Arbeiten im Hallenbad

Hallenbad Voerde: Irritationen um Aussagen zum Sachstand

Das Hallenbad in Voerde ist seit Ende Mai 2018 geschlossen.

Das Hallenbad in Voerde ist seit Ende Mai 2018 geschlossen.

Foto: Gerd Hermann

Voerde.   Missverständliche Mitteilung des Beigeordneten von April zum Stand der Arbeiten stößt bei Nutzern auf Kritik. Noch gibt es offene Baustellen.

Irritation und Verärgerung haben bei Schwimmtreibenden die Aussagen des Ersten und Technischen Beigeordneten von Mitte April zum aktuellen Sachstand der Arbeiten in dem seit Ende Mai vergangenen Jahres geschlossenen Hallenbad ausgelöst. Die Arbeiten dort gingen „auf die „Zielgerade“. Die Schadstoffsanierung sei bereits „vor einigen Wochen“ abgeschlossen worden, hatte Wilfried Limke per Mail vor einem Monat wissen lassen – auf NRZ-Nachfrage konkretisierte er am Montag die Angabe, die Fertigstellung sei „Ende März“ erfolgt. Auch die Sanierung der Filteranlage, die nach einem Keimfund im Wasser erforderlich wurde – dort war im Frühjahr 2018 der Erreger „Pseudomonas aeruginosa“ nachgewiesen worden – sei abgeschlossen, so dass zurzeit bereits wieder Wasser in den Becken sei. „Mit der Umwälzung wird in dieser Woche begonnen“, hatte Limke Mitte April weiter in besagter Mail mitgeteilt – und damals gegenüber der Redaktion erklärt, es angesichts der schon erfolgten Arbeiten nicht für sinnvoll zu halten, die Becken bis zu einer Wiedereröffnung des Hallenbades zu leeren.

Momentan befindet sich kein Wasser in den Becken

Wer den Stand jetzt betrachtet, dürfte sich verwundert die Augen reiben: Die Becken liegen trocken und nach bald erreichter „Zielgeraden“ sieht es im Hallenbad aktuell auch nicht aus – was auf Seiten der Nutzer für Unverständnis sorgt. Er habe sich „zu unpräzise“ geäußert, räumt Limke ein. Die Becken seien zwischenzeitlich befüllt gewesen, um die Filteranlage zu spülen. Das durch Schwebstoffe verschmutzte Wasser sei dann wieder abgelassen worden. Die Becken sollen erst in einigen Monaten final mit Wasser gefüllt werden. Die Stadt will, wie berichtet, das Freibad vor dem Hallenbad wieder öffnen.

Dies war bereits für vergangenen Samstag vorgesehen, aber wegen des schlechten Wetters verworfen worden und soll nun voraussichtlich am 18. Mai geschehen. Für den Fall, dass der Sommer ein schlechter wird, ist geplant, das Hallenbad in der dann laufenden Freiluftsaison betriebsbereit, sprich auf „stand by“ zu halten, um es einige Wochen früher als nach der Anfang September regulär endenden, dreimonatigen Sommerpause nach weit mehr als einem Jahr Schließungszeit wieder zu öffnen. Die Becken würden mit zwei bis drei Wochen Vorlauf, „ab Anfang August“, meint Limke, wieder befüllt. Das Freibad – die Überlegung, es einige Wochen früher als sonst üblich zu öffnen, habe es bereits 2018 gegeben – und das Hallenbad für eine gewisse Zeit parallel zu betreiben, sei auch aus Gründen von Personalressourcen keine Option gewesen, sagt Limke.

Laut Beigeordnetem ist im Juni alles fertiggestellt

Aktuell geht er davon aus, dass die im Hallenbad noch ausstehenden Arbeiten im Juni abgeschlossen sein werden. Die Maler seien fertig. In der Schwimmhalle muss laut Limke noch die Beleuchtung installiert werden und der Trockenbauer muss im Bereich der ausgebauten abgehängten Decke tätig werden. Auch müsse das Planschbecken noch gefliest werden.

Das von ihm Mitte April ebenfalls erwähnte mobile Gerät, über das künftig die Be- und Entlüftung der Schwimmhalle laufen und das außerhalb des Hallenbades stehen soll, wurde bislang auch noch nicht installiert. Nachdem klar war, dass das Hallenbad erst zum Ende der Sommersaison und da möglicherweise schon vor Anfang September wieder an den Start gehen soll, habe die Stadt diese Leistung neu ausgeschrieben. Statt, wie es bei einer Wiedereröffnung in diesem Frühjahr notwendig gewesen wäre, das Gerät zur Be- und Entlüftung zu leihen, soll ein solches nun gekauft werden. Dies ist Limke zufolge günstiger. Zur Gesamtmaßnahme erklärt er, dass die Stadt „gerade soviel investiert habe, dass es für die Restlebensdauer des Hallenbades funktioniert“. Die Kommune plant bekanntlich den Bau eines Kombibades anstelle des bestehenden Hallenbades und Freibades.

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