Weihnachtsmarkt

Händler auf Dinslakener Weihnachtsmarkt sind nicht zufrieden

Der Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz hat die Händler in diesem Jahr nicht überzeugt.

Foto: Lars Fröhlich

Der Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz hat die Händler in diesem Jahr nicht überzeugt. Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Der Weihnachtsmarkt nähert sich dem Ende. Viele Anbieter ziehen eine enttäuschende Bilanz – einige wollen nächstes Jahr nicht wiederkommen.

Nachdem nun Weihnachten vorbei ist, endet am 30. Dezember auch der 40-tägige Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz. Zeit für eine abschließende Bilanz: Die Redaktion hat mit einigen Händlern und dem Veranstalter gesprochen.

Das sagen die Händler

„Die Stände hier haben sich überhaupt nicht gelohnt“, sagt Rocco Böttner, der an zwei Ständen auf dem Weihnachtsmarkt Lebkuchenherzen verkauft. Wenn alles gut laufe, so der Händler, könne er am Ende „plus minus null“ rausgehen, „aber wahrscheinlich muss ich noch etwas zu zahlen“. Böttner hatte den Eindruck, dass „Glühwein und Musik gut ankommen – und das war’s auch schon. Der Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr wird also ohne mich stattfinden.“

Sabine Giersemehl sieht das ähnlich: „Es ist wohl das letzte Mal, dass wir bei einem Weihnachtsmarkt in Dinslaken mitwirken“, sagt die Händlerin von Müllers Kräuterbonbons-Stand aus Duisburg-Rheinhausen. Der Weihnachtsmarkt werde offensichtlich nicht angenommen von den Dinslakenern, zusätzlich habe es das Wetter in diesem Jahr nicht gut gemeint. Zu nass sei es gewesen, entsprechend kurz nur hätten die Besucher an den Buden verweilt.

Auch Michael Nock von Nock’s Reibekuchen denkt, dass das schlechte Wetter zu den geringen Besucherzahlen beigetragen hat. Er sieht jedoch noch einen weiteren Punkt: „Ich glaube, dass das Konzept nicht ganz aufgegangen ist: Es gibt hier zu viele Stände mit Essen und zu wenige mit anderem.“ Besonders ärgert den Händler aus Oberhausen die Tatsache, dass Stände mit „Hauptartikeln“ wie Bratwurst, Crêpes und auch Reibekuchen doppelt auf dem Weihnachtsmarkt vertreten seien. „In meinen Augen war das vom Veranstalter nicht gut gewählt – wir schnappen uns ja so nur gegenseitig die Kundschaft weg.“ Nock könnte sich dennoch vorstellen, auch 2018 auf dem Markt zu stehen. „Allerdings nur, wenn mir der Veranstalter vorher versichert, dass jedes Angebot nur einmal vertreten ist.“

Der einzige zufriedene Händler unter den Befragten kommt von der Weihnachtsscheune. „Wir würden auf jeden Fall wiederkommen“, sagt Stefan Przybylla. Die Scheune, die unter anderem Glühwein verkauft, sei zu jeder Zeit gut besucht gewesen, „vor allem mittags, abends und an den Wochenenden“.

Drei der vier Wechselhütten waren gestern Mittag gar nicht belegt: In der einen belegten Hütte bot Mary Jean Tinnefeld aus Voerde selbstgemachte Plätzchen und Fruchtbrote an – die Einnahmen aus dem Verkauf sollten an ein Projekt zugunsten philippinischer Straßenkinder gehen. Sie hatte allerdings nach drei Stunden auf dem Markt nur zwei Packungen Plätzchen verkauft. „Ich hatte mir aber ehrlich gesagt auch nicht viel erwartet“, so Tinnefeld.

Das sagt der Organisator

Die Probleme bei den Wechselhütten sieht auch der Organisator des Weihnachtsmarktes, Leon Finger. „Es ist uns leider in der Kürze der Zeit nicht gelungen, ein so breites Angebot zusammen zu bekommen“, sagt er. Gerade diejenigen, die Non-Food-Artikel angeboten hätten, hätten diese nur schlecht verkaufen können. „Das kam einfach nicht so gut an.“

Anders jedoch, so Finger, sei das bei Ständen mit Essen und Trinken gewesen. „Das sind meinem Eindruck nach am besten angekommen.“ Ähnlich positiv hätten die Besucher auf das Musikprogramm reagiert. „Glanzpunkte waren sicherlich die Weihnachtsscheune und besondere Programmpunkte wie die Lichtandacht oder der Besuch des Nikolauses“, sagt Finger.

>> DAS PASSIERT IN DEN NÄCHSTEN TAGEN

  • Diese Aktion findet noch auf dem Weihnachtsmarkt statt: Das große Gewinnspiel der Losaktion endet am 30. Dezember. Um 18 Uhr werden die Gewinner der Losaktion live auf der Bühne gezogen – Roland Donner moderiert die Auslosung.


  • Der Überraschungsgast am Samstag, 30. Dezember, ist Benjamin Boyce. Der ehemalige Sänger der Boygroup Caught in the Act (CITA) tritt ab 19 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz auf.

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