Sportplatz Bruckhausen

Gesamter Hünxer Rat steht hinter neuen Planung

Einstimmig beschloss der Hünxer Gemeinderat den Planentwurf „Alternative 3“ als Grundlage für die weitere „Rahmenplanung Sportplatz Bruckhausen“.  

Einstimmig beschloss der Hünxer Gemeinderat den Planentwurf „Alternative 3“ als Grundlage für die weitere „Rahmenplanung Sportplatz Bruckhausen“.  

Foto: privat

Hünxe.   „Alternative 3“ sieht keine Bebauung der Sportplatzfläche in Bruckhausen mehr vor. Einmütigkeit sei gutes Signal für Genehmigung durch RVR.

Der Bericht zur überörtlichen Prüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hatte Vorrang, deshalb mussten die vielen Besucher bei der Hünxer Ratssitzung über eine Stunde warten, bis der aus ihrer Sicht wichtigste Tagesordnungspunkt, „Rahmenplanung Sportplatz Bruckhausen“, als Tischvorlage behandelt wurde.

Vorweg: Am Ende einer emotionalen, aber sachlichen Diskussion beschloss der Rat einstimmig den Planentwurf „Alternative 3“ als Grundlage für die weitere Bearbeitung der Rahmenplanung – unter der Voraussetzung der landesplanerischen Genehmigung und der Ergebnisse der immissionsschutztechnischen Überprüfung. Die Besucher applaudierten.

Die „Alternative 3“, die das Planungsbüro Landschaftsarchitekt Schwarz als weiteren Entwurf erarbeitet hat, sieht keine Bebauung der Sportplatzfläche vor (auch keine Reservefläche für Wohnbau wie Alternative 2A), jedoch eine Wohnbebauung über das Flurstück 816 hinaus (südlich des TVB-Vereinsheims). „Für diese zusätzliche Wohnbaufläche liegt bislang keine Landesplanerische Genehmigung vor“, erläuterte Gisela Lehmkuhl von der Verwaltung. Man habe einen entsprechenden Antrag auf Genehmigung beim Regionalverband Ruhr gestellt und von dort die Auskunft bekommen, „dass die Angelegenheit offiziell geprüft werde und mit einem Ergebnis in etwa vier Wochen zu rechnen sei“. Für diese Planung liege auch „eine erste positive Einschätzung“ seitens des Lärmgutachters vor.

Stimmen aus der Politik: „Wir sind erfreut, dass der ‘Gordische Knoten’ nun durchschlagen wurde“, so Michael Helmich (CDU). Er dankte den anderen Parteien, der Verwaltung und besonders dem Landschaftsplaner, denen es gelungen sei, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Nun sei es Aufgabe des Bürgermeisters und seiner Verwaltung, „die letzten Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit das Projekt zeitnah realisiert werden kann“. – Horst Meyer und Jan-Scholte Reh (SPD): „Die Menschen und Vereine in Bruckhausen haben gewonnen, denn sie haben sich mit ihren Forderungen durchgesetzt. Darauf kommt es an.“ Mit dem vorliegenden Kompromiss würden alle Bedarfe in Bruckhausen verwirklicht. „Der Plan könnte besser nicht sein. Der einstimmige Beschluss im Rat ist ein starkes Signal in Richtung der Genehmigungsbehörden. Es ist wichtig, dass wir hier mit einer Stimme sprechen.“ – Heike Kohlhase (Grüne): „Nach vielen Auseinandersetzungen ein guter Kompromiss. Ich danke allen Bürgern für ihr Engagement. Es lohnt sich, alleine hätten wir es nicht geschafft.“ – Ralf Lange (EBH): „Wir haben wirklich etwas erreicht, der Streit ist geschlichtet. Jetzt gilt es, mit ganzer Kraft und Leidenschaft an der Umsetzung der Alternative zu arbeiten.“ – Stephan Barske (fraktionslos): „Dies ist die beste Lösung bei allen Streitereien. Aber wir dürfen nicht zu euphorisch sein, denn die landesplanerische Genehmigung steht noch aus.“ – Jürgen Kosch (UWH): „Ein gutes Gesamtkonzept, das wir mit allen Mitteln, die wir haben, durchsetzen müssen, auch gegenüber dem RVR.“ – Ingrid Meyer (CDU): Wir werden auch unsere Kreistagsabgeordneten um Unterstützung bitten.“

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