Haus Voerde

Haus Voerde: Gastronomie geschlossen, Pächtersuche dauert an

Nachdem der von der Stadt ins Auge gefasste neue Pächter für den Gastronomiebetrieb im Haus Voerde abgesprungen ist, läuft die Suche nach einem Betreiber weiter.

Nachdem der von der Stadt ins Auge gefasste neue Pächter für den Gastronomiebetrieb im Haus Voerde abgesprungen ist, läuft die Suche nach einem Betreiber weiter.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Voerde.  Der Gastronomiebetrieb im Haus Voerde soll zum 30. Juni eingestellt worden sein, sagt die Stadt. Der potenzielle neue Pächter ist abgesprungen.

Die Suche der Stadt nach einem Nachfolger für den bisherigen Pächter von Haus Voerde geht weiter: Der Interessent, über den der damalige, kürzlich in den Ruhestand ausgeschiedene Erste und Technische Beigeordnete Wilfried Limke Ende Mai noch gesagt hatte, dass die Verwaltung mit ihm jemanden für die Übernahme der Pacht im Wasserschloss gefunden habe, ist abgesprungen. Der Gastronom, der dem Vernehmen nach ein italienisches Restaurant in Oberhausen betreiben soll, habe sich „anders entschieden“, bestätigte Bürgermeister Dirk Haarmann auf NRZ-Anfrage.

Das Restaurant „El Basco“ im Haus Voerde ist mittlerweile geschlossen: Der Gastronomiebetrieb soll nach Ankündigung des bisherigen Betreibers, der den Pachtvertrag mit der Stadt aus persönlichen Gründen gekündigt und zunächst weiter gemacht hatte, zum 30. Juni eingestellt worden sein, wie Haarmann weiter erklärt. Ein Aufhebungsvertrag sei aus vertragstechnischen Gründen allerdings noch nicht unterzeichnet. Das Pachtverhältnis bestehe somit zunächst bis dahin und „spätestens bis zum 30. September“. Dann läuft der Vertrag mit der Stadt aus.

Bürgermeister: Gespräche mit weiteren potenziellen Pächtern laufen

Nach NRZ-Informationen sollen sich der Noch-Betreiber und der von der Stadt als neuer Pächter ins Auge gefasste, jedoch am Ende dann abgesprungene Interessent für den Gastronomiebetrieb im Wasserschloss bereits über die Übernahme des Inventars einig gewesen sein. Bürgermeister Dirk Haarmann zufolge laufen zurzeit „noch Gespräche mit weiteren potenziellen Pächtern“. Für wann eine Neuverpachtung realistisch scheine, hänge von deren Verlauf ab, erklärt Haarmann.

Anfang Februar dieses Jahres war öffentlich geworden, dass sich die Stadt nach einem Nachfolger für Gabriel Barrio wird umschauen müssen. Der gebürtige Spanier hatte den Gastronomiebetrieb in dem geschichtsträchtigen Gebäude an der Allee im Oktober 2014 wieder an den Start gebracht. Dieser war vorher monatelang verwaist gewesen, nachdem die vorherigen Pächter ausgezogen waren.

Nicht lange nach Bekanntwerden der Nachricht, dass Gabriel Barrio aufhören wird, veröffentlichte die Stadt als Eigentümerin die Ausschreibung für die Pacht von Gastronomie und Saal im Wasserschloss. Insgesamt vier Angebote wurden eingereicht. Mit einem Interessenten ging die Stadt „in die engere Diskussion“, da dessen Bewerbung das „kompletteste“, das „rundeste Bild“ abgab, wie es der damalige Beigeordnete Limke formulierte. Im Juni wollte man den Nachfolger präsentieren. Daraus wurde nichts.

Neben dem Betrieb der Präsenzgastronomie soll das Haus Voerde, in dem das Standesamt untergebracht ist, auch für Hochzeiten, Familienfeiern oder Kulturveranstaltungen nutzbar sein. Als Ausrichter des traditionellen Martiniabends im Herbst macht sich Bert Mölleken, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Voerde, Gedanken, wie es mit dem Wasserschloss in Sachen Verpachtung weitergeht. Die Suche bezeichnet er als eine „echte Aufgabe“, sei es doch Ziel, „ein hochwertiges Gastronomieangebot“ vorzuhalten. „Wir brauchen jemanden, der eine gewisse Finanzkraft hat“, meint Mölleken.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben