zu der Idee, auch im Hinblick auf die Tatsache, dass der Antrag im Raum steht, die sachkundigen Bürger eventuell bald mit Tablet-PCs für ihre Tätigkeit auszustatten. Christian Garden zog daraufhin seinen Antrag zur Streichung dieser Änderung zurück.

>> BESCHLÜSSE UND DER WUNSCH NACH LÄNGEREN LADUNGSFRISTEN

Der Ausschuss beschloss die Fortführung der Programme „Soziale Arbeit an Schulen“ und „Gute Schule 2020“ und die Gewährung von Jubiläumszuwendungen an ehrenamtliche Angehörige der Feuerwehr Voerde.

Die Ausschussmitglieder sprachen sich außerdem für längere Ladungsfristen im Zuge der geplanten Digitalisierung der Ladungen für Rat und Ausschüsse aus.

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