Haus Voerde

Haus Voerde: Ausschreibung für Pächtersuche ist raus

Die Stadt muss sich auf die Suche nach einem neuen Pächter für den Gastronomiebetrieb im Haus Voerde machen. Der jetzige Betrieb des „El Basco“ läuft nach wie vor weiter.

Die Stadt muss sich auf die Suche nach einem neuen Pächter für den Gastronomiebetrieb im Haus Voerde machen. Der jetzige Betrieb des „El Basco“ läuft nach wie vor weiter.

Foto: Heiko Kempken

Voerde.  Die Stadt sucht einen neuen Pächter für den Gastronomiebetrieb im Wasserschloss an der Allee. Interessenten können sich bis 31. März bewerben.

Wenige Tage, nachdem die Stadt die Suche nach einem neuen Pächter für das Haus Voerde bestätigt hatte, veröffentlichte sie die dafür geplante Ausschreibung. Bis zum 31. März haben Interessenten nunmehr Zeit, sich für die Pacht von Gastronomie und Saal im illustren Wasserschloss an der Allee zu bewerben. Der jetzige Betreiber Gabriel Barrio hat aus „persönlichen Gründen“ gekündigt, wie der Erste und Technische Beigeordnete Wilfried Limke Anfang Februar auf NRZ-Anfrage erklärte. Wann genau der Vertrag der Stadt mit dem jetzigen Betreiber in Folge der Kündigung ausläuft, dazu wollte er sich nicht äußern. Limke konstatierte lediglich, dass die Stadt beabsichtige, mit dem neuen Betreiber einen Zeitpunkt für eine Übertragung der Pacht zu finden.

Ziel sei es, eine mögliche vorübergehende Schließung aufgrund des Rückzuges des jetzigen Pächters zu verhindern. Dessen Gastronomiebetrieb „El Basco“ läuft weiter. In der Ausschreibung ist zu lesen, dass der Zeitpunkt des Neustarts im Haus Voerde „auch kurzfristig möglich“ sei. Das Objekt soll zunächst befristet für den Zeitraum von zwei Jahren verpachtet werden, wobei nach deren Ablauf der unbefristete Neuabschluss eines Vertrags erwünscht sei.

Gastronomie mit gehobener Küche gewünscht

Die Stadt sucht einen Interessenten, der ein „wirtschaftlich ausgereiftes, inhaltlich durchdachtes und dem Image des historischen Wasserschlosses Haus Voerde entsprechendes Konzept vorweisen und in zuverlässiger Weise betreiben kann“. Auch soll dieser über Qualifikationen und nachzuweisende Erfahrung in der Führung von Gastronomiebetrieben „im gehobenen Segment“ verfügen. Auch erklärt die Stadt in der Ausschreibung ihre Erwartung, dass es in dem geschichtsträchtigen Gebäude an der Allee auch zukünftig eine Präsenzgastronomie gibt.

Dass der neue Pächter oder die neue Pächterin allein eine Bewirtschaftung des großen Saals in Erwägung zieht, ist für die Stadt keine Option. Nur ein „Außer-Haus-Geschäft“ wäre nach Ansicht des Beigeordneten Limke eine „vertane Chance“. Neben der Präsenzgastronomie soll die Nutzung des Wasserschlosses, in dem sich bekanntlich auch das Standesamt befindet, auch auf die Durchführung von Hochzeiten, Familienfeiern und Kulturveranstaltungen „mit einem gehobenen Anspruch an das Angebot von Speisen und Getränken“ ausgerichtet sein.

Neuer Pächter soll Attraktivität von Haus Voerde fördern

Darüber hinaus soll der neue Betreiber oder die neue Betreiberin von Haus Voerde eigenverantwortlich die Attraktivität des Objektes und dessen Umgebung fördern. Das geforderte Konzept soll neben einer ausführlichen Beschreibung auch die geplanten Öffnungszeiten der Gastronomie und die anderen Nutzungskomponenten darstellen.

Außerdem sind die Interessenten aufgefordert, für ihr Betreiberkonzept der Stadt ein Angebot über die monatliche Pachtpreishöhe zu machen oder ein Pachtzahlungsmodell vorzulegen. Zusätzlich sei eine monatliche Betriebskostenvorausleistung in Höhe von etwa 1250 Euro netto einzuplanen.

Jetziger Betreiber hatte Betrieb 2014 übernommen

Im Oktober 2014 hatte Gabriel Barrio den Gastronomiebetrieb im Haus Voerde übernommen. Er hatte sich ebenfalls im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung mit seinem Gebot gegen die Mitbewerber durchgesetzt. Zuvor war der Gastronomiebetrieb dort monatelang verwaist gewesen, nachdem sich die vorherigen Pächter nach einem kurzen Gastspiel von knapp sechs Monaten zurückgezogen hatten

Zuvor standen Restaurant und Saal im Wasserschloss vier Jahrzehnte lang unter der Regie von Josef Plank. Ende August 2013 war für ihn nach 41 Jahren Schluss. Die Stadt als Eigentümerin von Haus Voerde und der aus Österreich stammende Plank hatten sich einvernehmlich auf die vorzeitige Auflösung des Vertrages geeinigt, der erst im Jahr davor um weitere fünf Jahre verlängert worden war.

>>Info: Ausschreibung online einsehbar

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