Schule

Gesamtschüler aus Hünxe zeigten Wissen über Energiewende

Die Fünft- und Sechstklässler der Gesamtschule Hünxe konnten aktiv an dem Vortrag „Lernerlebnis Energiewende“ teilnehmen. Viele Fragen beantworteten sie ohne Probleme.

Die Fünft- und Sechstklässler der Gesamtschule Hünxe konnten aktiv an dem Vortrag „Lernerlebnis Energiewende“ teilnehmen. Viele Fragen beantworteten sie ohne Probleme.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Hünxe.  Bei seinem Mitmach-Vortrag erklärte Pädagoge Friedhelm Susok den Klimawandel. Er war begeistert, wieviel Klima-Kenntnis die Schüler mitbrachten.

Die Schüler der fünften und sechsten Klassen stürmen in die Aula der Gesamtschule Hünxe (GSH). Sie wollen sich die besten Plätze sichern. Denn am Montag vor den Ferien stand kein gewöhnlicher Unterricht auf dem Stundenplan: 90 Minuten lang lernten die Schüler während des interaktiven Vortrages „Lernerlebnis Energiewende“, was die Energiewende ist und welche Möglichkeiten sie Zuhause haben, Energie einzusparen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Programm, welches in sechs Wissensblöcken auch Einblicke in die Physik gibt oder den Kindern zeigt, wer die Energiewende vor Ort antreibt.

Schüler kennen den Auslöser der Energiewende

Seit sieben Jahren fahren Friedhelm Susok, der die Kinder durch den Vortrag führt, und sein Team bereits quer durch Deutschland. Sie wollen die Schüler in das Thema Klimawandel einführen. Schließlich seien sie die Generation, die die Energiewende einmal tragen muss, sagt Sosuk.

Quizelemente ermöglichen den Schülern aktiv am Vortrag teilzunehmen. „Was war der Auslöser der Energiewende?“ So lautet eine der Quizfragen. Aus vier verschiedenen Antworten können die Schüler wählen und fast alle entscheiden sich für die richtige Antwort: „Fukushima“. MINT-Koordinator und Lehrer Christian Woike zeigt sich stolz: „Ich war erstaunt, wie viel die Schüler schon wissen.“ Auch Michael Häsel, Prokurist der Gemeindewerke Hünxe empfindet die Kinder als „pfiffig und fit“.

Umstieg auf alternative Energien

Haare föhnen, Filme schauen oder schlicht das Licht einschalten; ein kurzer Film zeigt, wozu eine Familie im Alltag Energie benötigt. Schnell begreifen die Schüler: Ohne Energie funktioniert eigentlich nichts. Doch viele Energieträger seien voraussichtlich in weniger als 100 Jahren erschöpft, erklärt Susok. Dazu zählen Erdöl, Uran und Erdgas. Um trotzdem nicht plötzlich ohne Licht dazustehen, müssten Alternativen genutzt werden, wie zum Beispiel Wind-, Sonnen- oder Wasserenergie. Aber Prokurist Häsel versichert: „In Hünxe brauchen wir uns keine Sorgen machen. Auch wettbewerbsübergreifend sind wir gut unterwegs.“

Doch auch wenn die Versorgung gesichert ist, bleibt es wichtig, Energie einzusparen. Ein weiteres Video erläutert: Je mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) produziert wird, desto dicker wird die Bettdecke, die auf der Erde lastet und die Erde erwärmt sich.

Energiespartipps vom Profi

Susok gibt den Schülern praktische Tipps, worauf sie und ihre Familien im Alltag achten können, um weniger Energie zu verbrauchen. Im Bad könnten die Kinder zum Beispiel duschen anstatt zu baden und während des Zähneputzens den Wasserhahn zudrehen. Eltern könnten beim Kochen den Deckel auf den Kochtopf legen, auf diese Weise bliebe 70 Prozent der Wärme im Topf, die ansonsten entweichen würde, erklärt Sosuk. Doch 80 Prozent des Energieverbrauchs komme über die Heizung zustande. Deshalb helfe es häufig bereits darauf zu achten, wie hoch die Zimmertemperatur ist und diese über das Thermostat an den Heizkörpern zu regulieren.

In einem Kinderzimmer liegt die optimale Temperatur bei 20 Grad Celsius, finden die Schüler mithilfe eines Spiels heraus. Wem das trotzdem noch nicht warm genug ist, dem helfe häufig auch ein dicker Rollkragenpulli.

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